In den vergangenen 20 Jahren hat Kia sein Engagement für den europäischen Markt deutlich ausgebaut. Davon zeugen die Produktionswerke, Entwicklungszentren und einige Modelle, die nahezu ausschließlich für Europa angeboten werden. Nach Angaben der Marke soll dieser Kurs fortgesetzt werden.
Der neue Kia EV4 wird als Schrägheckmodell mit zwei Karosserievolumen und fünf Türen das erste Elektroauto von Kia sein, das in Europa vom Band läuft: Die Fertigung erfolgt im slowakischen Žilina. Der Fastback mit drei Karosserievolumen und vier Türen kommt dagegen aus Südkorea. Beide Varianten sollen noch vor Jahresende auf den portugiesischen Markt kommen.
In diesem Video zeigen wir die wichtigsten Highlights des neuen EV4 und haben sogar schon einen Favoriten. Welcher das ist, lässt sich leicht erraten:
Schon bald werden wir den EV4 fahren können. Wir erwarten, dass das Modell beides beherrscht: flink durch die Stadt zu kommen und auch für längere Fahrten ausreichend geeignet zu sein.
Eine Art elektrischer Volkswagen Golf
Der neue Kia EV4 tritt im Segment der kompakten Familienautos an und ist gewissermaßen das „elektrische Gegenstück“ zum Volkswagen Golf.
Vielleicht wäre der Kia Ceed der naheliegendere Vergleich. Anders als beim EV4 ist die Zukunft des Ceed jedoch ungewiss: Seine europäische Produktion in Žilina endete im Mai, um gerade für die Fertigung des EV4 Platz zu schaffen. Der Vergleich mit einem der meistverkauften Modelle Europas verdeutlicht die Ambitionen des EV4 besser.
Für ein kompaktes Familienauto erscheinen uns die Abmessungen passend: Das Schrägheck ist 4.430 mm lang, der Fastback 4.730 mm. Beide messen 1.860 mm in der Breite und haben einen Radstand von 2.820 mm. Auch das Kofferraumvolumen passt zum Familienanspruch des EV4: Es beträgt 435 Liter beziehungsweise 490 Liter.
Die beste Technik der Hyundai-Kia-Gruppe
Kia hat bei der Plattform nicht gespart und greift auf die E-GMP der Hyundai Motor Group zurück, die bereits aus EV6 und EV9 bekannt ist. Im EV4 fällt sie kompakter aus, bietet aber genügend Platz für zwei Batterievarianten. Ihre Reichweiten sollen das Modell an die Spitze des Segments bringen.
Für den EV4 stehen Akkus mit 58,3 kWh und 81,4 kWh bereit. Das Schrägheck erreicht nach WLTP zwischen 410 km und 560 km, der Fastback kommt auf bis zu 630 km. Beide Varianten nutzen denselben einzelnen Motor an der Vorderachse, der 150 kW (204 PS) leistet.
Während die größeren „Geschwister“ mit 800-Volt-Systemen arbeiten, bleibt es bei der E-GMP im EV4 bei 400 V. Das Laden der Batterie von 10 % auf 80 % mit Gleichstrom dauert zwischen 29 Minuten und 31 Minuten. Bidirektionales Laden wird weiterhin unterstützt, sowohl per V2L als auch per V2G.
Wann kommt der Kia EV4 und was kostet er?
In Portugal kann der Kia EV4 bereits vorbestellt werden; die offizielle Markteinführung findet im September statt. Das fünftürige Schrägheck wird in drei Versionen angeboten: Drive mit 58,3 kWh, Tech mit 81,4 kWh und GT-Line mit 81,4 kWh. Für den EV4 Fastback ist nur eine Ausführung vorgesehen: die GT-Line mit 81,4-kWh-Batterie.
Die Preise beginnen bei 36.700 Euro.
Für Unternehmen ist der EV4 zu einem Grundpreis von 30.886 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer erhältlich. Der Fastback kostet für Firmen ab 38.203 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
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