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Renault Renaulution: Der neue Strategieplan der Renault Group

Silberner Renault Elektroauto Prototyp in modernem Ausstellungsraum mit großen Fenstern und Stadtansicht.

Der neue Strategieplan der Renault Group trägt den Namen „Renaulution“. Er soll die Ausrichtung des Konzerns neu justieren: Nicht länger Marktanteile oder absolute Verkaufszahlen stehen im Vordergrund, sondern die Profitabilität.

Der Plan gliedert sich in drei Phasen: Auferstehung, Erneuerung und Revolution:

  • Auferstehung – Diese Phase läuft bis 2023 und konzentriert sich darauf, die Gewinnmargen wiederherzustellen sowie Liquidität zu schaffen.
  • Erneuerung – Anschließend soll sie „die Erneuerung und Erweiterung der Modellpaletten vorantreiben, die zur Rentabilität der Marken beitragen“.
  • Revolution – Sie beginnt 2025 und soll das Wirtschaftsmodell des Konzerns verändern, indem es auf Technologie, Energie und Mobilität ausgerichtet wird.

Der Fokus liegt auf den Gewinnen

Mit dem Renaulution-Plan will die Renault Group ihre Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen und den Schwerpunkt auf die Schaffung von Wert legen.

Konkret bedeutet das: Die Leistung wird künftig nicht mehr anhand von Marktanteilen oder Verkaufsvolumen bewertet. Entscheidend sind stattdessen Rentabilität, Liquiditätsgenerierung und die Effizienz der Investitionen.

Zahlreiche neue Modelle bis 2025

Da ein Automobilhersteller letztlich von der Produktion und dem Verkauf von Fahrzeugen lebt, hängt ein großer Teil dieses Plans naturgemäß von der Einführung neuer Modelle ab.

Bis 2025 werden die Marken der Renault Group daher nicht weniger als 24 neue Modelle auf den Markt bringen. Die Hälfte davon wird den Segmenten C und D angehören, mindestens zehn Modelle werden rein elektrisch angetrieben.

Darüber hinaus müssen die Kosten sinken, wie bereits in einem eigens dafür vorgesehenen Plan angekündigt wurde. Die Renault Group plant deshalb, die Zahl der Plattformen von sechs auf nur drei zu verringern – 80 % des Konzernvolumens basieren auf drei Plattformen der Allianz – und die Zahl der Antriebsstranggruppen von acht auf vier Familien zu reduzieren.

Zusätzlich sollen alle neu eingeführten Modelle, die auf bereits vorhandenen Plattformen basieren, in weniger als drei Jahren zur Marktreife gelangen. Die industrielle Kapazität des Konzerns wird zudem von vier Millionen Einheiten im Jahr 2019 auf 3,1 Millionen Einheiten im Jahr 2025 gesenkt.

Die Renault Group will sich außerdem auf Märkte mit den höchsten Gewinnmargen konzentrieren und eine strenge Kostendisziplin durchsetzen. Dadurch sollen die Fixkosten bis 2023 um 2,5 Milliarden Euro und bis 2025 um drei Milliarden Euro sinken.

Der Renaulution-Plan sieht schließlich auch vor, die Investitionen und Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 10 % des Umsatzes auf weniger als 8 % im Jahr 2025 zu reduzieren.

Wie die Renault Group ihre Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen will

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Renault Group wiederherzustellen, überträgt der vorgestellte Plan jeder Marke zunächst die Verantwortung für die Steuerung ihrer eigenen Rentabilität. Gleichzeitig erhält die Entwicklung eine zentrale Rolle und wird für Bereiche wie Wettbewerbsfähigkeit, Kosten und Markteinführungszeiten verantwortlich gemacht.

Im Rahmen der Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit möchte die Renault Group zudem:

  • die Effizienz in Entwicklung und Produktion steigern, um weltweit die Fixkosten zu senken und die variablen Kosten zu verbessern;
  • die bestehenden Industrieanlagen des Konzerns sowie seine Führungsposition bei Elektrofahrzeugen auf dem europäischen Kontinent nutzen;
  • die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi einsetzen, um ihre Fähigkeiten bei der Entwicklung von Produkten, Aktivitäten und Technologien auszubauen;
  • Mobilitäts-, Energie- und Datendienstleistungen beschleunigen;
  • die Rentabilität über vier unterschiedliche Geschäftseinheiten verbessern. Diese werden „auf den Marken basieren, die für ihre Aktivitäten verantwortlich sind, und sich auf die Kunden und Märkte konzentrieren, in denen sie tätig sind“.

Mit diesem Plan will die Renault Group eine nachhaltige Rentabilität sichern und zugleich ihre Verpflichtung erfüllen, bis 2050 in Europa CO₂-Neutralität zu erreichen.

Zu diesem Plan erklärte Luca de Meo, CEO der Renault Group: „Wir werden uns von einem Automobilunternehmen, das Technologie nutzt, zu einem Technologieunternehmen entwickeln, das Automobile nutzt und in dem bis 2030 mindestens 20 % der Einnahmen aus Dienstleistungen, Daten und dem Energiehandel stammen werden.“

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