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König der Niederlande Willem-Alexander verabschiedet sich von der Boeing 737 bei KLM

Pilot in Uniform steht vor einer blauen Propellermaschine auf dem Rollfeld bei Sonnenuntergang.

Nach seinem letzten Boeing-Flug für KLM hat der König der Niederlande seine Laufbahn auch im offiziellen Regierungsflugzeug beendet. Damit nahm er endgültig Abschied vom Jet Boeing 737.

Die als PH-GOV registrierte Boeing 737-700 wurde ab Werk als VIP-Flugzeug konfiguriert und trägt die Bezeichnung BBJ1. Sie dient seit 2018 der niederländischen Regierungsspitze; König Willem-Alexander war der erste Pilot des Flugzeugs.

Seinen abschliessenden Einsatz absolvierte er heute (07): Seine Majestät steuerte die BBJ1 von Venedig nach Amsterdam. Nach der Landung am Flughafen Schiphol erhielt Alexander zum Andenken an seine acht Jahre im niederländischen „Präsidenten“-737 ein kleines Geschenk.

Bereits im vergangenen Monat hatte er sich von der kommerziell eingesetzten Boeing 737 verabschiedet. Damals führte er seinen letzten Flug mit diesem Muster für KLM durch und flog dabei die Variante 737-800.

König Willem-Alexander und seine Laufbahn in der Luftfahrt

Alexanders Verbindung zur Fliegerei reicht bis in die 1980er-Jahre zurück. 1985 erwarb er seine Privatpilotenlizenz, zwei Jahre später folgten weitere Flugberechtigungen. Während seines Studiums absolvierte er zusätzliche theoretische Schulungen. Diese ermöglichten ihm, in Kenia ehrenamtlich als Pilot für Organisationen aus den Bereichen medizinische Hilfe und Umweltschutz tätig zu sein, darunter AMREF und der kenianische Wildtierdienst.

1989 erhielt der damalige Prinz die erforderliche Musterberechtigung für grosse mehrmotorige Flugzeuge. 1994 überreichte ihm sein Vater, Prinz Bernhard, anschliessend das militärische Grossflugzeug-Brevet. Seit 2001 besitzt der König die Verkehrspilotenlizenz (ATPL), eine der höchsten Qualifikationen der zivilen Luftfahrt. Zudem ist Alexander für die Cessna C208 Caravan sowie für das militärische Transportflugzeug C-130 Hercules zugelassen.

Um seine Flugstunden aufrechtzuerhalten, fliegt Willem-Alexander seit vielen Jahren unentgeltlich als Gastpilot für KLM. Bis zur Mitte des Jahres 2017 war er sowohl mit der früheren Regierungsmaschine PH-KBX als auch mit Fokker-70-Flugzeugen der regulären KLM-Cityhopper-Flotte unterwegs.

Vom Fokker 70 zur Boeing 737 bei KLM und der Regierung

Noch 2017 begann der Monarch seine operationelle Umschulung auf die Boeing 737 und erhielt im Juni desselben Jahres die Zulassung. Nach Angaben der niederländischen Regierung fiel die Entscheidung für den Musterwechsel bereits, bevor der Austausch des offiziellen Regierungsflugzeugs eingeleitet wurde.

KLM Cityhopper stellte den Betrieb der Fokker 70 Ende 2017 ein. Im gleichen Zeitraum bestätigte die niederländische Regierung die Wahl einer Boeing 737 Business Jet als neues offizielles Flugzeug des Landes.

Da KLM die 737 nun ausmustert, wird Alexander die beiden Flugzeuge nicht parallel fliegen – obwohl die Regierung die BBJ weiterhin betreibt und er rechtlich auch Airbus-Jets der A320neo-Familie neben der Boeing fliegen dürfte.

Ausschlaggebend ist die operative Sicherheit: Da sich beide Flugzeugtypen deutlich unterscheiden und verschiedenen Philosophien folgen, gilt der wechselnde Einsatz auf beiden Mustern als nicht empfehlenswert. Er könnte zu Verwechslungen bei Abläufen führen, die bei einigen Unfällen nachweislich tödliche Folgen hatten.

Der König der Niederlande wird folglich nur noch bei kommerziellen KLM-Flügen im Cockpit zu sehen sein. So setzt er seine Leidenschaft für das Fliegen und seinen Dienst für das Land fort, denn für seine Tätigkeit bei der Fluggesellschaft erhält er keine Vergütung.

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