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Hyundai IONIQ 3: Das neue Elektroauto mit großer Reichweite

Weißer Hyundai Ioniq 3 EV Elektro-SUV in Ausstellungshalle mit moderner Architektur im Hintergrund.

Das Segment der Kleinwagen wächst unaufhörlich. Die Auswahl wird immer größer, und längst dreht sich nicht mehr alles um Verbrennungsmotoren: Hybride und Elektroautos gewinnen in einem der umkämpftesten Bereiche des europäischen Marktes zunehmend an Bedeutung – ein Blick auf die Verkaufszahlen der vergangenen drei Monate genügt.

Trotzdem haben sich die wichtigsten Akteure in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert. Renault Clio, Peugeot 208, Dacia Sandero und Volkswagen Polo bestimmen weiterhin das Geschehen. Bei den Elektroautos tauchen einige dieser Namen erneut auf, ergänzt um Modelle wie den Renault 5 und künftig den Volkswagen ID. Polo.

Um diese etablierte Ordnung aufzubrechen, baut Hyundai sein Angebot weiter aus und verstärkt mit einem neuen Modell seine Elektrostrategie. Der Hyundai IONIQ 3 ist ein rein elektrisches Schrägheckmodell, das wir bereits näher kennenlernen konnten:

Er wirkt wie ein IONIQ 3 N, ist aber keiner

Wie im eingebundenen Video erwähnt, kann der auffällige Auftritt dieses Modells täuschen. Zwar erinnert er an einen kleineren „Bruder“ des IONIQ 5 N, doch der neue IONIQ 3 ist nicht vorrangig auf Performance ausgelegt. Stattdessen übernimmt er die neue Designsprache „Art of Steel“, die sich an der Klarheit von Stahl und dessen markanten Kanten orientiert.

Da wir uns eine N-Line-Version angesehen haben, verfügt sie außerdem über kräftiger gezeichnete Stoßfänger. Dazu kommen 19-Zoll-Räder und ein Heckdiffusor, der stärker ausgeprägt ist, als es bei Fahrzeugen dieser Klasse üblich ist.

Am Heck fällt zudem der große Spoiler auf. Dieses Bauteil bleibt nicht der gezeigten Version vorbehalten, sondern gehört bei allen Varianten zur Ausstattung. Sein Zweck: den Luftwiderstand zu senken und die elektrische Reichweite zu erhöhen, die bei diesem Modell zu den höchsten im Segment zählt. Dazu später mehr.

Hyundai IONIQ 3 mit zahlreichen Ablagen

Den Innenraum des IONIQ 3 hat Hyundai wie ein Wohnzimmer gestaltet: mit vielen Ablagemöglichkeiten und einer Anordnung, die möglichst intuitiv funktionieren soll. Einen ähnlichen Ansatz hatte die Marke bereits beim IONIQ 5 verfolgt.

Das zeigt sich etwa an der von Hyundai als Megabox bezeichneten zusätzlichen Ablage unter dem Kofferraumboden. Sie fasst 119 Liter und bietet Platz für Gegenstände, die so groß wie ein Reisekoffer sein können. Insgesamt verspricht der IONIQ 3 bis zu 441 Liter Kofferraumvolumen und zählt damit zu den geräumigsten Modellen seiner Klasse.

Größte Reichweite im Segment

Unter der Karosserie steht nicht die bekannte E-GMP-Plattform des Hyundai-Konzerns im Mittelpunkt, die hier mit einer 400-V-Elektroarchitektur eingesetzt wird. Vielmehr rückt die Reichweite der Long-Range-Version in den Vordergrund, die möglicherweise die höchste im Segment ist.

Mit einer Batterie mit 61 kWh gibt der neue Hyundai IONIQ 3 mehr als 490 km Reichweite zwischen zwei Ladevorgängen an.

Der Vergleich mit den direkten Wettbewerbern unterstreicht, dass er zu den Elektroautos dieser Klasse mit der größten Reichweite gehören könnte. Der CUPRA Raval und der Renault 5 E-Tech etwa nutzen in ihren größten Ausführungen Batterien mit 52 kWh und erreichen laut Angabe bis zu 450 km beziehungsweise 416 km. Allerdings steht der Renault 5 kurz davor, eine Variante mit größerer Batterie zu erhalten.

Beim „unseren“ Hyundai setzt die Standard-Range-Version auf eine kleinere Batterie mit 42,2 kWh, soll aber dennoch bis zu 335 km weit kommen.

Bei der Leistung fallen die Werte weniger spektakulär aus: Der IONIQ 3 Standard Range leistet 107,8 kW (147 PS), während die Long-Range-Version auf 99,5 kW (135 PS) kommt. Unabhängig davon beträgt das Drehmoment in beiden Fällen 250 Nm.

Wann kommt er nach Deutschland?

Hyundai hat bislang weder den Marktstart des neuen IONIQ 3 bekannt gegeben noch bestätigt, wann er in den einzelnen europäischen Märkten verfügbar sein wird. Auch zu den Preisen gibt es noch keine Angaben. Erwartet wird jedoch, dass die günstigste Version unter 30.000 Euro bleibt – ähnlich wie andere erschwingliche Elektroautos, die derzeit auf den europäischen Markt kommen.

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