Hier ist TopGear.coms umherreisender Korrespondent Cory Spondent mit seinen überwiegend falschen Exklusivmeldungen aus der Autowelt.
Ein auf Restomod-Umbauten älterer Mercedes-Benz-Performancefahrzeuge spezialisierter Veredler hat eine 500E-Limousine präsentiert, die mit den Bedienelementen eines Benz Patent-Motorwagen von 1885 ausgerüstet ist.
Der Tuner will den aktuellen Trend zu „analogen“ Fahrerautos mit Handschaltung und Saugmotor für sich nutzen, geht mit seinem Konzept jedoch noch weiter zurück – bis an den Ursprung des Automobils.
Mercedes-Benz 500E mit Bedienung des Benz Patent-Motorwagen
Die umgebaute viertürige Mercedes-Sportlimousine erhält deshalb eine Lenkpinne sowie eine manuelle Handkurbel zum Anlassen.
„Überall sieht man heutzutage ‚analog dies‘ und ‚analog das‘, doch am Ende laufen sie meist auf dasselbe Rezept hinaus: Handschaltung, keine Turbos, kein Touchscreen, blablabla“, erklärte eine dem Projekt nahestehende Quelle.
„Das ist auch völlig in Ordnung. Solche Autos sind cool. Man muss für ihre Leistung arbeiten. Es gibt keine Ablenkung. Aber sie ähneln sich ein wenig zu sehr. Wissen Sie, was noch cooler ist? Sich wirklich anstrengen zu müssen, um überhaupt 16 km/h zu erreichen.
„Deshalb besitzt unser neuer Mercedes-Benz 500E But Not An Official Mercedes-Benz Because It’s A Reenvisioned And Reconceived Old Car Turned Into An Expensive Restomod Limited Edition 1/500 die klassischen Bedienelemente aus Benz’ allererstem Automobil.
„Sie halten das Drehen eines schönen Metallschlüssels in einem kunstvoll gefertigten Zündschloss für retro und cool? Versuchen Sie einmal, einen alten Motor mit einem riesigen Hebel per Hand anzukurbeln, ohne sich beide Handgelenke zu brechen.
Handkurbel, Lenkpinne und Holzbremsklötze
„Hydraulische Lenkung? Ach, wie niedlich. Versuchen Sie, eine 1,8 Tonnen schwere Sportlimousine mit einer übersetzten, lächerlich kleinen Pinne zu lenken.
„Moderne Sechskolben-Bremssättel auf riesigen, innenbelüfteten und genuteten Scheiben, die auf einer Rennstrecke tadellos funktionieren würden, in Ihrem wunderschönen alten Auto? Wow, wie einfallsreich. Dafür habt ihr bestimmt ewig nachdenken müssen, Leute.
„Wir gehen zurück zur alten Schule und montieren Holzbremsklötze, die gegen die geschmiedeten Aluminiumräder drücken und über einen einzelnen, lederbezogenen Handhebel betätigt werden. Viel Glück beim Verzögern aus 113 km/h. Nur echte Fahrenthusiasten müssen sich bewerben.“
Auf die Frage, ob der Reenvisioned 500E für ein authentisches Erlebnis auch den klassischen 1,0-Liter-Einzylindermotor des Motorwagen erhalten werde, ergänzte die Quelle: „Wir sind doch nicht blöd. Unter der Motorhaube steckt ein leistungsgesteigerter 5,0-Liter-V8 mit 700 PS und 700 lb-ft Drehmoment.
„Ja, das ist mehr als das Doppelte dessen, was der ursprüngliche 500E bot – und zwar mit Bedienelementen aus einem Fahrzeug, das ursprünglich für weniger als 1 PS ausgelegt war. Wie sollten wir sonst 5 Mio. US-Dollar pro Exemplar rechtfertigen?“
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