Der jüngste automobile Spielzeugtraum für Multimillionäre trägt den Namen Bugatti Tourbillon und wird von einem V16-Motor angetrieben. Das frei saugende 8,3-Liter-Aggregat entwickelt bei 9.000 U/min 1.000 PS „Verbrennungsleistung“. Ergänzt wird es von drei Elektromotoren, die weitere 800 PS (588 kW) beisteuern.
Zusammen mobilisiert dieses außergewöhnliche Quartett 1.800 PS (!). Die beiden vorderen Elektromotoren sowie der zusätzliche E-Motor an der Hinterachse beziehen ihre Energie aus einem 800-Volt-Bordnetz und einer Batterie mit lediglich 25,4 kWh Kapazität.
Bugatti Tourbillon: V16-Hybridantrieb und elektrische Reichweite
Eine größere Batterie ist nicht erforderlich, da der gemeinsam mit Cosworth entwickelte frei saugende V16 die grundlegende Antriebsarbeit übernimmt. Trotzdem ermöglicht der vergleichsweise kompakte Energiespeicher dem Bugatti Tourbillon eine rein elektrische Reichweite von bis zu 60 km.
Fordert der Fahrer die volle Leistung ab und arbeiten der V16-Benzinmotor sowie die drei Elektromotoren zusammen, beschleunigt der allradgetriebene Bugatti Tourbillon in nur zwei Sekunden auf 100 km/h. 200 km/h erreicht er in weniger als fünf Sekunden, 300 km/h in unter 10 Sekunden. Doch damit ist noch längst nicht Schluss.
Bis die analoge Instrumentierung 400 km/h anzeigt, vergehen aus dem Stand weniger als 25 Sekunden. Erst bei unglaublichen 445 km/h stellt der Tourbillon seine weitere Beschleunigung ein.
Michelin-Reifen für bis zu 445 km/h
Bei diesem Geschwindigkeitsniveau ist die Reifenwahl besonders entscheidend. Deshalb entwickelte Michelin die Gummimischungen eigens für den Bugatti Tourbillon. Vorn kommen Pilot Sport Cup 2 in der Dimension 285/35 R20 zum Einsatz, hinten tragen sie das Format 345/30 R21.
Noch exklusiver
So spektakulär das Konzept aus einem frei saugenden V16 und drei Elektromotoren auch sein mag: Das Design des neuen Bugatti Tourbillon dürfte ebenfalls niemanden kaltlassen. Es lässt sich durchaus als sorgfältig weiterentwickelte Interpretation seines Vorgängers, des Chiron, verstehen.
Hat man erst einmal in der behaglichen „Lederschale“ Platz genommen – so lässt sich der Innenraum des Tourbillon treffend beschreiben –, ziehen Armaturenbrett und Lenkrad unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich. Statt auf moderne Designlösungen zu setzen, entschied sich die Marke für die Optik einer äußerst exklusiven Uhr, die zugleich die Funktionen eines Fahrzeug-Kombiinstruments erfüllt.
Gerade dieses Detail zählt zweifellos zu den größten Besonderheiten. Das einzigartige Funktionsprinzip mit zahlreichen Zeigern und Zahnrädern im Stil einer Richard-Mille-Armbanduhr dürfte einige Sammler dazu bewegen, den Bugatti Tourbillon in hochgradig individualisierter Form in ihre exklusiven Kollektionen aufzunehmen.
Bugatti plant, in seinem Werk in Molsheim 250 Exemplare zu bauen. Jedes einzelne wird 3,8 Millionen Euro kosten – selbstverständlich vor Steuern. Die ersten Auslieferungen an Kunden sind erst für 2026 vorgesehen.
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