Nach Jahren des Wartens hat Jeep den Recon vorgestellt: das erste vollelektrische Modell der Marke mit Trail-Rated-Einstufung. Bei der Präsentation des neuen Jeep Compass konnten wir bereits ein lebensgroßes Mock-up der nordamerikanischen Ausführung sehen.
Das Versprechen ist klar: Der Recon soll ein Wrangler ohne Verbrennungsmotor sein, ohne dabei die Jeep-DNA aufzugeben. Robuste Proportionen, abnehmbare Türen und ein nahezu durchgehendes Stoffverdeck folgen weiterhin der Markenphilosophie von Freiheit und Geländetauglichkeit – nun jedoch vollkommen geräuschlos.
Unter der Karosserie feiert der Recon zwei Elektromotoren Premiere, jeweils einer pro Achse. Zusammen leisten sie 478 kW (650 PS) und liefern 840 Nm Drehmoment. Für ein Fahrzeug mit diesem Einsatzzweck sind das beeindruckende Werte: Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in 3,7 s.
Die Energie liefert eine durch Stahlplatten geschützte 100-kWh-Batterie, die je nach Version eine Reichweite von bis zu 450 km ermöglichen soll.
Optisch übernimmt der Jeep Recon die bekannte Formensprache der US-Marke. Dazu gehören der nun beleuchtete Kühlergrill mit sieben Schlitzen sowie eine LED-Lichtsignatur in „U“-Form.
Darüber hinaus ist er der einzige vollelektrische SUV auf dem Markt, der abnehmbare Türen, eine aufklappbare Heckscheibe und separate hintere Seitenscheiben bietet – und all das werkzeuglos.
Garantierte Geländetauglichkeit
Dank eines Elektromotors an jeder Achse gehört Allradantrieb zur Serienausstattung und arbeitet mit dem Selec-Terrain-System zusammen. Darüber lassen sich fünf Fahrprogramme auswählen: Auto, Sport, Schnee, Sand und Rock, wobei Letzteres dem Recon Moab vorbehalten ist.
Um die Leistung auf unbefestigten Wegen weiter zu verbessern, erhält die Moab-Version am hinteren Elektromotor eine kürzere Gesamtübersetzung von 15:1. Dadurch steht in „kritischen“ Situationen mehr Drehmoment zur Verfügung.
Die Doppelquerlenker-Vorderachse und die Mehrlenker-Hinterachse sind darauf ausgelegt, Fahrkomfort auf der Straße mit überzeugenden Geländefähigkeiten zu verbinden. Beim Moab sorgen 33-Zoll-Reifen (rund 84 cm) für 24 cm Bodenfreiheit. Hinzu kommen großzügige Geländewinkel: 34° Böschungswinkel vorn, 34,5° Böschungswinkel hinten und 23,5° Rampenwinkel.
Laut Jeep zeichnet sich der Recon nicht nur durch seinen leisen Antrieb aus, sondern auch durch eine besonders präzise Dosierung des Fahrpedals auf technischen Passagen. Für steile Auf- und Abfahrten übernimmt die Selec-Speed Control die Regelung des Antriebssystems.
Die Marke betont, dass die Elektrifizierung inzwischen zur Weiterentwicklung des 4xe-Konzepts gehört. Sie soll die Fähigkeiten ihrer Modelle nicht ersetzen, sondern erweitern.
Mehr Technologie, dieselbe Jeep-Philosophie
Im Innenraum verbindet der Recon eine robuste Auslegung mit moderner Technik. Das digitale Kombiinstrument misst 12,3 Zoll, während ein 14,5 Zoll großer zentraler Touchscreen für das Uconnect-5-Infotainmentsystem vorgesehen ist.
Zur Ausstattung gehören außerdem eine zweistufige Mittelkonsole, modulare Ablagemöglichkeiten, Türen mit individualisierbaren Einsätzen sowie Halterungen für Kameras und Zubehör. Der Jeep Recon Moab hebt sich durch das Ambiente Joshua Tree ab, dessen Erdtöne vom Joshua-Tree-Nationalpark inspiriert sind.
Eine weitere Neuheit des Jeep Recon ist die App Trails Offroad, die detaillierte Karten verschiedener Strecken enthält. Vorerst stehen allerdings nur Routen aus den USA zur Verfügung.
Wann kommt der Jeep Recon?
Die Produktion des neuen Jeep Recon beginnt Anfang kommenden Jahres in Toluca in Mexiko. Zunächst wird er in den USA und Kanada eingeführt, ehe die weltweite Markteinführung für das vierte Quartal 2026 vorgesehen ist.
Die Moab-Version bleibt jedoch auf Nordamerika beschränkt. Konkrete Preise stehen derzeit noch nicht endgültig fest.
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