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SIV: Neue Regeln für die Fahrzeugzulassung seit dem 1. August

Eleganter grauer Audi Sportback im modernen Showroom, Blick auf Front und linke Seite.

Eine weitreichende Reform gilt ab sofort.

SIV: Neue Vorgaben für die Fahrzeugzulassung

Wer ein Auto zulassen lassen muss, sollte eine bedeutende Änderung beachten. Seit dem 1. August hat das Innenministerium die Voraussetzungen für den Zugang zum Système d’immatriculation des véhicules (SIV) neu geregelt. Auslöser waren Hinweise des Rechnungshofs: Zwischen 2022 und 2024 sollen dem Staat laut Ouest-France rund 550 Millionen Euro an Steuereinnahmen entgangen sein.

Mit dem 2017 eingeführten neuen Zulassungssystem wurden die Schalter für Fahrzeugscheine in den Präfekturen geschlossen. Die Abwicklung ging damit auf private Dienstleister über, die das Système d’immatriculation des véhicules (SIV) nutzen. Das Verfahren sollte einfacher werden und Einsparungen ermöglichen. Inzwischen hat das Ausmaß des Betrugs jedoch ein Niveau erreicht, bei dem sich das System für den Staat offensichtlich nicht mehr rechnet.

Wie unsere Kollegen berichten, brachte die unzureichende Kontrolle Betrüger dazu, Scheinfirmen zu gründen und das System gezielt auszunutzen. Mehrere hundert fiktive Unternehmen sollen sich als Werkstätten ausgeben, um Zugriff auf das SIV zu erhalten und Fahrzeugscheine ausstellen zu können.

Strengere Bedingungen für den Zugang zum SIV

Seit dem 1. August werden die Zugangsvereinbarungen zum SIV laut der Regionalzeitung nicht mehr automatisch verlängert. Fachbetriebe müssen ihre Verlängerung nun selbst beantragen. Um den Zugang zu erhalten, müssen sie eine mindestens dreijährige Tätigkeit in der Automobilbranche sowie eine jährliche Mindestzahl an Vorgängen nachweisen, damit ihre Zulassung bestehen bleibt.

Zusätzlich benötigen diese Unternehmen einen gesicherten Lagerbereich, in dem die Nachweise im Zusammenhang mit Zulassungen archiviert werden. Die Modernisierung wird nicht bereits in diesem Sommer abgeschlossen sein, sondern soll sich bis 2027 fortsetzen. Allerdings könnten die neuen Anforderungen für Fachleute dazu führen, dass sich die Verfahren für Bürger verlängern.

Einschränkungen beim Führerschein für Fahranfänger

Nach der Verabschiedung des RIPOST-Gesetzes durch das Parlament ist es Fahranfängern zudem untersagt, „ein leistungsstarkes Auto“ zu fahren. Nach Ansicht der Befürworter soll diese Regelung auf schwere Unfälle reagieren, an denen junge Fahrer mit bestimmten großvolumigen Fahrzeugen beteiligt waren.

Das Gesetz verbietet daher künftig, einem Fahrer während der Probezeit des Führerscheins „ein leistungsstarkes Auto“ zuzuweisen, zur Verfügung zu stellen oder zu vermieten. Dies gilt auch dann, wenn der betreffende Autofahrer einen gültigen Führerschein besitzt. Bei einem Verstoß drohen 15.000 Euro Geldstrafe und ein Jahr Freiheitsstrafe.

Derzeit bleibt die Vorschrift allerdings noch ungenau. Denn die zulässige Höchstleistung wurde bislang nicht festgelegt. Sie soll mit einem Dekret bestimmt werden, dessen Veröffentlichung für den kommenden Herbst vorgesehen ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier in unserem vorherigen Artikel.

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