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Kia EV4: Der neue Elektro-Kompaktwagen in fünf Punkten

Weißer Kia EV4 Elektroauto in modernem Showroom neben Ladestation stehend.

Kia erlebt derzeit eine seiner erfolgreichsten Phasen und will das Tempo weiter hoch halten. Mehrere Neuheiten stehen bereits in den Startlöchern, doch als Nächstes kommt der EV4: Mit diesem vollelektrischen Modell greift die südkoreanische Marke im Segment der kompakten Familienautos an, das weiterhin zu den beliebtesten gehört.

Für Kias europäische Ziele besitzt diese Fahrzeugklasse seit jeher eine besondere Bedeutung. Als der Hersteller begann, Fahrzeuge in Europa speziell für europäische Kundinnen und Kunden zu entwickeln und zu bauen, entstand daraus der erfolgreiche Ceed. Zwei Jahrzehnte und drei Generationen später übernimmt der EV4 dessen Rolle und wird zugleich zum ersten Elektroauto von Kia, das auf europäischem Boden produziert wird.

Im Folgenden stellen wir den Kia EV4 in fünf zentralen Punkten vor. Das Modell kann in Portugal bereits bestellt werden; die Preise starten bei 36 700 Euro.

Hatchback oder Fastback: Welche Variante passt besser?

Das Design des Kia EV4 dürfte für Gesprächsstoff sorgen. Als erstes Nicht-SUV-Modell der Marke übernimmt er die Designsprache „Opposites United“ und kombiniert einen robusten Auftritt mit Details wie der Star-Map-Lichtsignatur. Diese Gestaltung ist inzwischen ein fester Bestandteil der Markenidentität und prägt auch die jüngsten Kia-Modelle.

In Portugal wird der EV4 in zwei Karosserieformen angeboten: als Hatchback, also fünftürige Schräghecklimousine mit zwei Volumen, oder als Fastback, eine viertürige Stufenhecklimousine mit drei Volumen. Der Unterschied zwischen beiden Varianten ist klar erkennbar.

Beim EV4 Fastback fällt der hintere Karosseriebereich um 30 cm länger aus. Das wirkt sich unmittelbar auf das Kofferraumvolumen aus: Es beträgt 490 Liter statt 435 Liter beim zweivolumigen EV4.

Die zweite Sitzreihe ist bei beiden Ausführungen identisch und soll großzügige Platzverhältnisse bieten. Dazu tragen der lange Radstand von 2,82 m sowie der ebene Fahrzeugboden bei.

Abgesehen davon verfügen der fünftürige EV4 und der EV4 Fastback über exakt dieselben Eigenschaften. Die Wahl der Karosserieform hängt somit allein vom persönlichen Geschmack oder vom individuellen Bedarf ab.

Technologie als Stärke des Kia EV4

Während das Außendesign des Kia EV4 polarisiert, setzt die Marke im Innenraum auf ein minimalistisches, zugleich sehr technologieorientiertes Konzept. Das Armaturenbrett verbindet beispielsweise das digitale Kombiinstrument mit dem Infotainmentsystem zu einer Anzeige mit 30″ Diagonale, die in allen Ausstattungsvarianten serienmäßig an Bord ist.

Das System unterstützt außerdem kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Hinzu kommen ein USB-C-Anschluss mit 100 W sowie in den besser ausgestatteten Versionen eine kabellose Ladeschale für Smartphones.

Obwohl Bildschirme einen Großteil der Informationen und Funktionen bündeln, bleibt Sicherheit einer der wesentlichen Grundpfeiler von Kia. Für eine hohe Bedienbarkeit, mehr Komfort und Sicherheit gibt es daher physische Schnelltasten für die wichtigsten EV4-Funktionen sowie ein ausschließlich der Klimatisierung gewidmetes Bedienfeld.

Zwei Batterien zur Auswahl

Der Kia EV4 kommt in Portugal mit zwei Batterieoptionen auf den Markt: 58,3 kWh oder 81,4 kWh. Selbst mit dem kleineren Akku, der ausschließlich für den Hatchback erhältlich ist, fällt die Reichweite bereits beachtlich aus und liegt bei bis zu 440 km im kombinierten WLTP-Zyklus.

Wer längere Reisen mit der Familie plant, sollte jedoch zur Batterie mit 81,4 kWh greifen. Damit steigt die Reichweite auf 594 km beim fünftürigen EV4 und auf 617 km beim EV4 Fastback, jeweils im kombinierten WLTP-Zyklus.

Bei einem vollelektrischen Fahrzeug ist die Entscheidung zwischen einer günstigeren Variante mit geringerer Reichweite und einer kostspieligeren Version für längere Strecken besonders wichtig.

Beim Kia EV4 fällt diese Wahl leicht, denn beide Akkuvarianten ermöglichen Reichweiten, die ihn zu den Besten seines Segments zählen lassen. Möglich macht das die E-GMP-Plattform, auf der auch der EV6 und der EV9 basieren.

Unabhängig von der gewählten Batterie bleibt die Leistung des an der Vorderachse montierten Elektromotors gleich. Der EV4 leistet 150 kW (204 cv) und entwickelt 283 Nm. Das reicht für sehr überzeugende Fahrleistungen, wie die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,4s mit der 58,3-kWh-Batterie beziehungsweise 7,7s mit der 81,4-kWh-Batterie zeigt.

Drei Ausstattungsniveaus

Kias neues elektrisches Kompakt-Familienauto wird in Portugal in drei Ausstattungslinien angeboten: Drive, Tech und GT-Line.

Drive ist die günstigste Linie und ausschließlich mit der kleineren Batterie erhältlich. Trotz der Position als Einstiegsversion ist die Serienausstattung umfassend. Nahezu alle Fahrerassistenzsysteme sind ebenso vorhanden wie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik.

Darüber rangiert die Ausstattung Tech, die bereits die 81,4-kWh-Batterie nutzt und zusätzliche Komfort- sowie Ausstattungsmerkmale bietet. Dazu zählen elektrisch verstellbare Sitze mit Bezügen aus Kunstleder, ein kabelloses Ladesystem, abgedunkelte hintere Scheiben und 19″-Räder; beim Drive sind es 17″.

Die GT-Line bildet die Spitze des Angebots und hebt sich zudem durch ihren sportlicheren Auftritt ab, einschließlich 19″-Rädern mit eigenständigem Design. Darüber hinaus umfasst sie Sitzheizung, eine elektrische Heckklappe, die „Ice Cube“-Lichtsignatur und teilautomatisiertes Fahren der Stufe 2.

Was kostet der Kia EV4?

Der neue Kia EV4 kann in Portugal bereits ab 36 700 Euro bestellt werden. Dieser Preis gilt für die fünftürige zweivolumige Ausführung mit 58,3-kWh-Batterie und beinhaltet weder Zulassungs- und Transportkosten noch Metallic-Lackierung. Der EV4 Fastback ist dagegen ausschließlich mit dem größeren Akku und in der Ausstattung GT-Line verfügbar, was den Preis von 47 200 Euro erklärt.

Für Geschäftskunden beginnt der Preis des fünftürigen Kia EV4 bei 30 890 Euro (+IVA). Beim EV4 Fastback geht es bei 38 205 Euro (+IVA) los.

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