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Aston Martin Valen: Der brutalste V12-Super-GT

Sportlicher Aston Martin Supersportwagen in schimmerndem Orange-Lila Farbverlauf vor weißer Wand.

Schauen Sie jetzt besser weg, falls Aston Martins für Sie der Inbegriff kultivierter, gentlemanhafter und zurückhaltender Eleganz sein müssen. Dann sehen Sie sich lieber einen Vanquish an. Hier ist der neue Aston Martin Valen – für alle, die den Vanquish betrachtet und gesagt haben: „Nein, der ist zu schön.“

Denn der Valen wirkt geradezu brutal: vorn dominieren Lamellen für die Aerodynamik, an den Flanken sitzen F1-artige Wirbelgeneratoren, und am Heck ragt eine doppelstöckige Abgasanlage hervor. Das ist ein böser Aston aus einem Paralleluniversum, in dem 007 der Bösewicht ist.

Aston Martin Valen: V12-Leistung und Höchstgeschwindigkeit

Die Schlagzeilen? Dank eines auf 839 bhp und 737 lb-ft gesteigerten 5,2-Liter-V12 mit zwei Turboladern ist er der stärkste Aston Martin mit Frontmotor aller Zeiten. Die gesamte Wucht wird den Hinterrädern anvertraut. Schluck.

Trotzdem nennt Aston als „Zielwert“ für den Sprint auf 100 km/h (0–62 mph) exakt 3,0 Sekunden; bei 344 km/h (214 mph) musste die Höchstgeschwindigkeit begrenzt werden. Vermutlich will man verbindliche Werte erst nennen, wenn jemand Mutiges gefunden wurde, der ihn tatsächlich testet.

Auch selten ist er: Aston Martins Q Division baut lediglich 150 Exemplare. Damit wird es auf der Erde genauso viele Valen wie Aston Martin Valkyries geben. Ein Ferrari 12Cilindri Manuale wird dagegen so häufig sein wie Hühnerfedern.

Natürlich wird jedes Auto dank einer Armada ausgefallener Lack-, Ausstattungs- und Spezifikationsmöglichkeiten einzigartig. Das zeigen auch die, ähm, lebhaften Farbtöne auf Astons Prototypen auf diesen Bildern. In der Aufpreisliste steht zudem eine Karosserie mit vollständig sichtbarem Carbongewebe.

Leichtbau, Gepäckraum und Fahrwerk

Die leichte Karosserie gehört zu einem Paket von Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung. Dazu zählen Magnesiumräder, eine Titan-Abgasanlage und offenbar der Verzicht auf die meisten Tasten aus dem Innenraum des Vanquish.

Aston Martin zufolge wiegt der Valen 110 kg weniger als der Vanquish. Dafür muss allerdings das optionale „Leichtbaupaket“ bestellt werden, was vermutlich jeder Käufer tun dürfte. Es umfasst „gefräste Aufhängungslenker, Achsschenkel aus Aluminium und Titan-Schrauben für das Fahrwerk“ und spart beachtliche 16,9 kg ein.

Wie kompromisslos Aston bei diesem Auto vorgegangen ist, zeigt die Erklärung zur neu gedachten Kofferraumklappe: „Anstelle einer festen Heckscheibe und eines Kofferraumdeckels wurden beide Elemente durch eine massive Heckklappe ersetzt. Mit einem aerodynamischen Flügel in ihrem oberen Bereich öffnet sich die Heckklappe zu einem 170-Liter-Kofferraum, für den optional ein maßgeschneidertes Gepäckset erhältlich ist. Eine weiche, passgenaue Abdeckung kann ausgeklappt werden, um den Lack beim Ein- und Ausladen von Koffern zu schützen.“

Auch hier dürfte jeder einzelne Besitzer die Optionen für Valen-Handgepäck und den Lackschutz ankreuzen.

Falls sie sich dafür entscheiden, ihren britischen Super-GT-Vorschlaghammer tatsächlich zu fahren, verspricht Aston eine neu abgestimmte, rückmeldungsstärkere Lenkung, bessere Gangwechsel durch Algorithmen aus Astons GT4-Rennwagen, neue Federn und frische Fahrwerksabstimmungen.

Wenn nicht gründlich, dann ist er nichts.

Aber ist er schön?

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