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Verzögerungen bei Kfz-Umschreibungen: ANECRA fordert Lösungen vom IRN

Blauer, moderner Elektro-Limousine auf glattem Boden in heller Ausstellungshalle mit Glaswand im Hintergrund.

Verzögerungen bei Kfz-Umschreibungen belasten Autohandel und Kunden

Verzögerungen bei der Umschreibung von Fahrzeugen bereiten Autohändlern und Verbrauchern zunehmend Schwierigkeiten. Verfahren bleiben über Zeiträume offen, die als übermäßig lang gelten. Wegen der Wartezeiten wird der Briefkasten immer wieder kontrolliert – doch das lang erwartete Schreiben mit dem DUA (einheitliches Fahrzeugdokument) trifft nicht ein.

Die Verzögerungen beeinträchtigen nicht nur den Geschäftsbetrieb und die Kundenbeziehungen. Sie können auch dazu führen, dass die Steuerbehörde Bußgelder gegen Händler verhängt, die die Fahrzeuge bereits verkauft haben, aber weiterhin als deren Eigentümer registriert sind.

ANECRA fordert beim IRN schnellere Kfz-Umschreibungen

Vor diesem Hintergrund ist die ANECRA (Nationaler Verband der Unternehmen für Kfz-Handel und -Reparatur) tätig geworden. Die Verbandsleitung traf sich am 20. Juli mit Blandina Soares, der Präsidentin des Verwaltungsrats des Instituts für Register und Notariat (IRN). Nach Angaben des Verbands wurde dabei zugesagt, die Personalressourcen aufzustocken und die Bearbeitung der Rückstände zu beschleunigen.

Fast 640 neue Beschäftigte für die Register

Laut ANECRA erhält das IRN schrittweise rund 153 neue Registerbeamte zwischen August 2026 und Januar 2027. Zusätzlich sollen zwischen Oktober und November dieses Jahres 485 neue Registerangestellte ihre Arbeit aufnehmen.

Das Institut hat zudem offenbar die Aufarbeitungsteams verstärkt, die bereits in den Registerstellen mit dem größten Bestand offener Verfahren tätig sind. Dazu zählen Porto, Braga, Aveiro und Gondomar.

„Die Verzögerungen bei den Kfz-Registrierungen sind längst nicht mehr nur eine einfache administrative Einschränkung. Heute stellen sie für viele Unternehmen ein reales Problem dar, das sich auf ihre Tätigkeit, die Beziehung zu ihren Kunden und in einigen Fällen auf die Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen auswirkt“, erklärte Roberto Gaspar, Generalsekretär der ANECRA.

Nach Angaben des Verbandsvertreters hat das IRN das Problem anerkannt und „einen konkreten Plan zur Stärkung der Leistungsfähigkeit der Registerstellen“ vorgelegt. Gleichzeitig habe das Institut zugesichert, den Abbau der Rückstände zu beschleunigen.

Virtuelle Registerstelle soll auch Fahrzeuge einbeziehen

Eine weitere vorgesehene Maßnahme ist der Start der Plattform Conservatória Virtual. Sie befindet sich in der Abschlussphase und soll verschiedene Registrierungsverfahren vereinfachen und beschleunigen, darunter auch jene für Fahrzeuge.

Während des Treffens wurde außerdem die Möglichkeit erörtert, Verfahren als dringend einzustufen, wenn die Verzögerung erhebliche Folgen für Unternehmen oder Bürger haben könnte. Solche Anträge müssen jedoch angemessen begründet werden. Die IRN-Präsidentin warnte demnach, dass eine breite Nutzung dieses Instruments die Bearbeitungskapazitäten für tatsächlich dringende Fälle beeinträchtigen könnte.

ANECRA rät Unternehmen deshalb, diese Möglichkeit nur in außergewöhnlichen und nachvollziehbar begründeten Fällen zu nutzen.

Der Verband will die Umsetzung der Maßnahmen weiterhin verfolgen und auf sichtbare Ergebnisse drängen. Darüber hinaus beabsichtigt er, bei den zuständigen Stellen weiterhin darauf zu bestehen, dass das Problem der Bußgelder gelöst wird, die Unternehmen wegen Verzögerungen bei Registrierungen auferlegt werden, für die sie nicht verantwortlich sind.

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