Einige Marken sind wesentlich langlebiger als andere. Wenn es darum geht, mehr als 500.000 Kilometer ohne größere Probleme zurückzulegen, hebt sich eine Marke deutlich vom Rest ab.
„Ich habe Toyota Yaris mit mehr als 500.000 Kilometern auf dem Tacho erlebt, die noch immer wie am ersten Tag fuhren.“ Le Figaro befragte im Juli 2025 mehrere Prüfingenieure, um endgültig zu klären, welche Automarken man bevorzugen sollte und welche besser zu meiden sind. In den Prüfstellen, durch die täglich Dutzende angeschlagene Fahrzeuge laufen, erkennen die Fachleute die Musterschüler ebenso klar wie die Problemfälle der Technik.
Ihre praktischen Erfahrungen decken sich mit den Ergebnissen mehrerer aktueller europäischer Studien. Die Prüfingenieure sind sich einig: Toyota und die Luxusmarke Lexus führen die Zuverlässigkeitsrangliste mit deutlichem Abstand an. Dies wird auch durch eine Befragung von 30.000 europäischen Autofahrern bestätigt, in der Lexus mit einer Bewertung von 9,6 von 10 den ersten Platz belegt.
Toyota: König der Zuverlässigkeit
Der Vorsprung von Toyota ist keineswegs zufällig. Der japanische Hersteller hat seinen Ruf auf einer einfachen Philosophie aufgebaut, bei der Haltbarkeit wichtiger ist als technische Raffinesse. Seine Motoren sind weniger komplex als jene europäischer Marken – und genau darin liegt ihre Stärke.
Toyota Yaris und Prius im harten Alltagseinsatz
Besonders deutlich zeigt sich dieser pragmatische Ansatz bei bekannten Modellen wie dem Yaris und dem Prius. Vor allem bei Pariser Taxifahrern sind sie beliebt, weil sie hohe Laufleistungen zuverlässig bewältigen. „Ein Taxi, das 100.000 Kilometer im Jahr fährt, kann es sich nicht leisten, ständig liegen zu bleiben“, betont der Techniker. Ein Blick auf die Fahrzeuge, für die sich Profis entscheiden, reicht daher aus, um die zuverlässigsten Marken zu erkennen.
Erklären lässt sich diese Situation durch eine andere industrielle Kultur, in der Qualität Vorrang vor kurzfristiger Rentabilität hat.
Europäische Automarken unter Druck
Gegen diese asiatische Dominanz kommen europäische Hersteller nur schwer an. Besonders französische Marken weisen einen besorgniserregenden Rückstand auf. Renault wird häufig wegen mechanischer Probleme genannt, während Stellantis seit dem Debakel um die 1,2-PureTech-Motoren, den Schwierigkeiten durch die Kristallisierung von AdBlue sowie den Problemen mit Takata-Airbags massiv unter Druck steht.
Renault und Peugeot bei den Pannen vorn
Die schwache Bilanz der französischen Marken wird in einer Untersuchung des Versicherers Leocare konkret belegt. Unter fast 10.000 ausgewerteten Assistance-Anfragen erhält Renault die Goldmedaille für Pannen, dicht gefolgt von Peugeot. In Werkstätten macht ein Spruch die Runde: „Solange es Renault gibt, gibt es Arbeit.“
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