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Audi Q4 e-tron Facelift: 592 km Reichweite und Preise unter 47.000 €

Blauer Audi Q4 e-tron steht in moderner Halle neben Ladestation für Elektroautos.

Der in die Jahre gekommene Audi Q4 e-tron erhält ein längst fälliges Facelift. Optisch fallen die Änderungen zwar zurückhaltend aus, technisch legt das Modell jedoch deutlich zu: Reichweite und Ausstattung verbessern sich, während die Preise sinken. Damit wird das SUV förderfähig.

Bislang bin ich den Audi Q4 e-tron noch nicht gefahren. Nach allem, was man hier und dort darüber lesen konnte, habe ich damit offenbar nicht viel verpasst: ein vernünftiges Fahrzeug, das nie wirklich herausragte. Inzwischen ist einige Zeit vergangen, und das deutsche SUV kehrt nun als überarbeitete Version zurück, die in nahezu allen Bereichen besser sein soll. Mehr Reichweite, schnelleres Laden, mehr Ausstattung, niedrigere Preise. Klingt alles vielversprechend – aber stimmt das wirklich?

592 km Reichweite: Das Geheimnis der gefürchteten Effizienz

Ohne Änderungen an den Batterien steigert der Q4 e-tron seine Alltagstauglichkeit. Verantwortlich dafür sind überarbeitete Elektromotoren, die weniger Energie benötigen. Der neue APP350-Antrieb nutzt unter anderem Halbleiter aus Siliziumkarbid, welche die Schaltverluste begrenzen. Zusätzlich kommt in der Kraftübertragung ein neues Schmiermittel mit niedriger Viskosität zum Einsatz, das Reibungsverluste reduziert.

Das klingt nach technischem Fachjargon, sorgt in der Praxis aber für einen um bis zu 10 % niedrigeren Verbrauch. Mit der 77-kWh-Batterie erreicht der Q4 e-tron Sportback somit eine Reichweite von bis zu 592 km. Die weniger windschnittige Standardversion schafft 578 km. Die Quattro-Ausführungen verbrauchen naturgemäß mehr Energie und kommen daher nicht so weit. Neu ist außerdem eine Batterie mit 59 kWh.

Laden in 27 Minuten: Deutlich besser, aber noch kein Spitzenreiter

Das Laden gehörte bisher nicht zu seinen Stärken, und auch nach der Überarbeitung übernimmt der Q4 e-tron hier nicht die Führung. Er bleibt bei einer 400-V-Architektur, kann mit der 77-kWh-Batterie in der Quattro-Konfiguration seine Ladeleistung jedoch leicht erhöhen. Beim Gleichstromladen DC steigt sie von 175 auf 185 kW, wodurch der Ladevorgang von 10 auf 80 % 27 Minuten dauert. Audi geht davon aus, dass sich in 10 Minuten Energie für 185 km Reichweite nachladen lässt.

Für die Einstiegsvariante mit 59-kWh-Batterie nennt die Marke ebenfalls eine ähnliche Zeit für das Laden von 10 auf 80 %. Mit dem 77-kWh-Akku und Hinterradantrieb braucht man dagegen etwas länger, denn dort steigt die Dauer von 10 auf 80 % von 27 auf 29 Minuten. Das ist akzeptabel, liegt inzwischen aber deutlich hinter den besten Modellen. Der neue Mercedes GLA benötigt beispielsweise nur 22 Minuten für den Ladevorgang von 10 auf 80 %.

Innenraum: Der erwartete Technologiesprung beim Audi Q4 e-tron

Während sich außen nur wenig verändert, hat Audi den Innenraum grundlegend umgestaltet – und das Ergebnis wirkt ausgesprochen eindrucksvoll. Die Verarbeitungsqualität steigt merklich. Die von der Marke als „digitale Bühne“ bezeichnete Umgebung erhält zudem ein neues Infotainmentsystem aus dem Q3. Das One Connected Infotainment besteht aus einem 11,9-Zoll-Digitalinstrumentarium und einem 12,8-Zoll-Touchscreen.

Optional ist außerdem ein 12-Zoll-Display auf der Beifahrerseite erhältlich. Das flüssiger arbeitende System bindet ChatGPT ein, sodass Insassen Informationen suchen und auf natürliche Weise mit dem Fahrzeug interagieren können. Ebenfalls neu ist die Mittelkonsole mit zwei belüfteten induktiven Ladeflächen, die jeweils 15 W liefern. Insgesamt wertet der Q4 e-tron seinen Innenraum damit überzeugend auf.

Unter 47.000 €: Der clevere Weg zur CEE-Prämie

Ein Audi war noch nie ein Schnäppchen, und auch der Q4 e-tron bildet keine Ausnahme. Mit dem Facelift sind die Preise allerdings gesunken, und die Einstiegspreise wurden offensichtlich sorgfältig kalkuliert. Die Basisversion mit 59-kWh-Batterie startet bei 45.990 €. Noch besser: Für die 77-kWh-Batterie werden lediglich 1.000 € zusätzlich fällig. Was das bedeutet? Mit einem Preis von 46.990 € ist selbst der große Akku für die CEE-Prämie berechtigt.

Nur die Quattro-Version für 59.990 € kommt nicht für Förderungen infrage. Das ist kein großes Problem, zumal die Serienausstattung umfangreich ausfällt. Allerdings ziehen einige Wettbewerber beim Preis deutlich davon. Das Tesla Model Y beginnt beispielsweise bei 40.990 €, während das Xpeng L03 mit einem Grundpreis von 34.990 € noch stärker unterbietet. Dazu ist die Ausstattung besser. Das gibt zu denken …

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