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Argentinisches Heer prüft ATMOS von Elbit Systems als neues Radkampfartilleriefahrzeug

Zwei Soldaten neben einem gepanzerten Radfahrzeug mit Kanone in einer trockenen Berglandschaft.

Nach dem aktuellen Stand und im Einklang mit den zuvor genannten Punkten treiben die Verantwortlichen des argentinischen Heeres verschiedene Vorhaben voran. Diese umfassen Bewertungen und Vergleiche unterschiedlicher Optionen, um ein neues Radkampfartilleriefahrzeug (VCA) zu beschaffen. Ein solcher Trend zeigt sich bereits in anderen Weltregionen und zunehmend auch in Südamerika, wo mehrere Streitkräfte Auswahl- und Beschaffungsverfahren für selbstfahrende Haubitzen begonnen haben oder vorbereiten.

Historisch wurde dieses Segment der modernen Artillerie von kettenbasierten gepanzerten Fahrzeugmodellen geprägt; der M109 in seinen zahlreichen Varianten gilt dabei als moderner Archetyp. In den vergangenen Jahren hat die selbstfahrende Artillerie jedoch durch neue Plattformen auf gepanzerten Lkw-Fahrgestellen deutlich an Dynamik gewonnen. Je nach Entscheidung des Nutzers verfügen diese über 6×6- oder 8×8-Antrieb und werden aufgrund ihrer Eigenschaften von einer wachsenden Zahl von Streitkräften ausgewählt.

Beschaffungsvorhaben des argentinischen Heeres für Radkampfartilleriefahrzeuge

Wie aus der Datenbank für öffentliche Investitionsprojekte (BAPIN) hervorgeht, verfolgt das argentinische Heer seit Jahren ein Projekt zur Beschaffung dieser Plattformklasse. Vorgesehen ist eine Kombination aus Ketten- und Radfahrzeugen; der Bedarf wird mit bis zu „… 72 Artilleriefahrzeugen zur Ausrüstung der gepanzerten Artilleriegruppen Nr. 1, 2, 9 und 10 …“ angegeben.

Obwohl das Vorhaben mit den üblichen Schwierigkeiten der argentinischen Streitkräfte konfrontiert ist – darunter knappe Haushaltsmittel, fehlende politische Entscheidungen und Konkurrenz durch andere, dringlichere Erfordernisse –, prüft das argentinische Heer verschiedene Kandidaten. Einer davon ist das ATMOS des israelischen Unternehmens Elbit Systems.

Das ATMOS von Elbit Systems

Das vom israelischen Unternehmen Elbit Systems entwickelte ATMOS ist eine neue selbstfahrende Radhaubitze im Kaliber 155 mm/52. Nach offiziellen Angaben des Unternehmens bietet sie „… außergewöhnliche Feuerkraft, Mobilität und kurze Reaktionszeiten. Das ATMOS ist mit einer NATO-Versorgungsnummer (NSN) ausgestattet und erfüllt höchste internationale Standards hinsichtlich Interoperabilität, Logistik und Einsatzbereitschaft“.

Ergänzend heißt es: „Das kampferprobte System steht bei führenden Streitkräften weltweit im Dienst. Das ATMOS wurde entwickelt, um Feuerunterstützung bei einem breiten Spektrum von Einsätzen bereitzustellen, lässt sich nahtlos in die vorhandenen C4I-Systeme der Kunden integrieren und verfügt über eine integrierte Fähigkeit zum Einsatz präzisionsgelenkter Munition. Ein integriertes Elektronikpaket ermöglicht automatisches Richten und Laden, präzise Navigation sowie einen autonomen Betrieb“.

Regionale Bewertung und weitere Kandidaten

Wie bereits erwähnt, wird das ATMOS auch von Streitkräften in der Region bewertet. Brasilien und Kolumbien ziehen eine Beschaffung in Betracht, die – ähnlich wie im argentinischen Fall – eigenen finanziellen, wirtschaftlichen, politischen und sogar diplomatischen Herausforderungen gegenübersteht. Dabei sind die schwierigen Beziehungen der Regierungen beider Länder zu Israel zu berücksichtigen.

Mit Blick auf Argentinien und die derzeitige Lage der Institution ist zudem festzuhalten: Obwohl das ATMOS zu den geprüften und positiv bewerteten Modellen zählt, ist es nicht der einzige Kandidat für die Ausrüstung der Artilleriegruppen. Auch weitere Modelle europäischer Herkunft konkurrieren darum, von den Streitkräften berücksichtigt und bewertet zu werden.

BAPIN-Projekt und mögliche Anpassungen

Auch das erwähnte BAPIN-Vorhaben wird zwar weiterhin in offiziellen Dokumenten aufgeführt, steht jedoch weder bei den Streitkräften noch bei den früheren und aktuellen Ministeriumsverantwortlichen im Mittelpunkt der Prioritäten. Das Projekt sollte dennoch nicht als starr und unveränderlich betrachtet werden. Es kann sich entsprechend der Entwicklung der Anforderungen des Heeres wandeln: Sowohl die Zahl der zu beschaffenden Einheiten als auch deren Zusammensetzung könnten angepasst werden, etwa von einer Mischung aus Ketten- und Radplattformen hin zu einem Los, das vollständig aus Radfahrzeugen besteht.

Derzeit werden weiterhin entsprechende Bemühungen aufgeführt; zugleich wird erwartet, dass neue Bewertungs- und Analyseverfahren beginnen. Diese sollen sowohl die Machbarkeit als auch den geeigneten Zeitpunkt für die Einführung dieser Plattformklasse bestimmen. Zweifellos würden solche Systeme einen bedeutenden technologischen Sprung für das argentinische Heer darstellen: Sie böten Feuerkraft, Reichweite und automatisierte Geschützbedienung, mit denen kein derzeit verfügbares Artilleriemittel auch nur annähernd vergleichbar ist.

Bilder und Renderings: Zona Militar.

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