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BMW M5 und M5 Competition: Die sportlichen Spitzenmodelle

Blauer BMW M5 S63 Sportwagen mit schwarzem Kühlergrill und schwarzen Felgen in modernem Ausstellungsraum.

Kurz nach der Vorstellung der überarbeiteten 5er-Reihe legt BMW nach und präsentiert mit dem M5 und M5 Competition auch deren besonders sportliche Ausführungen – zwei der kompetentesten Sportlimousinen, die zugleich genügend Platz für die ganze Familie bieten.

Die für die Modellpflege der 5er-Reihe 2020 eingeführte, deutlich aggressivere Designsprache prägt ebenso die beiden Spitzenmodelle M5 und M5 Competition.

Auch die BMW-Niere reicht nun weiter in den vorderen Stoßfänger hinein. Sie besitzt für diese beiden Varianten spezielle doppelte vertikale Streben sowie ein M-Logo. Der gesamte vordere Stoßfänger fällt markanter aus, an den äußeren Enden sitzen größere Lufteinlässe. Der breite sechseckige Lufteinlass in der Mitte beherbergt zudem den Ölkühler und den Radarsensor für die Aktive Geschwindigkeitsregelung.

Die Frontscheinwerfer verfügen über L-förmige Leuchten und ein neues, zur Niere hin schlanker werdendes Design. Auch die Heckleuchten greifen das „L“-Motiv auf: Der Verzicht auf eine äußere Glasscheibe betont ihren dreidimensionalen Effekt, während die dunklen Flächen im Umfeld für eine präziser wirkende Gestaltung sorgen.

Der hintere Stoßfänger umschließt die Karosserie ebenfalls stärker. Gemeinsam mit je zwei Endrohren an jeder Seite entsteht ein ausgesprochen aggressiver Auftritt. Beim Competition wird dieser durch mehrere schwarze Details zusätzlich geschärft, etwa hochglanzschwarze Außenspiegelkappen, M5-Competition-Schriftzüge sowie rote oder hochglanzschwarze Bremssättel.

Bereits die serienmäßigen Sitze bieten ausreichend Seitenhalt und Komfort. Anspruchsvollere Kunden können jedoch M-Multifunktionssitze mit integrierten Kopfstützen und zusätzlichen elektrischen Einstellmöglichkeiten bestellen.

Bits und Bytes

Im Innenraum kommt das aktuelle BMW Betriebssystem 7.0 zum Einsatz. Dazu gehört ein größerer zentraler Infotainment-Bildschirm, der von 10,25 auf 12,3 Zoll wächst und nun neue Menüs sowie Einstellungen für die Fahrprogramme Sport und Track bietet.

Auf der Mittelkonsole findet sich das vom M8 bekannte Bedienkonzept mit zwei Tasten. Über die M-Taste wechselt der Fahrer zwischen den Einstellungen Road, bei der sämtliche Fahrerassistenzsysteme aktiv sind, und Sport. Letztere zeigt nur Hinweise zu Überholverboten und Geschwindigkeitsbegrenzungen an und lässt sich so anpassen, dass die Assistenzsysteme weder beim Bremsen noch beim Lenken eingreifen. Im Sport-Modus erhalten sowohl das Kombiinstrument als auch das Head-up-Display eigene Grafiken und Inhalte.

Die zweite Taste trägt die Bezeichnung Setup und führt direkt zum oberen Zentraldisplay, auf dem individuelle Einstellungen für Motor und Fahrwerk gewählt werden können. Der M5 Competition ergänzt dies um den Track-Modus, der den M5 auf seinen Einsatz auf der Rennstrecke vorbereitet: Wird die M-Mode-Taste einige Sekunden länger gedrückt gehalten, verstummt das Audiosystem, der zentrale Bildschirm wird abgeschaltet und sämtliche Komfort- sowie Sicherheitsfunktionen der Assistenzsysteme werden deaktiviert.

Damit sich die Einstellungen auch dann besonders schnell abrufen lassen, wenn jede Hundertstelsekunde zählt, befinden sich neben den Schaltwippen des Achtgang-Automatikgetriebes am Lenkrad zwei rote Tasten: M1 und M2. Sie speichern zwei vorab nach den Vorlieben des als Rennfahrer auftretenden Fahrers definierte Konfigurationen, einschließlich der Einstellungen für das xDrive-Allradsystem, die Stabilitätskontrolle, den Motor, das Getriebe, die Dämpfung und die Lenkung.

Dynamische Abstimmung des BMW M5

Bei Fahrwerk und Antrieb kann der M5 weiterhin als Allradler oder mit Hinterradantrieb gefahren werden – einschließlich aller Abstufungen dazwischen. Die wichtigste Neuerung betrifft den M5 Competition, dessen Fahrwerk 7 mm tiefer liegt: Er übernimmt die Stoßdämpfer des M8 Gran Coupé. Damit soll die Fahrdynamik im Grenzbereich weiter verbessert werden, ohne den Komfort bei weniger extremer Nutzung zu vernachlässigen.

Beide Varianten des BMW M5 sind serienmäßig mit M Compound Bremsen samt innenbelüfteten und gelochten Bremsscheiben ausgestattet. Optional lassen sie sich durch Keramikbremsen ersetzen, die an ihrer goldenen Lackierung und dem M-Logo erkennbar sind. Sie widerstehen Ermüdung besser und sparen … 23 kg Gewicht.

Weiterhin der S63

Als Antrieb dient der bekannte 4,4-Liter-V8-Biturbo S63. Im M5 leistet er 600 PS, im M5 Competition 625 PS. Das maximale Drehmoment beträgt in beiden Fällen 750 Nm und liegt bereits bei niedrigen 1800 U/min an; es bleibt bis 5600 U/min verfügbar, beim stärkeren Modell bis 5850 U/min.

Sein Charakter lässt sich über die Einstellungen Efficient, Sport und Sport+ beeinflussen. Die stärkere Ausführung besitzt spezielle, steifere Motorlager, welche die Reaktion des Motors und die Übertragung seiner Leistung auf das Fahrwerk weiter beschleunigen sollen. Das Ergebnis ist ein insgesamt direkteres Verhalten bei ausgesprochen sportlicher Fahrweise.

An den Fahrleistungen des M5 ändert sich nichts: Er sprintet in nur 3,4 s auf 100 km/h und erreicht 200 km/h nach 11,1 s. Der M5 Competition ist jeweils geringfügig schneller und benötigt für dieselben Werte eine Zehntelsekunde beziehungsweise drei Zehntelsekunden weniger. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch bei 250 km/h begrenzt, kann jedoch auf Wunsch und gegen Aufpreis als Bestandteil des M Driver’s Package auf 305 km/h angehoben werden.

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