Der Jeep Avenger erhält zur richtigen Zeit ein Facelift und wird in allen Bereichen besser. Der Innenraum wirkt hochwertiger, die Ausstattung wächst, und die Allradfähigkeiten legen zu. Gleichzeitig hält der Hybridantrieb mit Allradantrieb den Verbrauch in Grenzen. Gerade bei hohen Kraftstoffpreisen ist das ein überzeugendes Argument. Besonders erfreulich: Trotz der Verbesserungen bleiben die Preise unverändert. Muss der Dacia Duster jetzt zittern?
40-%-Steigungen auf Schotter und 5,4 l/100 km: Das Geheimnis des Hybrid-Allradantriebs
Unter den kompakten Stadt-SUV hat der Jeep Avenger einen entscheidenden Vorteil: seinen Allradantrieb, der ihm starke Fähigkeiten abseits befestigter Straßen verleiht. Ein Jeep, der ausschließlich mit Frontantrieb angeboten würde, wäre schließlich kaum vorstellbar. Dabei setzt die US-Marke nicht auf ein besonders durstiges System. Der Antrieb arbeitet hybrid und senkt den Verbrauch, wenn die Fahrbedingungen günstig sind.
Das System kombiniert einen 136-PS-Verbrennungsmotor mit zwei Elektromotoren, die jeweils 29 PS leisten, sowie einem elektrifizierten Getriebe. Daraus ergibt sich eine Systemleistung von 145 PS. Die Bodenfreiheit steigt auf 21 cm, außerdem lassen sich Furten mit einer Wassertiefe von bis zu 40 cm durchqueren. Jeep verspricht damit die besten Geländeeigenschaften seiner Klasse, einschließlich 40-%-Steigungen auf losem Untergrund. Unser Test rund um Mainz in Deutschland bestätigte diesen Anspruch. Der Verbrauch blieb dabei mit 5,4 l/100 km niedrig.
Innenraum: Weshalb der Avenger nun endlich zur Konkurrenz aufschließt
Den Avenger kenne ich bereits aus der ersten Testfahrt. Damals wirkte der Innenraum eher schlicht, denn harte Kunststoffe fanden sich nahezu überall. Das sollte zwar zum robusten und langlebigen Jeep-Charakter passen, gegenüber dem technisch verwandten Peugeot 2008 mit seiner deutlich höheren wahrgenommenen Qualität war dieses Argument jedoch schwer zu akzeptieren. Mit dem Facelift bessert der amerikanische Hersteller deutlich nach und gestaltet den Innenraum wesentlich sorgfältiger.
So erhalten die Türverkleidungen im oberen Bereich weichere Materialien, während der untere Abschnitt des Armaturenbretts nun mit einem gepolsterten Einsatz versehen wird. Darüber hinaus bekommen die höheren Ausstattungen Altitude und Summit eine neue Polsterung aus Stoff und Kunstleder. Die 4xe-Ausführung bietet zudem neue schwarze und grüne Verkleidungen, die abwaschbar und widerstandsfähiger sind. Das ist ein Fortschritt, reicht aber noch nicht für eine Spitzenposition in dieser Klasse.
Unter 34.000 € für den 4xe: Wird die Preisliste endlich konkurrenzfähig?
Das kleine SUV baut sein Angebot aus und passt seine Preispositionierung an. Das bedeutet: mehr Varianten und günstigere Preise. Der Einstiegspreis liegt somit bei 25.590 € für den 100 PS starken Benziner mit Frontantrieb. Das ist angemessen, auch wenn für den 4xe mit den besten Geländeeigenschaften mindestens 33.790 € fällig werden. Das Elektro-Modell ist mit 35.990 € noch teurer.
Der größte Vorteil liegt vor allem in der erweiterten Serienausstattung. LED-Scheinwerfer, schlüsselloses Starten, Klimaautomatik und ein 10,25-Zoll-Touchscreen gehören nun dazu. Neu sind unter anderem Matrix-LED-Scheinwerfer und eine 360°-Kamera. Zwar gibt es zahlreiche Rivalen, doch nur wenige bieten einen Allradantrieb. Nach genauer Betrachtung dürfte der Dacia Duster für 28.800 € als 4×4 mit LPG-Antrieb sein stärkster Gegner werden.
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