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Neuer Jeep Compass: Welche Version ist die richtige?

Weißer Jeep Compass EV Elektro-SUV in moderner Ausstellung mit grüner Wandbeleuchtung.

Der neue Jeep Compass gehört zu den tragenden Säulen der Europastrategie der Marke. Gebaut wird er im italienischen Werk Melfi, einer der modernsten Produktionsstätten von Stellantis. Die neue Generation ist mehr als eine Weiterentwicklung: Sowohl bei den Antrieben als auch bei der technischen Basis steht sie für einen grundlegenden Wandel.

Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen Jeep Compass und helfen bei der Entscheidung, welche Version die richtige ist.

Was ist der Jeep Compass?

Der Jeep Compass ist ein Modell der Kompaktklasse und zählt weltweit zu den wichtigsten Fahrzeugen der Marke. Seit seiner Einführung wurden mehr als 2,5 Millionen Exemplare verkauft.

In der neuen Generation wächst er auf rund 4,55 Meter Länge und nutzt die Plattform STLA Medium. Sie wurde für elektrifizierte Modelle der Kompakt- und Mittelklasse entwickelt. Trotz seiner größeren Abmessungen bleibt der Compass ein ausgewogenes Angebot, das Stadttauglichkeit mit Platz für die Familie verbindet.

Zu den wesentlichen Fortschritten gehört das größere Platzangebot: Hinten stehen 55 mm mehr Beinfreiheit zur Verfügung, während neue Ablagen im Innenraum zusammen 34 Liter zusätzlichen Stauraum bieten. Der Kofferraum fasst bis zu 550 Liter und damit 45 Liter mehr als beim Vorgänger. Die im Verhältnis 40/20/40 umklappbaren Rücksitze erhöhen die Flexibilität im Alltag zusätzlich.

Innenraum und Technik des Jeep Compass

Im Innenraum fällt die Weiterentwicklung deutlich aus und macht den Jeep Compass innerhalb seines Segments konkurrenzfähig.

Alle Versionen verfügen serienmäßig über ein digitales 10-Zoll-Kombiinstrument und einen zentralen 16-Zoll-Bildschirm. Das System unterstützt drahtlose Updates (OTA), sodass die Software während des gesamten Fahrzeuglebenszyklus aktuell gehalten werden kann. Hinzu kommen dauerhaft verfügbare vernetzte Dienste.

Ebenfalls an Bord sind Fahrassistenzfunktionen der Stufe 2, Parksensoren, eine Rückfahrkamera, umfassende Konnektivität und zahlreiche weitere Fahrerassistenzsysteme.

Höhere Ausstattungen bieten unter anderem Felgen mit bis zu 20 Zoll, Matrix-LED-Scheinwerfer, beheizbare Sitze und den beleuchteten Kühlergrill mit 7 Schlitzen. Damit rückt der Compass näher an Angebote höherer Fahrzeugklassen heran.

Optional sind ein Head-up-Display, eine elektrische Heckklappe sowie Sitze mit Belüftungs- und Massagefunktion erhältlich. Zu den weiteren verfügbaren Funktionen zählt ein halbautomatischer Spurwechsel.

Drei Antriebe für unterschiedliche Einsätze

Das Angebot des neuen Jeep Compass ist umfassender denn je: Zur Wahl stehen Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und rein elektrische Antriebe.

Der e-Hybrid nutzt ein 48-Volt-System mit 145 PS. Es verbindet einen 1,2-Liter-Turbobenziner mit 136 PS mit einem Elektromotor, der 21 kW (28 PS) leistet. Die Kraft gelangt über ein Sechsgang-Doppelkupplungsautomatikgetriebe an die Vorderräder. Der angegebene Verbrauch liegt zwischen 5,6 und 5,8 l/100 km. Als einfachste und günstigste Lösung der Compass-Baureihe eignet sich diese Version für die Stadt, ohne dass sie geladen werden muss.

Der e-Hybrid Plug-in leistet 225 PS und fährt bis zu 81 km rein elektrisch. So lassen sich Alltagsstrecken emissionsfrei und mit kontrollierbaren Kosten zurücklegen, während für längere Reisen weiterhin die volle Reichweite zur Verfügung steht.

Die größte Neuheit der Baureihe ist jedoch das rein elektrische Angebot mit mehreren Konfigurationen. Das Einstiegsmodell kombiniert 213 PS (157 kW) und Frontantrieb mit einer Batterie von 74 kWh. Damit erreicht es eine Reichweite von bis zu rund 500 km nach WLTP. Funktionen wie der One-Pedal-Drive-Modus sollen die Effizienz in der Stadt erhöhen. Die stärkeren Versionen leisten bis zu 375 PS und können dank eines eigenen Elektromotors an der Hinterachse mit Allradantrieb ausgestattet sein.

Diese Konfiguration bietet mehr Traktion und bewältigt auch anspruchsvollere Steigungen bei geringer Bodenhaftung. Wer mit einem elektrischen Jeep ins Gelände fahren möchte, sollte daher diese Version in Betracht ziehen. Ein weiteres Merkmal des stärksten Elektroantriebs ist die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund 5,5 Sekunden.

Die Reichweite kann bis zu 650 km betragen, womit der Compass zu den maßgeblichen Modellen seines Segments zählt. Am Gleichstrom-Schnelllader sind bis zu 160 kW möglich; der Ladestand steigt damit in etwa 30 Minuten von 20 auf 80 %.

Geländetauglichkeit? Ja, es ist ein Jeep

Auch mit elektrifizierten Antrieben hält Jeep an seinen Geländeeigenschaften fest und hat diese beim neuen Compass sogar verbessert. Die Bodenfreiheit beträgt 200 mm und damit 10 mm mehr als beim Vorgänger. Für den Geländeeinsatz nennt Jeep einen Böschungswinkel von bis zu 20° vorn und 26° hinten sowie einen Rampenwinkel von 15°. Die Wattiefe liegt bei bis zu 470 mm. Das serienmäßige Selec-Terrain-System passt das Fahrverhalten an unterschiedliche Untergründe an.

Bei den Allradversionen fällt die Geländetauglichkeit noch höher aus: Sie bieten bessere Winkel und verfügen zudem über eine Bergabfahrhilfe.

Welche Version sollte ich kaufen?

Die Wahl des Antriebs hängt beim Jeep Compass vor allem davon ab, wie das Fahrzeug genutzt wird. Auch die Frage, ob der Kauf privat oder über ein Unternehmen erfolgt, spielt eine Rolle.

Der Jeep Compass e-Hybrid ist die unkomplizierteste und direkteste Wahl für alle, die effizient fahren möchten, ohne ihre Gewohnheiten zu ändern. Wer zu Hause, in der Nähe des Wohnorts oder am Arbeitsplatz nicht laden kann, findet darin möglicherweise die bequemste Lösung. In Portugal ist er ab 39.000 Euro erhältlich.

Der Jeep Compass e-Hybrid Plug-in bietet eine interessante Mischung aus elektrischem Fahren und Flexibilität auf langen Strecken. Seine elektrische Reichweite von 81 km ermöglicht tatsächlich rein elektrische Fahrten; ist die Batterie leer, muss man keinen Ladestopp einlegen.

Unterwegs lässt sich der Benzintank in wenigen Minuten auffüllen und die Fahrt fortsetzen. Damit kann diese Version vielseitiger sein als ein rein elektrisches Modell und erlaubt zugleich, tägliche Wege elektrisch und zu geringeren Kosten zurückzulegen. Beim Kauf über ein Unternehmen können außerdem besondere Vorteile zugänglich sein.

Wichtig ist allerdings, die Batterie zu laden. Daher sollten regelmäßige Lademöglichkeiten vorhanden sein, um alle Vorzüge des Systems nutzen zu können. Der Jeep Compass e-Hybrid Plug-in wird in Portugal zu Preisen ab 48.000 Euro angeboten.

Der rein elektrische Jeep Compass bietet die beste Fahrleistung der Baureihe und potenziell niedrigere Betriebskosten, sofern eine private Lademöglichkeit vorhanden ist. Für Unternehmen ist er auch steuerlich am günstigsten, da mehr Abzüge und Steuerbefreiungen möglich sind. In Portugal beginnen die Preise bei 49.750 Euro.

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