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Jeep Grand Cherokee L: Der neue grosse Offroad-SUV mit sieben Sitzen

Weißer Jeep SUV mit schwarzer Felgen in moderner Ausstellungshalle auf Glattboden.

Der Jeep Grand Cherokee zählt zu den bekanntesten Offroad-Fahrzeugen der Welt. Sobald ein neues Modell vorgestellt wird, richtet sich der Blick der Automobilwelt für mehr als nur ein paar Minuten nach Detroit im US-Bundesstaat Michigan, um die neue Generation genauer unter die Lupe zu nehmen.

Und diesmal wird der Jeep Grand Cherokee erstmals in seiner Geschichte – das erste Modell kam 1992 auf den Markt – mit zwei Karosserievarianten und unterschiedlichen Radständen angeboten.

Der neue Grand Cherokee L, die grössere der beiden Ausführungen, kommt im zweiten Quartal des Jahres auf den Markt. Mit einem Radstand von 3,09 m bietet er drei Sitzreihen sowie sechs oder sieben Plätze. Damit tritt er nicht nur gegen die Luxuskonkurrenz in seinem Heimatland an – dort entfallen rund 3/4 der Verkäufe dieses Segments auf Varianten mit drei Sitzreihen –, sondern auch gegen Wettbewerber aus Europa und Asien.

Unverkennbar Jeep, aber mit deutlichen Veränderungen

Das Erscheinungsbild des neuen Grand Cherokee bleibt eindeutig Jeep und Grand Cherokee. Der Einfluss des neuen und nochmals grösseren Grand Wagoneer ist jedoch erkennbar. Die Formensprache und die selbstbewussten Proportionen sind vertraut, insbesondere bei dieser neuen L-Version, die grösser ausfällt als bisher.

Der Jeep Grand Cherokee hat sich nicht nur aussen grundlegend verändert, sondern ebenso im Innenraum: Das amerikanische SUV tritt auf einem völlig anderen Niveau an als seine Vorgänger. Segmenttypisch gibt es ein animiertes Kombiinstrument mit 10,3 Zoll sowie einen zentralen Bildschirm mit bis zu 10,1 Zoll. Überraschend zahlreich sind zudem die haptischen Tasten und Schalter ober- und unterhalb des Zentraldisplays, die einzelne Funktionen steuern.

Weiter unten in der Mittelkonsole lassen sich über einen Drehregler nicht nur die Fahrstufe des Automatikgetriebes wählen, sondern auch die verschiedenen Fahrprogramme einstellen und die optionale Luftfederung bedienen.

Mehr Luxus und Technik

Für die USA wurden vier Ausstattungslinien angekündigt: Laredo, Limited, Overland und Summit. In den höheren Ausstattungen stehen besonders die Ledersitze im Mittelpunkt, die elektrisch verstellbar sind, eine Massagefunktion bieten sowie beheizt und belüftet werden können.

Der Grand Cherokee L Summit verwöhnt die Passagiere im Fond zusätzlich zum langen Radstand und den besonders weit öffnenden Türen mit Einzelsitzen – den sogenannten Captain Chairs oder Kapitänssesseln. Eine Mittelkonsole mit mehreren Funktionen trennt diese voneinander.

Vermutlich vorbildlich: Der Grand Cherokee verfügt im Innenraum über insgesamt ein Dutzend USB-Anschlüsse der Typen A und C. Hinzu kommt eine Vier-Zonen-Klimaautomatik, deren Einstellungen für die Insassen der ersten und zweiten Reihe individuell vorgenommen werden können. Die Luftauslässe der zweiten und dritten Sitzreihe sind in die Verkleidungen der B- und C-Säulen integriert.

Vor allem Eltern kleiner Kinder dürften begeistert sein: Das Infotainmentsystem kann bei Bedarf das Bild einer Kamera an den Rücksitzen anzeigen. Darüber hinaus lässt sich der Bildschirm für die beiden einzelnen Kindersitze teilen. Zwischen der zweiten und dritten Reihe befinden sich ausserdem Infrarotleuchten rund um die Kamera. Sie können den Innenraum ausleuchten und wechseln automatisch zwischen Tag- und Nachtmodus.

An Platz mangelt es nicht. Die grösseren Abmessungen des Grand Cherokee L – er ist länger als fünf Meter – sorgen sowohl für einen geräumigen Passagierbereich als auch für viel Stauraum. Hinter der zweiten Sitzreihe stehen 1328 l Ladevolumen zur Verfügung; die dritte Sitzreihe ist im Verhältnis 50:50 geteilt und lässt sich umklappen. Werden auch die Sitze der zweiten Reihe umgelegt, entsteht eine ebene Ladefläche mit einem Volumen von 2396 Litern.

Es ist ein Jeep, daher zählen die Offroad-Fähigkeiten

Anders als die meisten Konkurrenten misst der Jeep Grand Cherokee L seinen Offroad-Eigenschaften grosse Bedeutung bei und will nicht ausschliesslich auf der Strasse überzeugen. Obwohl er auf der Giorgio-Plattform basiert, die auch Alfa Romeo Stelvio und Giulia nutzen und eine höhere Kompetenz auf Asphalt verspricht, bietet die neue Grand-Cherokee-Generation je nach Version oder gewählter Option drei verschiedene Allradsysteme:

  • Quadra-Trac I – ein AWD-System (All Wheel Drive), das automatisch Kraft an die Vorderachse leitet, wenn es mangelnde Traktion erkennt;
  • Quadra-Trac II – ein 4WD-System (Four Wheel Drive) mit einem zweistufigen Verteilergetriebe;
  • Quadra-Drive II – ein 4WD-System mit elektronisch gesteuertem Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

Zum ersten Mal können beide 4WD-Systeme die Vorderachse abkoppeln, wenn zwei angetriebene Achsen nicht erforderlich sind, was den Kraftstoffverbrauch senkt. Demselben Ziel dienen der verstärkte Einsatz von Aluminium – etwa für Motorhaube und Heckklappe – sowie hochfesten Stählen, um das Gewicht dieses grossen SUV auf einem vernünftigen Niveau zu halten.

Optional ist zudem eine Luftfederung erhältlich, welche die Bodenfreiheit je nach Bedarf um mehr als zehn Zentimeter verändern kann: zum Anheben beim Überwinden eines Hindernisses abseits befestigter Wege oder zum Absenken für einen geringeren Luftwiderstand auf der Autobahn.

Wann kommt er?

Derzeit ist noch nicht bekannt, ob und wann der Grand Cherokee L nach Europa kommt. Die Fünfsitzer-Version, die in der zweiten Jahreshälfte vorgestellt werden soll, wird jedoch mit Sicherheit nach Europa kommen. Ebenso offen ist, welche Motorisierungen für das europäische und insbesondere das nationale Angebot vorgesehen sind.

In den USA kommt der neue Grand Cherokee L im zweiten Quartal des Jahres zu den Händlern, und zwar mit zwei bereits aus dem aktuellen Grand Cherokee bekannten Benzinmotoren: dem 3,6-V6-Pentastar mit 294 PS und dem 5,7-V8-Hemi mit 362 PS, der eine seiner beiden Zylinderbänke deaktivieren kann. Auf dem „alten Kontinent“ wird der Schwerpunkt zweifellos auf der angekündigten Hybridversion 4xe liegen.

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