Nachdem in den vergangenen zwei Jahren neue Generationen von Modellen wie dem Volkswagen Golf, SEAT Leon, Peugeot 308 und Opel Astra erschienen sind, hat auch der Ford Focus ein Facelift erhalten. Die Überarbeitung soll die Stärken ausbauen, die ihn zu einer der Referenzen seiner Klasse gemacht haben.
Äußerlich fallen die wichtigsten Änderungen an der Front auf: Eine neu gestaltete Motorhaube lässt sie höher wirken, das Markenlogo sitzt nun mittig im Kühlergrill, und LED-Scheinwerfer gehören bei allen Versionen zur Serienausstattung. Am Heck sind vor allem die abgedunkelten Rückleuchten neu, die bei höher ausgestatteten Varianten LED-Technik verwenden.
Wie bisher unterscheiden sich die Ausführungen durch eigene Gestaltungselemente. Beim Titanium sind die oberen Streben des Kühlergrills verchromt. Die ST-Line erhält einen eigenen Grill, Seitenschweller, einen Heckdiffusor und einen Spoiler. Der weiterhin von SUV inspirierte Active trägt verschiedene Schutzverkleidungen an der Karosserie.
Neben den regulären Ausstattungslinien kommen zwei Pakete hinzu: Das „Pack X“ erweitert die Ausstattung, während das „Pack Vignale“ luxuriösere und exklusivere Ausstattungsdetails bietet.
Weniger Tasten im Ford Focus
Im Innenraum des überarbeiteten Focus sind zahlreiche physische Tasten verschwunden. Das betrifft insbesondere die Bedienung der Klimaanlage, die nun über einen 13,2 Zoll großen Bildschirm erfolgt – den größten im Segment.
Auf dem Display läuft das neue Infotainmentsystem SYNC 4. Ein Lernalgorithmus wertet das Verhalten der Fahrer aus und soll auf längere Sicht passendere Vorschläge und genauere Suchergebnisse liefern.
Das System unterstützt Apple CarPlay und Android Auto kabellos; auch Softwareaktualisierungen sind drahtlos möglich. Hinzu kommt ein digitales Kombiinstrument, das sich an den bereits bei Fiesta und Puma eingesetzten Anzeigen orientiert.
Die Motoren des Focus
Anders als einige Gerüchte vermuten ließen, erhält der Ford Focus weiterhin keine Version mit Anschluss an die Steckdose. Die Elektrifizierung der Baureihe beschränkt sich damit auf den 1.0 EcoBoost Hybrid mit 48-Volt-Mildhybridtechnik und 125 oder 155 PS.
Üblicherweise ist dieser Antrieb mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Bei ihm ersetzt ein Startergenerator die herkömmliche Lichtmaschine und gewinnt Energie zurück, die anschließend in eine Lithium-Ionen-Batterie fließt. Optional lässt sich der Mildhybrid nun auch mit dem neuen Siebengang-Automatikgetriebe Powershift kombinieren.
Wer einen Benziner ohne Elektrifizierung bevorzugt, kann den überarbeiteten Focus weiterhin mit dem 1.0 EcoBoost und 100 oder 125 PS wählen. Beide Varianten sind stets mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe verbunden.
Im Angebot bleibt außerdem der 1.5 EcoBlue-Diesel mit 95 oder 120 PS. Beide Leistungsstufen verfügen über ein manuelles Getriebe mit sechs Gängen; für die stärkere Version ist alternativ eine Achtgangautomatik erhältlich.
Mehr Technik an Bord
Der technische Ausbau geht über die Konnektivität hinaus. Dafür stehen die zahlreichen Fahr- und Assistenzsysteme, mit denen der überarbeitete Focus angeboten wird.
Zu den Neuerungen gehört der „Totwinkel-Assistent“. Außerdem gibt es unter anderem ein „Totwinkel-Informationssystem mit Anhängererkennung“ und einen „Kreuzungsassistenten“.
Optional sind weitere Systeme erhältlich: Die „Lokale Gefahrenwarnung“ informiert über Gefahrensituationen auf der befahrenen Straße. Hinzu kommen die „Adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go“, die „Geschwindigkeitszeichenerkennung und Fahrspurzentrierung“ sowie die „Rücksitzinsassenwarnung“, die verhindern soll, dass Kinder oder Tiere auf den hinteren Plätzen vergessen werden.
Auch der ST wurde überarbeitet
Das Facelift betrifft ebenso den Ford Focus ST. Sein 2.3 EcoBoost leistet weiterhin 280 PS und 420 Nm. Serienmäßig arbeitet der Motor mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe zusammen, optional steht eine Siebengangautomatik zur Verfügung.
Der Ford Focus ST besitzt ein elektronisches Sperrdifferenzial und eine kontinuierliche Dämpferregelung. Neu sind die Sportsitze und die 18 Zoll großen Leichtmetallräder; gegen Aufpreis sind 19-Zoll-Räder erhältlich. Für ein aggressiveres Erscheinungsbild sorgen außerdem Kühlergrills in Wabenform, Seitenschweller und optimierte Aerodynamikelemente.
Obwohl der überarbeitete Ford Focus bereits vorgestellt wurde, sind weder sein Marktstart noch die Preise bislang bekannt.
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