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Xiaomi SU7 Ultra mit 1,527 bhp und Gold-Emblem

Nahaufnahme des Xiaomi-Logos auf einer schwarz-gelben Oberfläche mit Carbon-Struktur.

Der serienreife Xiaomi SU7 Ultra ist endlich da – und ausgerechnet eines der Dinge, mit denen niemand gerechnet hätte, ist sein Emblem auf der Motorhaube aus 24-karätigem Gold und Carbonfaser.

Ja, zu den auffälligsten Merkmalen des SU7 Ultra zählt dieses luxuriöse Detail an der Front. Ob das Abzeichen serienmäßig mit einem eigenen Tracker geliefert wird, verrät Xiaomi allerdings nicht.

Xiaomi SU7 Ultra: 1,527 bhp und Nürburgring-Ambitionen

Vom glänzenden Zierrat sollte man sich jedoch nicht allzu sehr ablenken lassen, denn ein weiteres starkes Verkaufsargument des SU7 Ultra sind seine 1,527 bhp. Ganz genau. Als abgespeckter Prototyp stellte er Ende vergangenen Jahres auf dem Nürburgring zumindest inoffiziell Bestzeiten für Elektroautos und viertürige Fahrzeuge auf. Xiaomi will mit dem Serienmodell zurückkehren und geht davon aus, dass die für die Rennstrecke optimierte Batteriekühlung zwei komplette Runden mit maximalem Tempo ermöglicht.

Nach Aussage von Xiaomi-Chef Lei Jun bewegt sich die Leistung des SU7 Ultra „auf Porsche-Niveau“. Der erwähnte Prototyp war auf der Nordschleife allerdings mehr als 20 Sekunden schneller als der Taycan Turbo GT. Auch optisch ist der Einfluss des Taycan kaum zu übersehen: Am SU7 Ultra kommt Carbonfaser reichlich zum Einsatz – beim feststehenden Heckflügel, dem Dach, der Motorhaube und dem hinteren Diffusor.

Der Heckdiffusor arbeitet zudem aktiv und bietet unterschiedliche Einstellungen für Straße und Rennstrecke. Laut Xiaomi erzeugt der SU7 Ultra bis zu 285 kg Abtrieb. Mit drei Elektromotoren, Carbon-Keramik-Bremsscheiben, Akebono-Bremssätteln und speziellen Pirelli-Reifen hat das Auto in China bereits mehrere Rundenrekorde erzielt. Noch in diesem Jahr sollen ein „Rennpaket“ sowie eine „Nürburgring-Nordschleife-Sonderedition“ folgen. Zur Erinnerung: Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt er in lediglich 2.1 Sekunden.

Batterie, Reichweite und Ladezeit

Zum Schutz besitzt die Unterseite der 93.7-kWh-Batterie laut Xiaomi eine „kugelsichere Beschichtung“. Jun zufolge holt die technische Ausstattung des SU7 Ultra zudem „gegen Tesla auf“. Die CLTC-Reichweite liegt bei 391 Meilen beziehungsweise rund 629 km; von 10 auf 80 Prozent lädt der Akku in nur 11 Minuten.

Innenraum mit Massage und umfangreicher Individualisierung

Im Innenraum stehen sowohl ein zentraler Touchscreen als auch physische Tasten zur Bedienung bereit. Der Fahrersitz verfügt über Lautsprecher in der Kopfstütze und lässt sich mit einer „aktiven Flügelunterstützung“ aufwerten – offenbar für einen strafferen Halt im Track-Modus. Beide Vordersitze bieten Belüftung und Massagefunktionen, während sämtliche Sitze mit Heizelementen auf Graphenbasis ausgestattet sind.

Alles lässt sich bis zu einem gewissen Grad individualisieren, selbst der Schminkspiegel: Er bietet drei Farbtemperaturen und verschiedene Helligkeitsstufen. Hallo, wunderschön.

Xiaomi kündigt drei zweifarbige Kombinationen für den Innenraum sowie fünf Lackfarben für die Karosserie an; Parrot Green ist dabei eindeutig unser Favorit. Auf dem chinesischen Heimatmarkt geht die Marke beim Preis äußerst offensiv vor: Mit knapp 58,000 £ beziehungsweise 529k RMB liegt der SU7 Ultra etwa dreißigtausend Pfund unter dem Tesla Model S Plaid.

Wann – oder ob überhaupt – das Modell nach Europa kommt, ist noch offen. Mindestens ein Fahrzeug wird jedoch schon bald in Deutschland Rundenzeiten fahren ...

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