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Nissan e-Power: Die Hybridtechnik im Nissan Kicks erklärt

Weißer Nissan E-Power Elektro-SUV im Ausstellungsraum neben Ladestation und Motor auf Wanddisplay

Falls Sie den kompakten Nissan Kicks noch nicht kennen: Er ist ein Crossover ähnlich dem Juke, wird jedoch nicht in Europa angeboten. Im Zuge seines Facelifts hat die japanische Marke die Gelegenheit genutzt, die Nissan-e-Power-Technologie erstmals in einem Modell ausserhalb Japans einzuführen – bislang kam sie nur im kleinen Van Note zum Einsatz (Video unten).

Diese Technik verdient besondere Beachtung, denn sie soll 2022 auch nach Europa kommen – aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Nachfolger des Qashqai. Ein Concept Car namens IMQ hat die neue Generation bereits vorweggenommen; auch es verfügt über diese Technologie, allerdings in einer Ausführung für Allradmodelle.

Was genau ist Nissan e-Power?

Dabei handelt es sich um die jüngste Hybridtechnik des japanischen Herstellers. Sie unterscheidet sich von bekannten Vollhybridsystemen ohne Plug-in-Funktion, etwa von Toyota oder Hyundai.

Nissan e-Power ähnelt vielmehr der Honda-e:HEV-Technik, die im neuen Jazz zu sehen sein wird und im bereits erhältlichen CR-V eingesetzt wird. Im Kern ist es ein serieller Hybrid, bei dem der Verbrennungsmotor ausschliesslich als Generator für den Elektromotor fungiert und keine Verbindung zur Antriebsachse besitzt.

So arbeitet das System grundsätzlich auch bei Honda, wobei dort unter bestimmten Fahrbedingungen der Verbrenner seine Leistung direkt an die Antriebsachse übertragen kann. Nach allem, was über Nissan e-Power bekannt ist, geschieht dies hier nie.

Elektrisch unterwegs – mit Benzin

Mit Nissan e-Power wird ein entsprechend ausgestattetes Modell somit im Wesentlichen zu einem Elektrofahrzeug … mit Benzinantrieb. Der Verbrennungsmotor übernimmt dabei nicht die Rolle eines Reichweitenverlängerers, wie bei manchen Elektroautos. Der Verbrennungsmotor ist … die Batterie.

Im Nissan Kicks fungiert ein kleiner Reihendreizylinder mit 1,2 l Hubraum und 80 PS als diese „Batterie“. Weil er allein zur Stromerzeugung eingesetzt wird, kann er länger in seinem optimalen Wirkungsbereich laufen, was den erwarteten niedrigeren Verbrauch und geringere Emissionen begünstigt.

Die vom 1.2 erzeugte Energie speist zunächst die Batterie und durchläuft anschliessend den Wechselrichter, der Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Danach erreicht sie den Elektromotor EM57 mit 129 PS und 260 Nm, der wiederum die Vorderräder antreibt.

Natürlich ist eine Lithium-Ionen-Batterie vorhanden, doch sie ist sehr kompakt und besitzt eine geringe Kapazität: lediglich 1,57 kWh. Mit einer grossen elektrischen Reichweite ist also nicht zu rechnen. Nissan nannte in dieser ersten Mitteilung trotz des EV-Modus des kleinen Kicks keinen Wert zur elektrischen Reichweite.

Wäre eine reine Batterie nicht besser?

Angesichts der hohen Kosten von Elektrofahrzeugen könnten Hybride wie dieser Kicks eine sinnvolle und deutlich günstigere Möglichkeit sein, Verbrauch und Emissionen zu senken. Wäre er ausschliesslich elektrisch wie ein Leaf, müsste der kleine Kicks erheblich teurer sein.

Diese Technologie dürfte in Europa die Dieselmotoren von Nissan ersetzen. Dass in der nächsten Qashqai-Generation keine Dieselantriebe mehr angeboten werden, gilt als nahezu sicher; an ihre Stelle soll ein Qashqai Hybrid mit e-Power-Technologie treten.

Ob diese Technik neben dem Qashqai auch im Juke oder einem anderen Nissan-Modell eingesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Nissan befindet sich zudem in einer schwierigen Phase und wird voraussichtlich bald einen Sanierungsplan vorstellen. Soweit bekannt, soll dieser Plan wichtige Märkte wie die USA und China wieder stärker in den Fokus rücken, während die Präsenz in anderen Regionen wie Europa reduziert wird. Erfahren Sie mehr:


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