Der Nissan Juke Hybrid führt nicht nur einen neuen Hybridantrieb ein: Nissan nutzte die Gelegenheit zugleich, um den japanischen Crossover in mehreren Punkten „aufzufrischen“.
So erhielt er einen neuen Stoßfänger, der die Aerodynamik verbessert. Der Kühlergrill wurde mit stärkerer Ähnlichkeit zum elektrischen Crossover Ariya gestaltet, außerdem trägt das Modell nun das neue Nissan-Logo. Am Heck fällt zudem ein überarbeiteter Spoiler auf.
Die wichtigste Neuerung ist jedoch eindeutig der neue Hybridantrieb. Er soll nicht nur den Verbrauch senken, sondern macht den Juke Hybrid zugleich zur leistungsstärksten Motorisierung der aktuellen Juke-Generation.
Diogo Teixeira hat den Juke Hybrid bereits in Barcelona, Spanien, gefahren und stellt die neue Variante vor.
Nissan Juke Hybrid: Änderungen an Design und Aerodynamik
Neben dem neuen Frontstoßfänger und dem überarbeiteten Kühlergrill wurde auch der Heckspoiler neu gestaltet. Mit dem an den Nissan Ariya angelehnten Grill sowie dem neuen Markenlogo erhält der Crossover einen aktualisierten Auftritt.
Der Hybridantrieb
Die zweite Generation des Nissan Juke kam 2019 auf den Markt und war bislang ausschließlich mit einer Benzinmotorisierung erhältlich: dem 1.0 DIG-T mit 114 PS. Nun erweitert eine weitere Antriebsoption das Angebot, wobei der Juke Hybrid die Spitzenposition im Programm übernimmt.
Sein Hybridantrieb ist allerdings nicht vollständig neu. Dank der Synergien innerhalb der Allianz Renault Nissan Mitsubishi übernimmt der Juke Hybrid denselben Antrieb wie der Renault Clio E-Tech, ein Modell, das bereits von uns getestet wurde.
Kombiniert werden ein 1,6-l-Reihenvierzylinder-Saugmotor mit 94 PS und 148 Nm, ein elektrischer Fahrmotor mit 36 kW (49 PS) und 205 Nm sowie ein elektrischer Motor-Generator mit 15 kW (20 PS). Hinzu kommen ein Wechselrichter und eine flüssigkeitsgekühlte Batterie mit 1,2 kWh Kapazität.
Besonders interessant ist das Getriebe als Teil des Antriebsstrangs des Juke Hybrid. Es handelt sich um ein reibungsarmes multimodales Getriebe mit vier Gängen für den Verbrennungsmotor und zwei Gängen für den Elektromotor. Eine herkömmliche Kupplung gibt es nicht: Statt klassischer Synchronringe kommen Klauenkupplungen zum Gangwechsel zum Einsatz.
Insgesamt erreicht der neue Juke Hybrid eine kombinierte Höchstleistung von 105 kW beziehungsweise 143 PS. Das sind 29 PS mehr als beim 1.0 DIG-T. Gleichzeitig verspricht Nissan einen um bis zu 40 % niedrigeren Verbrauch im Stadtverkehr und um bis zu 20 % geringere Werte im kombinierten Zyklus.
Elektrisches Fahren und e-Pedal im Nissan Juke Hybrid
Als Vollhybrid – in diesem Fall mit serienparallelem Aufbau – muss der Juke Hybrid im Gegensatz zu einem Plug-in-Hybrid nicht extern geladen werden. Die kleine Batterie unter dem Kofferraum verringert dessen Volumen um 68 l: Es bleiben 354 l statt 422 l beim Juke mit reinem Verbrennungsmotor. Mehr als 2–3 km elektrische Reichweite sind damit nicht möglich.
Das mag wenig erscheinen. Zusammen mit der Energierückgewinnung beim Verzögern und Bremsen, die Strom in der Batterie speichert, sollen laut Nissan jedoch bis zu 80 % der Fahrten im Stadtverkehr emissionsfrei möglich sein. Der Juke startet grundsätzlich elektrisch und kann in diesem Modus bis zu 55 km/h erreichen.
Zusätzlich erhält der neue Juke Hybrid die e-Pedal-Funktion, die auch im vollelektrischen Leaf verfügbar ist. Damit lässt sich der Vortrieb des Fahrzeugs allein über das Gaspedal steuern. Anders als beim Leaf bringt e-Pedal den Crossover allerdings nicht vollständig zum Stillstand: Die Geschwindigkeit wird lediglich auf 5 km/h reduziert, sodass weiterhin das Bremspedal betätigt werden muss.
In Portugal
Der neue Nissan Juke Hybrid kann in Portugal bereits bestellt werden; die Preise beginnen bei 32.700 Euro. Die im Video gezeigte, umfangreicher ausgestattete Tekna-Version startet bei 35.100 Euro.
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