Die Corvette zählt zu den bekanntesten Sportwagen der Welt; ihre Geschichte begann bereits in den fernen 1950er-Jahren.
Mit der achten Generation entwickelte sich die sportliche Corvette zu einem Supersportwagen mit Mittelmotor. Nun erklärt Chevrolet, mit der Corvette ZR1X einen „echten amerikanischen Hypercar“ geschaffen zu haben.
Chevrolet Corvette ZR1X mit 1267 PS Systemleistung
Der Chevrolet Corvette ZR1X ist fortan das leistungsstärkste Modell in der Geschichte der Baureihe und erreicht eine maximale Systemleistung von 1267 PS (1250 hp). Es handelt sich um eine kombinierte Leistung, denn der ZR1X ist ein Hybrid.
Als Basis dient der ZR1 mit seinem 5,5-Liter-Biturbo-V8. Ergänzt wird er durch eine elektrifizierte Vorderachse, die vom E-Ray – der Hybrid-Corvette – übernommen wurde. Dort arbeitet ein Elektromotor mit 138 kW (188 PS) und 197 Nm Drehmoment.
Der V8-Motor verfügt über zwei Turbolader mit 76 mm Durchmesser. Damit leistet er bei 7000 U/min maximal 1078 PS und stellt ab 6000 U/min 1123 Nm Drehmoment bereit. Gemeinsam mit der elektrifizierten Vorderachse steigt die maximale Systemleistung auf 1267 PS.
Dank Allradantrieb und einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe soll der Sprint von 0 auf 96 km/h (60 mph) laut Hersteller in weniger als zwei Sekunden gelingen.
Auch die in den USA besonders beliebte Viertelmeile (402 Meter) absolviert der Corvette ZR1X in unter neun Sekunden und erreicht dabei mehr als 240 km/h. Da der elektrische Teil des Antriebsstrangs nur bis 160 mph (257 km/h) Leistung abgibt, dürfte die Höchstgeschwindigkeit dem ZR1 entsprechen und bei 375 km/h liegen.
Hybrid-System mit Wurzeln im Motorsport
Wie erwähnt, bildet der ZR1 die Grundlage für den Corvette ZR1X. Für den elektrischen Antrieb ist jedoch eine zentral montierte Batterie mit 1,9 kWh erforderlich, die identisch mit jener des E-Ray ist. Ein spezielles Energiemanagement regelt die Leistungsabgabe in drei verschiedenen Modi: Endurance, Qualifying und Push-to-Pass.
Neu ist außerdem der Modus PTM Pro. Er schaltet sämtliche Fahrerassistenzsysteme ab, lässt jedoch die Rekuperationsbremse an den Vorderrädern sowie die Traktionskontrolle beim Beschleunigen aktiv, um auf der Rennstrecke die maximale Leistung abrufen zu können. Dadurch benötigt das Hybridsystem keinen Plug-in-Anschluss, sondern nutzt ausschließlich die Energierückgewinnung beim Verzögern und Bremsen.
Alcon-Bremsanlage und ZTK Performance-Paket
Beim Bremsen setzt der Corvette ZR1X auf eine Anlage von Alcon. Sie umfasst die größten jemals in einer Corvette verbauten Carbon-Keramik-Bremsscheiben mit 419 mm Durchmesser. Vorne greifen Bremssättel mit zehn Kolben zu, hinten kommen Sechskolben-Bremssättel zum Einsatz.
Chevrolet zufolge erzeugt die Anlage beim Verzögern von 290 km/h auf 190 km/h eine Bremskraft von 1,9 G.
Der ZR1X wird in zwei Karosserievarianten angeboten: als Coupé und als Cabriolet mit Hardtop. Optional ist das ZTK Performance-Paket erhältlich, das ein straffer abgestimmtes Fahrwerk und Semi-Slick-Reifen umfasst – Michelin Pilot Cup 2R anstelle der stärker auf die Straße ausgerichteten Pilot Sport 4S.
Mit einem Aerodynamikpaket aus Carbonfaser-Elementen, dessen auffälligstes Bauteil der riesige Heckflügel ist, kann der Corvette ZR1X optisch noch aggressiver auftreten. Zusammen erzeugen diese Komponenten bei Höchstgeschwindigkeit des ZR1X mehr als eine halbe Tonne Abtrieb; sie sind Teil des ZTK Performance-Pakets.
Das günstigste Hypercar der Welt
Die Fertigung des Chevrolet Corvette ZR1X startet noch in diesem Jahr, und die ersten Fahrzeuge könnten bereits vor Jahresende ausgeliefert werden.
Preise hat die US-Marke bislang nicht bestätigt. Amerikanische Medien rechnen jedoch mit einem Einstiegspreis von rund 200.000 US-Dollar, was etwa 175.000 Euro entspricht.
Das wäre ein „Schnäppchen“ im Vergleich zu den Hypercars, mit denen Chevrolet den ZR1X gleichsetzt. Anders als diese wird er zudem nicht in limitierter Stückzahl produziert.
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