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Kia EV2: Das günstigste Elektroauto der Marke auf Erlkönigfotos

Kia EV2 Elektroauto in Türkis steht an Ladestation in hellem Showroom mit großen Fenstern.

Bisher galt der Kia EV3 als das kompakteste und günstigste Elektroauto von Kia. Doch das wird sich ändern: Diesen Titel soll der Kia EV2 übernehmen, der nun erstmals auf Erlkönigfotos zu sehen ist.

Trotz des schwierigen Umfelds für Elektroauto-Verkäufe in Europa lässt sich Kia nicht bremsen und baut seine EV-Familie zügig sowie entschlossen aus. Die Markteinführung des EV3 in Portugal steht kurz bevor, während der neue EV2 bereits einen ersten Eindruck davon vermittelt, wie Kias künftig kleinstes und preiswertestes Elektroauto aussehen wird – sofern sich daran nichts ändert.

Zielpreis: unter 25.000 Euro

Mit „günstig“ ist hier die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Euro gemeint. Genau dieses Preisniveau dürfte in den kommenden ein bis zwei Jahren besonders viele rein elektrische Modelle anziehen.

Mehrere Fahrzeuge sind bereits in diesem Bereich oder darunter positioniert beziehungsweise sollen dort angesiedelt werden: Renault 5, Citroën ë-C3, FIAT Grande Panda, Skoda Epiq und Volkswagen ID.2.

Hinzu kommt der Hyundai Inster, mit dem der EV2 eng verwandt ist und der ebenfalls unter 25.000 Euro kosten soll. Bei unserer Fahrt in Deutschland überzeugte der Inster vor allem mit einem Innenraum, der an ein „großes Auto“ erinnert:

Sollte Hyundai den Inster für weniger als 25.000 Euro anbieten können, dürfte Kia dies mit dem EV2 ebenfalls gelingen – möglicherweise sogar leichter.

Der Grund: Der Inster wird in Südkorea gebaut und nach Europa exportiert. Der EV2 hingegen soll in Europa vom Band laufen, nämlich in der Slowakei, wo Kia bereits den Ceed und den Sportage fertigt. Damit wäre er das erste vollelektrische Modell der Marke, das auf dem „alten Kontinent“ produziert wird – und zugleich ein deutlicher Hinweis auf seinen wichtigsten Absatzmarkt.

Kia EV2: Was ist zu erwarten?

Auf den Erlkönigfotos trägt der EV2 eine stark verdeckende Tarnung, durch die sich fast keine Einzelheiten erkennen lassen.

Seine Proportionen scheinen sich jedoch kaum von denen seines Hyundai-Verwandten zu unterscheiden. Wie der Inster wird er wohl ein Stadtauto mit Crossover-Genen sein und dimensionell zwischen dem A-Segment der Kleinstwagen und dem B-Segment der Kleinwagen liegen.

So wie sich die verwandten Modelle Hyundai i10 und Kia Picanto klar voneinander abheben, dürfte dies auch beim EV2 und Inster der Fall sein. Der Kia wird dabei den Gestaltungsprinzipien der Kia-Designsprache „Opposites United“ folgen. Einen guten Eindruck von der möglichen Optik des EV2 vermitteln der EV9 und der EV3: Er dürfte sich eng an ihnen orientieren, allerdings in einem kleineren Format.

Die Nähe zum Inster liefert auch konkrete Hinweise auf die künftige Technik. Anders als die übrigen Elektroautos von Kia basiert der EV2 – ebenso wie der Inster – nicht auf einer speziell für Elektrofahrzeuge entwickelten Plattform. Stattdessen handelt es sich um eine angepasste Basis des i10 und Picanto.

Der Inster ist mit zwei Batterien erhältlich: 42 kWh und 49 kWh. Diese werden jeweils mit 97 PS beziehungsweise 115 PS kombiniert. Alles deutet darauf hin, dass der kommende Kia EV2 dieselben Spezifikationen übernimmt. Entsprechend ist mit einer Reichweite von etwas mehr als 300 km bei der kleineren Batterie und 355 km bei der größeren Batterie zu rechnen.

Zu den weiteren erwarteten Merkmalen zählen Funktionen wie bidirektionales Laden sowie eine umfangreiche technische Ausstattung. Vor allem bei Konnektivität und Fahrerassistenzsystemen soll sie Features bieten, die üblicherweise eher in höheren Fahrzeugsegmenten zu finden sind.

Wann kommt der Kia EV2?

Bis zur Einführung des Kia EV2 wird noch mehr als ein Jahr vergehen. Der Produktionsstart ist für 2025 geplant, die ersten Auslieferungen sollen laut Aussagen von Kia-Chef Song Hu-sung jedoch erst 2026 erfolgen.

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