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Neuer Citroën C5 Aircross: größer, besser und günstiger – erstmals elektrisch

Weißer Citroën E-CS Aircross Elektro-SUV an Ladestation in modernem Innenraum.

Der neue Citroën C5 Aircross ist größer und besser geworden, zugleich aber günstiger. Zudem gibt es ihn erstmals als rein elektrischen ë-C5 Aircross, den wir bereits gefahren sind.


Seit 2018 wurden mehr als eine halbe Million Exemplare des Citroën C5 Aircross verkauft. Viele davon erfüllen vermutlich noch heute zuverlässig die Rolle des Familienautos. Nun steht jedoch die zweite Generation des SUV bereit.

Vom Vorgänger bleibt im Grunde nur der Name. Der neue C5 Aircross basiert auf der STLA-Medium-Plattform, trägt ein vollständig neues Design – einschließlich des neuen Markenlogos – und startet erstmals auch als rein elektrischer ë-C5 Aircross. Diesen haben wir auf Mallorca gefahren.

Das gefahrene Modell besitzt eine Batterie mit 73 kWh nutzbarer Kapazität sowie einen Elektromotor mit 157 kW (213 PS). Das System soll nach WLTP eine maximale Reichweite zwischen 498 km und 520 km ermöglichen.

Neues Design, bessere Aerodynamik und höhere Effizienz

Bereits auf dem Hotelparkplatz ist der neue Citroën ë-C5 Aircross eindeutig als Modell der Marke zu erkennen, obwohl er sich klar vom Vorgänger absetzt. Er wirkt präsenter auf der Straße, sportlicher und in vielen Linien deutlich raffinierter. Die Matrix-LED-Scheinwerfer sowie die neue Lichtsignatur mit drei Elementen unterstreichen den moderneren Auftritt zusätzlich.

Obwohl er optisch kompakter erscheint, ist der neue Citroën C5 Aircross deutlich größer als sein Vorgänger. Er ist breiter und länger, erreicht an der Oberkante der Dachreling aber dieselbe Höhe wie zuvor: 1,691 m. Weniger auffällig sind der auf 2,784 m gewachsene Radstand und die größere Spurweite vorne wie hinten. Die Bodenfreiheit bleibt bei rund 20 cm.

Technologisch geprägter Innenraum

Während die Weiterentwicklung des neuen Citroën C5 Aircross außen bereits deutlich sichtbar ist, fällt die Veränderung im Innenraum noch umfassender aus. Unabhängig von den Konzeptbegriffen der Marke genügt es, einzusteigen und am Steuer Platz zu nehmen, um zu erkennen, wie stark sich das größte Citroën-SUV entwickelt hat.

Im Mittelpunkt steht zweifellos der neue, vertikal ausgerichtete 13-Zoll-Touchscreen, den Citroën „Waterfall Screen“ beziehungsweise Kaskadenbildschirm nennt. Hinter der auffälligen Bezeichnung verbirgt sich eine einfache Lösung, doch der Bildschirm scheint tatsächlich vom Armaturenbrett bis zur Mittelkonsole zwischen den Sitzen zu schweben. Er liegt zudem direkt in Griffweite, bündelt den Großteil der Systemfunktionen und Einstellungen und reagiert flüssig sowie schnell auf Eingaben.

Vor dem Fahrer sitzt ein kompaktes Lenkrad – wenn auch nicht ganz so klein wie bei Peugeot. Das Kombiinstrument ist vollständig digital und lässt sich in seiner Darstellung individualisieren. Auf einigen Ansichten kann das Energiemanagement des Systems in Echtzeit verfolgt und der Verbrauch durch die Fahrweise optimiert werden.

In der zum Test bereitgestellten Business-Ausstattung funktionieren Android Auto und Apple CarPlay kabellos. Außerdem gehören ein 3D-Navigationssystem, Sprachsteuerung mit künstlicher Intelligenz von ChatGPT sowie eine Ambientebeleuchtung mit acht wählbaren Farben dazu.

Citroën C5 Aircross: Platzangebot und Komfort

Das Ambiente wirkt einladend und die Verarbeitungsqualität ist gut, auch wenn bei manchen Materialien noch Luft nach oben bleibt. Der eigentliche Schwerpunkt liegt jedoch eindeutig auf dem Komfort. Schon der frühere Citroën C5 Aircross hatte hier eine seiner großen Stärken, beim neuen Modell tritt sie noch klarer hervor.

Ohne Übertreibung zählen die Advanced-Comfort-Sitze zu den besten im Segment: Sie sind groß, weich gepolstert und bieten elektrische Verstellung, Heizung, Belüftung sowie sogar eine Massagefunktion. Den heimischen Bürostuhl würde ich problemlos gegen einen solchen Sitz tauschen – allerdings nur mit Rollen. Neu sind außerdem verstellbare Seitenwangen, die das Erlebnis weiter verbessern.

In der zweiten Reihe steht ausgesprochen viel Platz zur Verfügung, die Rückenlehnen lassen sich zwischen 21° und 33° neigen. In der Mitte befindet sich eine umklappbare Armlehne, und der Komfort dieses Platzes liegt nicht allzu weit hinter dem der äußeren Sitze zurück – bedauerlich bleibt allerdings der Wegfall von drei einzelnen, gleich großen Rücksitzen. Dazu kommen Luftausströmer, zwei USB-C-Anschlüsse und der beste Blick auf das optionale Panorama-Glasdach.

Der Kofferraum fasst 651 Liter – unabhängig von der gewählten Antriebsart, also Elektro, Plug-in-Hybrid oder Mildhybrid. Unter dem Ladeboden nimmt kein Bauteil verfügbaren Stauraum weg.

Unterwegs im Citroën ë-C5 Aircross

Der Citroën ë-C5 Aircross, den wir auf den guten Straßen Mallorcas fahren konnten, bietet ein Fahrerlebnis, das auf Komfort und Effizienz ausgerichtet ist. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt er in zügigen 8,9 s, doch das war nie sein Hauptaugenmerk.

Vorrang hat eindeutig der Federungskomfort. Hier bleiben die Aufhängungen mit progressiven hydraulischen Anschlägen eine Referenz. Wie souverän sie Unebenheiten schlucken und die Karosserie stabil halten, ist beeindruckend – und bestätigt den Eindruck eines echten „fliegenden Teppichs“, wie Citroën ihn gern bezeichnet.

Die Geräuschdämmung ist selbst mit 20-Zoll-Rädern und Reifen mit niedrigerem Querschnitt ausgezeichnet. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und präzise, während die Fahrmodi Eco, Normal und Sport die Leistungsentfaltung anpassen, ohne die entspannte DNA dieses französischen SUV zu verändern. Für die Rekuperation stehen drei Stufen zur Verfügung, die über Schaltwippen am Lenkrad gewählt werden.

Preis des ë-C5 Aircross in Portugal und verfügbare Modellpalette

Zu den möglicherweise überraschendsten Aspekten der zweiten Generation des Citroën C5 Aircross gehört, dass sie in Portugal zu niedrigeren Preisen als die entsprechenden Versionen des Vorgängers angeboten wird. Beim Hybrid 145 mit 48-Volt-Mildhybrid und 145 PS starten die Preise für die Einstiegsversion You bei 33.490 Euro. Das sind mehr als 4.000 Euro weniger als zuvor.

Beim rein elektrischen ë-C5 Aircross ist ein Vergleich mit dem Vorgänger nicht möglich, da diese Variante erst mit der neuen Generation eingeführt wird: Die Preise beginnen bei 40.690 Euro für die Version You. Damit ist er gegenüber dem verwandten Peugeot e-3008 mit identischem Antrieb und derselben Batterie, dessen Preise bei 47.250 Euro starten, vorteilhaft positioniert.

Der ë-C5 Aircross, den wir fahren konnten, war die Business-Version. Sie liegt in der Mitte der Ausstattungspalette, bietet aber deutlich mehr Ausstattung und kostet 44.790 Euro.

Wie der Name nahelegt, richtet sie sich an Geschäftskunden, die in Portugal den weitaus größten Anteil der Käufer neuer Elektrofahrzeuge ausmachen. Zur Serienausstattung zählen unter anderem 19-Zoll-Räder, Advanced-Comfort-Sitze mit Lordosenstütze, Schnellladen mit bis zu 160 kW – von 20 % auf 80 % in nur 30 Minuten – sowie ein umfangreiches Paket an Fahrerassistenzsystemen.

Später im Jahr 2026 wird der neue Citroën C5 Aircross auch mit einem Plug-in-Hybridsystem erhältlich sein, das wir ebenfalls fahren konnten. Das System leistet 195 PS und kann im Stadtverkehr problemlos mehr als 100 km Reichweite ermöglichen, ohne den Verbrennungsmotor einzusetzen.

Urteil

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