Aktualisierung um 18:16 Uhr: Dieser Mustang „Eleanor“ steht nun doch nicht zum Verkauf. Die neuen Entwicklungen finden Sie am Ende des Artikels.
Im Jahr 2000 kam das Remake von „Gone in 60 Seconds“ in die Kinos. Neben Nicolas Cage und Angelina Jolie spielte vor allem ein Ford Mustang Shelby GT500 von 1967 eine Hauptrolle im Film – vielen dürfte er eher unter dem Namen „Eleanor“ bekannt sein.
Der von Chip Foose und Steve Stanford gestaltete Mustang „Eleanor“ aus dem Film gewann schnell eine grosse Fangemeinde. In der Folge entstanden nicht nur zahllose Nachbauten, auch die original für die Produktion gebauten Fahrzeuge legten deutlich im Wert zu.
Insgesamt fertigte Cinema Vehicle Services elf Mustang „Eleanor“ für den Film an, von denen angeblich nur noch drei existieren. Einer davon wurde vor einem Jahr in den USA versteigert und erzielte erstaunliche 852 500 Dollar (etwas mehr als 718 000 Euro). Damit lag der Preis klar über der ohnehin hohen ursprünglichen Schätzung von 500-600 Tausend Dollar – ein Beleg für die Faszination dieser besonders infernalischen Maschine.
Der Ford Mustang „Eleanor“ als Filmikone
Nun war angeblich ein weiterer originaler „Eleanor“ erhältlich – und zwar auf dieser Seite des Atlantiks: in Deutschland bei Chrome Cars.
Mustang „Eleanor“ Nr. 7
Es handelt sich um Fahrzeug Nr. 7 von elf gebauten Exemplaren. Chrome Cars besitzt diesen Mustang seit 2017; er kam in mehreren Szenen des Films zum Einsatz. War es vielleicht genau dieses Auto, das dem Hubschrauber entkam? Wir möchten es glauben … „Go, Baby, Go“ Die Fantasie wird wahr!
Laufleistung und Antrieb des Mustang „Eleanor“
Dieser Mustang „Eleanor“ hat 117 184 km auf dem Tacho. Das ist ein hoher Wert und zeigt, dass er nicht bloss als Ausstellungsstück dient: Das Auto wurde regelmässig gefahren. Unter der Motorhaube arbeitet ein Ford-Racing-V8-Kistenmotor, während die Kraft über ein manuelles Vierganggetriebe übertragen wird.
Chrome Cars nennt keinen Preis, zu dem dieser Mustang „Eleanor“ verkauft werden sollte. Angesichts des Betrags, den das andere Exemplar bei der Auktion erzielte, war jedoch nicht damit zu rechnen, dass er für eine bescheidene Summe den Besitzer wechseln würde – zumal es sich um ein im Film eingesetztes Original und nicht um einen der zahlreichen Nachbauten handelt.
Aktualisierung: Er steht doch nicht zum Verkauf
Unser Dank gilt dem Leser João Neves, der uns auf einen aktuellen Beitrag im Instagram-Konto von Chrome Cars hingewiesen hat. Darin wird bestritten, dass der Ford Mustang „Eleanor“ des Unternehmens zum Verkauf steht. Die ursprüngliche Meldung über einen angebotenen „Eleanor“ stammte vom Robb Report und verbreitete sich angesichts dieses besonderen Autos im Internet wie ein Lauffeuer.
Wie Chrome Cars in seinem Beitrag erklärt, entspricht diese Meldung jedoch nicht der Wahrheit – daher die Klarstellung. Das Unternehmen habe Hunderte E-Mails von Interessenten erhalten, die nach dem Preis dieser wertvollen Maschine fragten. Sein „Eleanor“ bleibe aber Teil der privaten Sammlung.
Zudem wurde bekannt, dass ein Verkaufspreis deutlich über den bei Auktionen erzielten Summen liegen müsste. Wir hatten berichtet, dass das zuletzt versteigerte Fahrzeug mehr als 850 Tausend Dollar einbrachte; bereits 2013 wurde jedoch ein Exemplar für eine Million Dollar versteigert. Chrome Cars besitzt nämlich nicht nur das Auto, sondern auch die Glasfaserformen, mit denen die einzigartigen Karosserieteile für die in „Gone in 60 Seconds“ gezeigten Fahrzeuge hergestellt wurden. Einen Verkauf schliesst das Unternehmen dennoch nicht vollständig aus – sofern sich die richtige Person mit „tiefen Taschen“ findet.
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