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Dacia Bigster: Renault plant mehr als eine Million Einheiten pro Jahr

Grüner Renault Bigster SUV im Ausstellungsraum auf weißem Rundpodest mit Spiegelung im Hintergrund.

Im Januar wurde bei der Vorstellung des neuen Strategieplans der Renault Group namens Renaulution das Dacia Bigster Concept enthüllt. Die Studie gab nicht nur einen Ausblick auf die neue Dacia-Identität, sondern auch auf das künftige Flaggschiff der Marke: einen 4,6 m langen SUV, der deutlich größer als der Duster ist und im C-Segment angesiedelt wird.

Doch Dacia in ein höheres Segment zu führen, ist offenbar nicht ambitioniert genug. Luca de Meo, CEO der Renault Group, machte gegenüber Automotive News deutlich, dass der Bigster weit mehr zu den Ergebnissen des Konzerns beitragen soll als allein zu jenen von Dacia.

De Meo möchte die Abhängigkeit von Kleinwagen des B-Segments verringern und den „Schwerpunkt“ des von ihm geführten Konzerns auf größere Fahrzeuge im C-Segment verlagern. Dort liegen sowohl die Verkaufspreise als auch die Gewinnmargen höher.

Dacia Bigster als Basis für eine Modellfamilie

Aus dem Dacia Bigster werden weitere Modelle hervorgehen – sowohl für die russische Marke Lada als auch für Renault selbst. Ihr Anteil gemeinsamer Komponenten soll bei rund 85% liegen. Dennoch sollen sie sich klar voneinander unterscheiden, auch wenn nicht sämtliche Modelle auf denselben Märkten angeboten werden.

Trotz der großzügigen Abmessungen des SUV und der weiteren geplanten Fahrzeuge wird die Serienausführung des Dacia Bigster Concept auf der CFM-B-Plattform der Allianz basieren. Diese Architektur kommt bereits im neuen, kompakten Dacia Sandero sowie beispielsweise im Renault Clio zum Einsatz.

Aus Russland mit Liebe

Neben dem Dacia Bigster, der indirekt die Rolle des heutigen Dacia Lodgy übernehmen wird, ist noch ein weiteres Modell vorgesehen, das zweifellos viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte: ein neuer Lada Niva. Dacia und Lada sind inzwischen in derselben Geschäftseinheit zusammengeführt, weshalb die Zusammenarbeit zwischen beiden Herstellern künftig enger ausfallen wird.

Der für 2024 erwartete künftige Lada Niva wurde durch die oben gezeigte Skizze vorweggenommen. Wie zu erkennen ist, erhält er eine eigenständige Gestaltung, die deutlich vom aktuellen, altgedienten Niva inspiriert ist. Dieser wurde 1977 eingeführt und wird bis heute gebaut, obwohl er im Lauf der Jahrzehnte mehrfach weiterentwickelt und verbessert wurde.

Wird er die Geländefähigkeiten des historischen Modells behalten? Luca de Meo verspricht zumindest bessere Offroad-Eigenschaften als bei den anderen SUV dieser Gruppe: günstigere Geländewinkel, einen Antrieb mit spezieller Übersetzung sowie einen klaren Fokus auf Einfachheit und Alltagstauglichkeit.

Lada Niva mit zwei Varianten für Europa

Damit enden die Neuheiten noch nicht. Voraussichtlich werden zwei Modelle die Bezeichnung Niva tragen. Aufgrund ihrer „europäischen“ Basis sollen sie außerdem im übrigen Europa verkauft werden. Das aktuelle Modell ist dort nur noch in geringem Umfang vertreten, da pro Jahr lediglich sehr wenige Fahrzeuge importiert werden. De Meo erwartet keine sehr hohen Stückzahlen, sieht darin jedoch eine potenziell sehr rentable Nische.

Die anderen „Bigster“

Insgesamt sind sieben Modelle geplant, die vom Bigster abgeleitet werden, verteilt auf Dacia, Lada und Renault. Bei Renault sollen die jeweilige Version oder mehrere Versionen des Modells gezielt in bestimmten Märkten angeboten werden, etwa in Südamerika oder Indien. Eine Vermarktung eines dieser Fahrzeuge auf dem europäischen Kontinent ist nicht vorgesehen.

Die geplante Strategie ähnelt stark dem bereits beim Dacia Duster angewandten Vorgehen. In Europa ist er als Dacia Duster bekannt, während er in anderen Regionen, etwa in Südamerika, als Renault verkauft wird. Dort gibt es sogar den Renault Duster Oroch als Pick-up, der in Brasilien angeboten wird. In einigen asiatischen Märkten trägt das Modell wiederum den Namen Nissan Terrano. Die Verkäufe summierten sich 2019 auf mehr als 400.000 Einheiten und 2020 auf 270.000 Einheiten, wobei der Rückgang auf die Pandemie zurückzuführen war. Produziert wird das Modell in fünf Ländern.

Beim Dacia Bigster ist das Ziel noch anspruchsvoller: Luca de Meo will mehr als eine Million Einheiten pro Jahr verkaufen.

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