Die neue Generation des Honda Prelude zählt zu den am meisten erwarteten Neuheiten der Marke und soll 2026 nach Europa kommen.
Doch um sämtliche Details der Rückkehr des japanischen Coupés zu erfahren, müssen wir nicht mehr so lange warten: Es wurde gerade in Japan und den USA vorgestellt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die veröffentlichten Werte für den „alten Kontinent“ exakt gleich ausfallen werden. Sollten sich Unterschiede ergeben, dürften sie jedoch gering sein.
Bekannt war bereits, dass er als Hybrid kommt, simulierte Gangwechsel bietet und Fahrwerk sowie Bremsanlage vom Civic Type R übernimmt. Nun herrscht auch bei weiteren technischen Daten mehr Klarheit.
Mehr Leistung als der Civic Hybrid
Die ersten fünf Generationen des Prelude waren im Grunde vom Accord abgeleitete Coupés. Mit der sechsten Generation verabschiedet sich Honda von diesem Konzept: Sie nutzt die Plattform des Honda Civic und übernimmt einige mechanische Komponenten vom deutlich kompromissloseren Civic Type R.
Unter der Haube setzt der neue Prelude auf exakt das aus dem Civic bekannte e:HEV-Hybridsystem. Es kombiniert einen 2,0-l-Vierzylinder-Benzinmotor, der vor allem als Generator arbeitet, mit zwei Elektromotoren.
Der Unterschied liegt in der höheren Leistung. Statt 135 kW (184 cv) leistet er auf dem nordamerikanischen Markt 203 cv (200 hp), während es bei 315 Nm und Frontantrieb bleibt. Angaben zu Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit machte Honda nicht.
Klingt das nach wenig? Schließlich liegt die Leistung in einer ähnlichen Größenordnung wie bei einem Toyota GT86, der vor einem Dutzend Jahren auf den Markt kam. Zu den Werten des Civic Type R fehlt dennoch viel – obwohl der Prelude dessen Komponenten übernimmt, die für deutlich höhere Leistung ausgelegt sind.
Die wichtigste Neuerung ist jedoch Honda S+ Shift: eine per Software simulierte „Gangschaltung“, die unterschiedliche Übersetzungen nachbilden kann. Obwohl es kein konventionelles Getriebe gibt – lediglich ein festes Übersetzungsverhältnis – und der Elektromotor in den meisten Situationen allein die Räder antreibt, bleiben Schaltwippen am Lenkrad vorhanden, um „Gänge zu wechseln“.
Honda Prelude mit „Type-R-Genen“
Auch wenn die gestiegene Leistung eher moderat ausfällt, erhält der Prelude in anderen Bereichen eine besondere Würze. Honda bezeichnet den neuen Prelude als GT, doch zugleich ist er das erste Modell ohne Type-R-Zusatz, das Komponenten eines Type R übernimmt: Die Dual-Axis-Vorderradaufhängung und die Brembo-Bremsanlage stammen direkt vom Civic Type R.
Laut Honda trägt diese Lösung dazu bei, den Torque Steer-Effekt zu verringern, wenn die 315 Nm an den Vorderrädern anliegen.
Trotz dieser gemeinsamen Bauteile erhielt der Prelude eine eigene Abstimmung, die seinem GT-Anspruch gerecht werden soll. Im Vordergrund stehen Komfort und dynamische Ausgewogenheit statt der auf Rennstrecken ausgelegten Fahrdynamik des Civic Type R.
Vertrauter Innenraum
Im Innenraum besteht der bereits bekannte größte Unterschied zwischen Prelude und Civic in der Beschränkung auf vier Sitzplätze. Hinzu kommen Vordersitze, die in diesem Coupé sportlicher und hochwertiger gestaltet sind als beim „Bruder“.
Ansonsten fühlt man sich sofort vertraut: Das japanische Coupé übernimmt vom Civic das gleiche Bildschirmduo – ein 10,2″ großes Kombiinstrument und einen 9″ großen Zentralbildschirm – sowie eine ähnliche Mittelkonsole und ein identisches Lenkrad.
Die Sitzplatzanzahl ist zwar auf vier begrenzt, doch beim Kofferraum wartet eine Überraschung. Der neue Honda Prelude bietet 428 Liter und übertrifft damit die 410 Liter des familienorientierteren Civic.
Wann kommt er und was könnte er kosten?
Der neue Honda Prelude wird erst in der ersten Hälfte des Jahres 2026 nach Europa kommen, weshalb die Preise noch völlig offen sind.
Dennoch wird erwartet, dass sie über den 45 250 Euro liegen, die für den Civic e:HEV verlangt werden.
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