Vergessen Sie alles, was Sie über Autos zu wissen glauben. Der Fiat Panda stellt beinahe jede dieser Regeln infrage. Die aktuelle Generation ist seit 2011 auf dem Markt und wird uns noch bis mindestens 2027 erhalten bleiben.
Diese außergewöhnliche Langlebigkeit zeigt, dass einfache, ehrliche und technisch wenig komplizierte Fahrzeuge im Automarkt weiterhin ihren Platz haben. Das belegen auch die Panda-Verkäufe, die vor allem in Italien – wo er eine Institution „auf Rädern“ ist – keinerlei Anzeichen einer Abschwächung zeigen.
Möglicherweise will Fiat den Panda-Faktor deshalb in seiner Modellpalette verdoppeln. Soeben wurden die ersten Bilder des neuen Fiat Grande Panda veröffentlicht. Wie die Bezeichnung bereits verrät, handelt es sich um einen Panda im größeren Format: Mit fast vier Metern Länge wird er 30 cm länger als das bisherige Modell sein.
Bislang hat Fiat lediglich Außenaufnahmen gezeigt, deren Gestaltung klar in Richtung SUV geht. Im Innenraum dürften jedoch bis zu fünf Personen Platz finden, während der Kofferraum mehr als 300 Liter fassen soll.
Was sich beim Fiat Grande Panda ändert
Der Fiat Grande Panda ist nicht nur 30 cm größer als der aktuelle Panda. Obwohl er der für das ursprünglich 1982 eingeführte Modell typischen Philosophie der Einfachheit treu bleibt, ist er von Grund auf neu entwickelt.
Plattform, Antriebe und verfügbare Technik teilt er mit einem anderen Modell, das äußerst positiv aufgenommen wurde: dem neuen Citroën e-C3. Offizielle Daten und Spezifikationen liegen zwar noch nicht vor, voraussichtlich werden sie aber exakt denen seines französischen Schwestermodells entsprechen.
Damit soll der neue Fiat Grande Panda sowohl als vollelektrische Variante als auch als Benziner mit Mildhybrid-Technik angeboten werden. Für das Elektroauto ist ein Elektromotor mit 113 PS in Kombination mit einer LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) mit 44 kWh Kapazität zu erwarten. Die Reichweite dürfte insgesamt bei rund 300 km liegen.
Beim Benziner mit Mildhybrid-Antrieb wird aller Wahrscheinlichkeit nach die neue Generation des aufgeladenen 1.2-Puretech-Motors zum Einsatz kommen, die auch im C3 verbaut ist. Der Antrieb soll 100 PS leisten und wird von einer 48-V-Einheit unterstützt, die beim Beschleunigen kurzfristig einen Boost von 15 PS bereitstellen kann.
Wann kommt er und was wird er kosten?
Die offizielle Vorstellung des neuen Fiat Grande Panda ist für den kommenden Juli vorgesehen; Preise wurden daher bislang noch nicht bekannt gegeben.
Angesichts der Preispositionierung des Citroën ë-C3 ist jedoch davon auszugehen, dass die vollelektrische Ausführung etwa 23.000 Euro kosten wird. Die Varianten mit Verbrennungsmotor dürften bei weniger als 20.000 Euro starten.
Der neue Fiat Grande Panda könnte Ende dieses Jahres oder Anfang des nächsten auf den Markt kommen und nicht auf Europa beschränkt bleiben. Als erstes Modell der Ende Februar angekündigten neuen globalen Fiat-Baureihe basiert er auf einer Multi-Energie-Plattform und soll auch in Afrika sowie im Nahen Osten angeboten werden.
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