Eine Änderung, die alles andere als unumstritten ist.
Wer Waze oder Google Maps täglich nutzt, hat die neuen Routenvorschläge möglicherweise bereits bemerkt. Bei den beiden bei französischen Nutzern beliebten Diensten handelt es sich um eine weitreichende Anpassung: Statt der kürzesten Strecke werden nun Routen mit der geringsten Umweltbelastung bevorzugt, wie Le Journal du Geek berichtet.
Waze und Google Maps setzen auf umweltfreundlichere Routen
Diese Neuerung kommt nicht von ungefähr, sondern geht auf die von der Regierung erlassene Verordnung Nr. 2022-1199 zurück. Sie verpflichtet digitale Mobilitätsplattformen dazu, die am wenigsten schadstoffintensiven Strecken hervorzuheben.
Der inzwischen geltende Text legt fest: „Digitale Dienste, die multimodale Mobilität erleichtern sollen, heben Routenvorschläge hervor, deren Auswirkungen hinsichtlich der Treibhausgasemissionen am geringsten sind.“ Außerdem müssen die Anwendungen eine Alternative anbieten, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h niedriger liegt, sobald eine Strecke einen Abschnitt mit einer erlaubten Geschwindigkeit von mindestens 110 km/h enthält, so die Kollegen weiter.
Ähnliche Anpassungen in der Île-de-France
Theoretisch bringt diese Änderung für Nutzer von Google Maps und Waze deutliche Vorteile. Sie können ihren CO2-Fußabdruck einsehen und sich bewusst für eine umweltfreundlichere Route entscheiden, um die Umwelt zu schonen und CO2-Emissionen zu senken. Allerdings dauern diese Wege in den meisten Fällen länger als früher – was, wie einige Online-Kommentare zeigen, nicht bei allen gut ankommt.
Le Journal du Geek verweist zudem auf das Beispiel der Region Île-de-France. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Paris 2024 hatte sie Google Maps gebeten, seine Funktionsweise anzupassen und alternative Routen zu bevorzugen. Damit sollte eine mögliche Überlastung des Verkehrs verhindert werden.
Île-de-France Mobilités soll Staus reduzieren
Die Anwendung „Île-de-France Mobilités“ wurde ihrerseits genau dafür entwickelt, den Verkehr flüssiger zu gestalten und Staus zu begrenzen. Sie empfiehlt also nicht zwingend die persönlich kürzeste Strecke, sondern jene Route, die den Autofahrern und Einwohnern insgesamt zugutekommt.
Laurent Probst, Generaldirektor des Verkehrsverbunds der Île-de-France, erklärte gegenüber Ouest-France: „Wenn sie es nicht tun, muss der Staat die notwendigen Entscheidungen treffen. Man wird sie auffordern, ihre Anwendung zu schließen. Es geht um die öffentliche Sicherheit.“
Haben Sie diese Änderungen bei Waze und Google Maps bereits festgestellt? Unterstützen Sie sie, oder bevorzugen Sie die frühere Funktionsweise? Teilen Sie Ihre Meinung gern in den Kommentaren.
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