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Horse C15: Neuer Range Extender für Elektroautos

Junge testet Motor im Koffer, neben Laptop mit Autoabbildung, Elektroauto im Hintergrund sichtbar.

Der Tod des Verbrennungsmotors wurde schon unzählige Male vorhergesagt. Doch die Realität widerlegt diese verfrühten Nachrufe immer wieder. Nun verleiht Horse Powertrain – das Gemeinschaftsunternehmen von Renault und Geely zur Entwicklung und Fertigung von Verbrennungs- und Hybridantrieben – dieser Technik erneut Auftrieb.

Horse C15: kompakter Range Extender für Elektroautos

Der Horse C15 ist ein ausgesprochen kompakter Motor, obwohl er über vier Zylinder und 1,5 Liter Hubraum verfügt. Zunächst klingt das nicht besonders ungewöhnlich. Entscheidend sind jedoch seine Abmessungen: Mit lediglich 50 cm x 55 cm x 27 cm, einem Gewicht von etwas mehr als 80 kg und seinem Platzbedarf, der in nahezu jedes Fach passt, ist er sehr klein ausgeführt. Weshalb das wichtig ist, zeigt sich im weiteren Verlauf.

Der Motor leistet bis zu 95 PS und wurde ausschließlich als Range Extender entwickelt. Er treibt also nicht die Räder an, sondern lädt die Batterie eines rein elektrischen Fahrzeugs nach und vergrößert damit die Reichweite zwischen zwei Ladevorgängen.

Gerade deshalb müssen diese Motoren so kompakt sein. Sie sollen sich im Vorderwagen von speziell für Elektroautos entwickelten Plattformen unterbringen lassen – in den vorderen Stauräumen –, und zwar auch bei Modellen, die bereits produziert werden.

Flexible Integration in Elektroauto-Plattformen

Dank seiner geringen Abmessungen kann der Horse C15 horizontal oder vertikal sowie vorne oder hinten eingebaut werden. Selbst Elektroautos der B-Klasse, also Kleinwagen, können ihn nahezu ohne Änderungen aufnehmen.

Zusätzlich wird es eine Turboversion des Horse C15 geben, die die Leistung auf 163 PS steigert. Sie ist für größere Fahrzeuge vorgesehen, etwa Kombis der D-Klasse oder sogar leichte Nutzfahrzeuge. Nach Angaben von Horse erfüllt dieser Motor bereits die Euro-7-Norm.

EREV sind der neue Trend

Merken Sie sich eine weitere Abkürzung: EREV steht für „Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite“. Laut Matias Giannini, Chief Executive Officer von Horse Powertrain, sind „Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerer die am stärksten wachsende Antriebskategorie in mehreren globalen Märkten“, insbesondere in China.

Das Konzept ist keineswegs neu: BMW bot den i3 REx an, Mazda vermarktet den MX-30 R-EV. Dennoch gewinnt diese Lösung in Märkten wie China an Bedeutung, obwohl einige Marken von dieser Technologie nicht einmal etwas hören wollen:

Im Gegensatz dazu will die amerikanische Scout Motors, die zum Volkswagen Group gehört, 2027 ein SUV und einen Pick-up mit Elektroantrieb und Range Extender auf den Markt bringen. Auch Hyundai bereitet bereits für 2026 ein Elektroauto mit Reichweitenverlängerer vor, das voraussichtlich im neuen IONIQ 9 zum Einsatz kommen soll.

Diese Motoren sind möglicherweise nicht das Endziel der Branche, wirken aber zunehmend wie eine notwendige Brücke. Einerseits bewahren sie die Vorteile des Elektroantriebs – leises Fahren, externes Laden und je nach Markt steuerliche Vergünstigungen. Andererseits schaffen sie mit zusätzlichen Hunderten Kilometern Reichweite Sicherheit, ohne dass man auf eine Schnellladesäule warten muss.

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