Obwohl die aktuelle Generation erst vergleichsweise „frisch“ auf dem Markt ist – sie wurde 2018 eingeführt –, bringt Hyundai noch in diesem Jahr einen (deutlich) überarbeiteten Hyundai Santa Fe auf den Markt. Er ist das größte SUV der südkoreanischen Marke, das in Europa angeboten wird.
„Neu“ und „alt“ auseinanderzuhalten, dürfte leichtfallen. Die Front des Santa Fe wurde umfassend neu gestaltet, besonders auffällig ist der Kühlergrill, der sich nun fast über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt. Neben seiner dreidimensionalen Struktur nimmt er künftig auch die neuen Scheinwerfer auf.
Die markanten, zweigeteilten Leuchteinheiten bleiben zwar erhalten, werden nun jedoch durch eine neue T-förmige Lichtsignatur miteinander verbunden. Diese übernimmt zugleich die Funktion des Blinkers.
An der übrigen Karosserie fallen die Änderungen zurückhaltender aus. Die Kunststoffverkleidungen rund um die Karosserie sind jetzt in Wagenfarbe lackiert. Am Heck gibt es neu gezeichnete Rückleuchten, die durch ein schmales Reflektorband verbunden werden, sowie neue Stoßfänger. Außerdem stehen neu gestaltete 19- und 20-Zoll-Räder zur Wahl, wobei die 20-Zoll-Variante erstmals für dieses Modell verfügbar ist.
Im Innenraum des Hyundai Santa Fe
Im überarbeiteten Hyundai Santa Fe zieht vor allem die neue, höher positionierte und schwebend wirkende Mittelkonsole die Blicke auf sich. Sie beherbergt nun den neuen Shift-by-Wire-Wählhebel des Getriebes sowie einen neuen Terrain-Mode-Schalter. Dieser verändert die Fahrprogramme und passt beim Geländeeinsatz verschiedene Parameter an die jeweilige Bodenbeschaffenheit an.
Oberhalb der Mittelkonsole befindet sich außerdem ein neuer Touchscreen für das Infotainmentsystem. Statt wie bisher 7 Zoll misst er nun deutlich großzügigere 10,25 Zoll und gehört zur Serienausstattung. Auch das Kombiinstrument wird vollständig digital und ist 12,3 Zoll groß.
Überarbeiteter Hyundai Santa Fe … elektrifiziert
Derzeit ist das SUV in Portugal ausschließlich mit einem Dieselmotor erhältlich. Mit der Modellüberarbeitung führt Hyundai beim südkoreanischen SUV zwei elektrifizierte Smartstream-Antriebe ein, vermutlich dieselben Aggregate, die bereits für den neuen Kia Sorento angekündigt wurden.
Für den Santa Fe bestätigt Hyundai einen Hybridantrieb sowie einen Plug-in-Hybrid. Konkrete technische Daten zu den neuen Motorisierungen nennt der Hersteller allerdings noch nicht.
Facelift, aber mit neuer Plattform?
Hyundai teilt zudem mit, dass der überarbeitete Santa Fe das erste für Europa bestimmte Modell der Marke auf ihrer neuen Plattform der dritten Generation sein wird. Bei einem Facelift oder einer Aktualisierung wechselt ein Modell nur selten die Plattform – auch wenn dies nicht ohne Beispiel ist –, zumal vieles vom bekannten Modell übernommen wird.
Laut Hyundai verfügt die neue Plattform über ein neues System zur Steuerung des Luftstroms durch den Motorraum, das eine bessere Wärmeabfuhr ermöglicht.
Davon profitiert die aerodynamische Stabilität im Unterbodenbereich des SUV. Unterstützt wird sie zusätzlich dadurch, dass mehrere schwerere Komponenten weiter unten auf der Plattform positioniert wurden – nach Angaben von Hyundai sinkt damit auch der Schwerpunkt. Neue Befestigungspunkte für die Lenklenker liegen zudem näher an der Mitte der Vorderräder und sollen eine höhere Agilität ermöglichen.
Der Fahrkomfort im überarbeiteten Hyundai Santa Fe soll ebenfalls zunehmen, da die Schalldämmung an besonders vibrationsanfälligen Stellen verstärkt wurde.
Hyundai erklärt außerdem, dass die neue Plattform die Aufprallenergie bei einem Unfall besser aufnehmen kann und dadurch die Verformung der Sicherheitszelle, also des Fahrgastraums, verringert wird. Möglich wird dies durch eine optimierte Struktur mit vorprogrammierten Deformationszonen, Warmumformung und die Integration einer hochfesten Stahlplatte.
Wann kommt er?
Kurz vor seinem 20-jährigen Jubiläum wird der überarbeitete Hyundai Santa Fe ab September auf den unterschiedlichsten europäischen Märkten eingeführt. Informationen zum nationalen Modellprogramm und zu den Preisen liegen derzeit noch nicht vor.
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