Seit 2013 gelten der Nissan Rogue und der Nissan X-Trail als „zwei Seiten derselben Medaille“: Der eine wird in den USA angeboten, der andere in Europa verkauft.
Sieben Jahre später erhält der Nissan Rogue nun eine neue Generation. Neben einer komplett überarbeiteten Optik bringt sie vor allem ein deutliches Technologie-Upgrade mit.
Als Basis dient eine neue Architektur, genauer gesagt eine weiterentwickelte Version der CMF-C/D-Plattform. Ungewöhnlich dabei: Gegenüber dem Vorgänger ist der Rogue 38 mm kürzer und 5 mm niedriger.
Optisch greift der Rogue, wie bereits auf den vorab durchgesickerten Bildern erkennbar war, Gestaltungselemente des neuen Juke auf. Dazu gehören die zweigeteilten Scheinwerfer und der für Nissan typische V-förmige Kühlergrill. Die möglichen Abweichungen zum europäischen X-Trail dürften sich auf Details beschränken, etwa auf Zierelemente wie Chromapplikationen oder überarbeitete Stoßfänger.
Ein neuer Innenraum
Im Innenraum führt der Nissan Rogue eine neue Designsprache ein. Sie wirkt deutlich reduzierter und zugleich moderner als die Gestaltung des Vorgängers.
Apple CarPlay, Android Auto sowie eine induktive Lademöglichkeit für das Smartphone gehören zur Ausstattung. Serienmäßig verfügt der Nissan Rogue über einen 8-Zoll-Bildschirm für das Infotainmentsystem; optional ist ein 9-Zoll-Display erhältlich.
Das digitale Kombiinstrument misst in der Serienausführung 7 Zoll. Gegen Aufpreis kann es vollständig digital ausgeführt werden und nutzt dann einen 12,3-Zoll-Bildschirm. Die Topversionen erhalten zusätzlich ein 10,8-Zoll-Head-up-Display.
Moderne Technik für den Nissan Rogue
Mit der neuen Plattform erhält der Nissan Rogue auch zahlreiche neue Systeme zur Fahrwerksregelung.
Der japanische SUV ist daher mit dem System „Vehicle Motion Control“ ausgestattet. Es überwacht Bremsen, Lenkung und Beschleunigung und greift bei Bedarf ein.
Bei der Fahrdynamik bieten die Versionen mit Frontantrieb drei Fahrmodi: Eco, Standard und Sport. Darüber hinaus ist ein Allradantrieb optional verfügbar.
Zu den Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen zählen unter anderem ein automatisches Notbremssystem mit Fußgängererkennung, ein Heckkollisionswarner, ein Spurverlassenswarner und ein Fernlichtassistent.
Nur ein Motor zum Start
In den USA wird der neue Nissan Rogue vorerst ausschließlich mit einem Antrieb angeboten: einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 181 PS und 245 Nm, der mit einem CVT-Getriebe kombiniert ist. Die Kraft wird dabei entweder an die Vorderräder oder an alle vier Räder übertragen.
Sollte der Rogue als X-Trail nach Europa kommen, wird dieser Motor höchstwahrscheinlich durch den bereits eingesetzten 1.3 DIG-T ersetzt. Zudem verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Modellpalette – wie bereits beim neuen Qashqai angekündigt – vollständig auf Diesel verzichten könnte. Stattdessen dürften Hybridantriebe angeboten werden, vom e-Power-System bis zu einem Plug-in-Hybrid mit Mitsubishi-Technologie.
Ein weiterer Unterschied zwischen Rogue und X-Trail betrifft die maximale Sitzplatzzahl. In den USA bietet das Modell fünf Plätze, während in Europa – wie bisher – weiterhin eine dritte Sitzreihe verfügbar sein soll.
Kommt er nach Europa?
Die endgültige Bestätigung, dass der Nissan Rogue als Nissan X-Trail den Atlantik überquert und nach Europa kommt, steht auch einige Wochen nach der Vorstellung des Sanierungsplans der japanischen Marke noch aus. Dennoch deutet alles darauf hin. Denn wie du dich vielleicht an den Plan Nissan Next erinnerst, räumt dieser dem Juke und dem Qashqai in Europa Vorrang ein.
Die Markteinführung in den USA ist für den Herbst vorgesehen. Der sehr wahrscheinliche Marktstart in Europa könnte gegen Ende des Jahres folgen.
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