Zum Inhalt springen

US Navy feiert Kiellegung der USS Philadelphia (LPD 32)

Zwei Arbeiter mit Schutzhelmen und USA-Flagge vor großem Schiffsrumpf im Dock mit Hebekran.

Die US Navy hat gemeinsam mit Industrieunternehmen kürzlich die Kiellegungszeremonie für die künftige USS Philadelphia (LPD 32) abgehalten. Das Schiff wird die 16. amphibische Angriffseinheit der neuen San-Antonio-Klasse sein. Die Veranstaltung fand am 3. März bei Ingalls Shipbuilding statt, einer Werftdivision des US-Konzerns Huntington Ingalls Industries (HII). Dieser Meilenstein leitet eine entscheidende Bauphase ein: Das zuvor entwickelte Schiff nimmt damit physische Gestalt an und soll künftig die amphibische Flotte der US Navy verstärken.

Namensgeberin des Schiffs ist die Stadt Philadelphia, deren historisches und maritimes Erbe in den Vereinigten Staaten damit gewürdigt wird. Die Stadt gilt sowohl als Geburtsort der US Navy als auch des US Marine Corps (USMC). Darüber hinaus befand sich dort die historische Philadelphia Naval Shipyard, die von 1801 bis 1995 betrieben wurde und zahlreiche Kriegsschiffe für die US-Marine baute.

Kiellegungszeremonie der USS Philadelphia

Die Kielauthentifizierung ist eine jahrhundertealte maritime Tradition und kennzeichnet einen wichtigen Baufortschritt eines Schiffs. Im Rahmen der Zeremonie wurden die Initialen der Schiffspatin Maureen Paparo auf eine Stahlplatte geschweißt, die dauerhaft am Rumpf der Einheit befestigt wird. Paparo stammt aus Philadelphia und ist die Ehefrau von Admiral Samuel Paparo, dem 27. Kommandeur des US Indo-Pacific Command (USINDOPACOM).

Während der Veranstaltung betonte Kapitän Matthew Tardy, Leiter des Amphibischen-Kriegsführungsprogramms beim Program Executive Office Ships (PEO Ships) der US Navy, die Bedeutung des Vorhabens. „Die künftige USS Philadelphia ehrt eine der Gründungsstädte der Vereinigten Staaten und deren fortgesetzte Unterstützung für die Navy und den maritimen Bereich“, erklärte der Offizier. Er fügte hinzu: „Diese Kiellegung markiert den zeremoniellen Beginn des Baus, und wir freuen uns darauf, dieses Schiff an die Flotte zu übergeben.“

Eigenschaften der Schiffe der San-Antonio-Klasse

Die amphibischen Transportdockschiffe (LPD) der San-Antonio-Klasse sind dafür ausgelegt, Landungskräfte für unterschiedliche Einsätze der Expeditionskriegsführung einzuschiffen, zu transportieren und an Land zu bringen. Darüber hinaus können diese Plattformen bei humanitären Hilfseinsätzen und der Katastrophenhilfe eingesetzt werden. Sie verschaffen der US Navy und dem US Marine Corps moderne, seegestützte Fähigkeiten, die für das Zusammenwirken mit Systemen des 21. Jahrhunderts vorbereitet sind.

Zu den Mitteln, mit denen sie operieren können, gehören Luftkissen-Landungsboote (LCAC), moderne Hubschrauber sowie Senkrechtstart- und -landeflugzeuge wie die MV-22 Osprey (MV-22). Diese Kombination befähigt die Schiffe der San-Antonio-Klasse, als amphibische Projektionsplattformen mit hoher Interoperabilität und Überlebensfähigkeit in komplexen Einsatzumgebungen zu wirken.

Hintergrund des Bauprogramms

Der Bau der USS Philadelphia ist Teil des Programms zur Erweiterung der amphibischen US-Flotte. Im Januar 2025 meldete HII den Beginn des Bauprozesses für das Schiff, das nach dem Flight-II-Standard der San-Antonio-Klasse ausgeführt wird. Das erste Schiff dieser Variante lief im Oktober vergangenen Jahres vom Stapel und wird in Kürze als USS Harrisburg (LPD 30) in die US Navy aufgenommen.

Huntington Ingalls Industries ist derzeit die einzige Werft, die diese Schiffsklasse baut, und hat bereits die Einheiten von LPD 17 bis LPD 29 ausgeliefert. Parallel arbeitet das Unternehmen an der USS Harrisburg (LPD 30), der USS Pittsburgh (LPD 31) und der USS Philadelphia (LPD 32). Im September 2024 schloss die US Navy zudem einen Vertrag über mehr als 5,8 Milliarden US-Dollar für den Bau von drei weiteren Einheiten ab: LPD 33, LPD 34 und LPD 35.

Titelfoto dient nur der Illustration.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen