Der Weg zur Fahrzeuginspektion muss kein Glücksspiel sein. Einige einfache Punkte können Sie zu Hause kontrollieren, bevor Sie zur Prüfstelle fahren. Manche davon entscheiden darüber, ob Ihr Fahrzeug die Prüfung problemlos besteht oder Sie erneut vorfahren müssen.
Eine defekte Glühlampe, ein beschädigter Reifen oder selbst ein schlecht lesbares Kennzeichen können bei der verpflichtenden regelmäßigen Fahrzeuginspektion (IPO) Schwierigkeiten verursachen. Nehmen Sie sich daher vor der Terminvereinbarung oder Abfahrt ein paar Minuten Zeit, um die wichtigsten Punkte zu überprüfen.
Prüfen Sie zuerst die Reifen
Reifen lassen sich besonders einfach kontrollieren und gehören zugleich zu den sicherheitsrelevantesten Bauteilen eines Fahrzeugs.
Das Profil muss mindestens 1,6 mm tief sein. Achten Sie außerdem auf Schnitte, Verformungen, Beulen oder andere sichtbare Beschädigungen. Stellen Sie ebenfalls sicher, dass die Reifen auf derselben Achse miteinander kompatibel sind und ihre Größe den zugelassenen Abmessungen entspricht.
Auch der Reifendruck sollte kontrolliert werden. Ein falscher Luftdruck führt nicht zwangsläufig zum Nichtbestehen der Prüfung, beeinträchtigt jedoch das Fahrverhalten und kann ungleichmäßigen Verschleiß verursachen.
Bremsen vor der Inspektion testen
Die Prüfungen einer Prüfstelle lassen sich zu Hause zwar nicht nachbilden, bestimmte Warnzeichen sollten Sie aber keinesfalls übergehen.
Bremst das Fahrzeug ungleichmäßig, verhält sich das Bremspedal auffällig, treten beim Bremsen Vibrationen auf oder zieht das Auto zu einer Seite, sollte das Problem vor der Inspektion behoben werden. Gleiches gilt für ungewöhnliche Geräusche.
Sämtliche Beleuchtung überprüfen
Kontrollieren Sie die Funktion aller Leuchten: Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Brems- und Rückfahrleuchten, Nebelscheinwerfer sowie die Kennzeichenbeleuchtung.
Ersetzen Sie defekte Lampen unbedingt vor dem Termin. Bei neueren Fahrzeugen empfiehlt es sich außerdem, auf Fehlermeldungen zu achten, die das Beleuchtungssystem betreffen.
Überprüfen Sie bei dieser Gelegenheit auch die Rückspiegel und Wischerblätter sowie, ob die Scheibenwaschdüsen die Flüssigkeit korrekt auf die Scheibe spritzen.
Die Windschutzscheibe darf keine Schäden oder Risse aufweisen, welche die Sicht beeinträchtigen. Solche Schäden können als Mangel der Kategorie 2 (erheblich) eingestuft werden. Dies führt automatisch zum Nichtbestehen und zu einer Nachprüfung innerhalb von höchstens 30 Tagen.
Denken Sie auch an die Sicherheitsgurte. Testen Sie jeden Sitzplatz und vergewissern Sie sich, dass die Gurte richtig einrasten, blockieren und sich normal aufrollen.
Auf mögliche Lecks achten
Vor der Abfahrt sollten Sie nach sichtbaren Spuren von austretendem Öl, Kühlmittel oder anderen Flüssigkeiten suchen.
Sie können zudem die Füllstände der wichtigsten Flüssigkeiten prüfen und im Motorraum nach eindeutigen Anzeichen für Probleme schauen. Das ersetzt keine Wartung in einer Werkstatt, kann aber helfen, eine Unregelmäßigkeit noch vor der Ankunft an der Prüfstelle zu erkennen.
Kennzeichen, Warndreieck und Warnweste
Achten Sie darauf, dass das Kennzeichen fest angebracht, unbeschädigt und vollständig lesbar ist. Ein beschädigtes oder schwer lesbares Kennzeichen kann dazu führen, dass das Fahrzeug die Inspektion nicht besteht.
Prüfen Sie außerdem, ob sich das vorgeschriebene Warndreieck und die Warnweste im Fahrzeug befinden und einsatzbereit sind.
Wurde das Fahrzeug verändert, vergewissern Sie sich, dass alle Änderungen ordnungsgemäß genehmigt wurden. Umbauten, die nicht den zugelassenen Fahrzeugeigenschaften entsprechen, können zur Nichtzulassung bei der Prüfung führen.
Gibt es einen offenen Recall?
Seit dem 1. März 2026 gibt es noch einen Punkt, den Sie keinesfalls vergessen sollten. Liegt für das Fahrzeug bei der verpflichtenden regelmäßigen Fahrzeuginspektion eine nicht erledigte Rückrufaktion (Recall) vor, wird dies im Prüfbericht vermerkt und das Fahrzeug besteht die Prüfung automatisch nicht.
ACAP stellt gemeinsam mit IMT die Plattform RECALL bereit. Dort können Sie kostenlos über das Kennzeichen oder die VIN (Fahrzeug-Identifizierungsnummer) feststellen, ob eine offene Rückrufaktion besteht.
Falls ein Recall vorliegt, sollten Sie ihn vor der Terminvereinbarung für die Inspektion erledigen lassen. Die Reparatur im Rahmen einer Rückrufaktion ist für den Fahrzeughalter kostenlos.
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