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Kia EV2: Das kompakte Elektroauto mit großen Ambitionen

Blaues Kia EV2 Elektro-SUV, moderne Front mit LED-Scheinwerfern, geparkt auf Betonfläche bei bewölktem Himmel.

Keine Überraschung, wo sich dieses Modell in der Palette einordnet. Willkommen beim Kia EV2, dem kleinen Bruder von EV3, EV4, EV6 und EV9. Wobei „klein“ nicht ganz zutrifft: Kia betont, dass er geräumig und vielseitig genug sein soll, um in einem Haushalt das Hauptauto zu werden.

Es lebe also das kleine – beziehungsweise nicht ganz so kleine – Auto. Der EV2 ist ein Kleinwagen mit stärkerem Crossover-Einschlag und tritt damit gegen Modelle wie den auffälligen Renault 4 und den Ford Puma Jenny – Verzeihung, Gen-E – an. Er fällt etwas kürzer aus als beide, liegt bei der Länge eher auf dem Niveau des Peugeot e-208 und wird wahlweise als Fünfsitzer oder als Viersitzer mit verschieb- und neigungsverstellbaren Rücksitzen angeboten. Schick.

Kia EV2: Viel Ausstattung im kompakten Format

Großes-Auto-Ambitionen in einem kleinen Auto – so lautet jedenfalls das Versprechen. „Indem der EV2 Ausstattungsmerkmale aus höheren Segmenten in ein Elektro-Einstiegsmodell bringt, erweitert er die Attraktivität des elektrischen Fahrens“, erklärte Sjoerd Knipping, Chief Operating Officer von Kia Europe.

Beim Antrieb stehen zwei Batterien zur Auswahl: Ein Akku mit 42,2 kWh soll eine Reichweite von 317 km ermöglichen, während die 61-kWh-Version bis zu 447 km schaffen soll. Beide WLTP-Werte stehen noch unter Vorbehalt, doch damit lässt sich ohne Zwischenstopp bereits eine ordentliche Strecke zurücklegen.

Auch das Nachladen soll zügig funktionieren. Der EV2 basiert auf einer 400-Volt-Architektur und kann an einem ausreichend leistungsstarken DC-Schnelllader in 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Außerdem unterstützt er AC-Laden zu Hause mit 11 kW beziehungsweise 22 kW, was naturgemäß mehr Zeit beansprucht.

Assistenzsysteme, Platzangebot und Infotainment

Mindestens ebenso umfangreich ist die Liste der Fahrerassistenzsysteme. Um das Fahren zu erleichtern, sind unter anderem ein Autobahnassistent, Kollisionsvermeidungstechnik, Tempomat, Totwinkelüberwachung, Rundumsicht und Parkassistent an Bord.

Interessanterweise sagt Kia nichts über Fahrdynamik, Fahrwerk oder das Fahrgefühl. Stattdessen rückt der Hersteller die Alltagstauglichkeit in den Mittelpunkt: viel Bein- und Kopffreiheit, 403 Liter Kofferraumvolumen bei nach vorn geschobenen Rücksitzen sowie einen 15-Liter-Frontkofferraum. Hinzu kommt ein Infotainmentsystem mit drei Bildschirmen: ein 12,3-Zoll-Fahrerdisplay, ein 5,3-Zoll-Display für die Klimasteuerung und ein zentraler 12,3-Zoll-Touchscreen. Und natürlich spielt auch das Design eine Rolle.

Der EV2 zeigt sich groß, kräftig und kantig und folgt konsequent der Designsprache von Kias Elektro-Modellreihe. Dazu zählen vertikale Tagfahrleuchten, eine aufrechte, SUV-ähnliche Haltung sowie Räder von 16 bis 19 Zoll. Modelle in GT-Line-Ausstattung erhalten zusätzlich hochglänzende schwarze Akzente, die außen für einen besonders stilbetonten Auftritt sorgen.

„Als unser kompaktestes Elektrofahrzeug kombiniert er mutiges Design mit modernsten Fortschritten beim Laden, bei der Konnektivität und bei der Sicherheit“, sagte Soohang Chang, Chef von Kia Europe. „Die Produktion des EV2 in der Slowakei unterstreicht unser Engagement für Europa und stellt sicher, dass dieses Modell die Bedürfnisse und Erwartungen von Fahrerinnen und Fahrern auf dem gesamten Kontinent widerspiegelt.“

Die Preise will Kia zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Der EV3 startet mit der Einstiegsbatterie von 58,3 kWh bei £33.000 – das vermittelt zumindest einen Eindruck davon, in welcher Größenordnung der EV2 liegen könnte. Es lebe das kleine – beziehungsweise nicht ganz so kleine – Auto, oder?

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