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Porsche M1: Der Verbrenner-Macan bekommt 2028 einen Nachfolger

Grauer Porsche Taycan Sportwagen steht in modernem Showroom mit reflektierendem Boden.

Porsches Ziel, bis 2030 überwiegend elektrisch zu fahren, ist in weite Ferne gerückt und erzwingt eine Kurskorrektur. Der Verbrenner-Macan, der eigentlich nur noch in den Geschichtsbüchern vorkommen sollte, bekommt nun doch einen Nachfolger.

Das intern als M1 bezeichnete Modell soll 2028 auf den Markt kommen; seine Entwicklung schreitet zügig voran. Vieles deutet darauf hin, dass es einen anderen Namen tragen wird, während die Bezeichnung Macan dem Elektrofahrzeug vorbehalten bleibt.

Die ersten Prototypen wurden im Februar 2025 in Schweden gesichtet und waren damals noch fast nicht von einem Audi Q5 zu unterscheiden. Bereits zu Beginn dieses Jahres fuhren Q5 mit verbreiterten Kotflügeln auf das Porsche-Gelände und wieder davon.

Neue Porsche M1-Testmule in Spanien

Jetzt ist in Spanien eine weitere Testmule aufgetaucht. Sie nutzt weiterhin die Karosserie eines Q5, verzichtet jedoch auf den von Audi verwendeten Kühlergrill.

Bis das endgültige Design zu sehen ist, wird es noch dauern. Dennoch ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass Porsche-spezifische Komponenten die provisorischen Audi-Teile nach und nach ersetzen.

Die Verbindung zum Q5 reicht weit über die Karosserie hinaus

Die Audi-Karosserie dient lediglich dazu, die Technik darunter zu verbergen, doch die Verwandtschaft beider Modelle wird weitreichend sein. Der kommende Porsche nutzt die PPC-Plattform (Premium Platform Combustion) des Volkswagen-Konzerns, auf der auch die aktuelle Generation des Q5 basiert.

Voraussichtlich übernimmt er zudem mehr Bauteile vom Audi als der erste Macan. Wie Autocar berichtet, könnte dazu der Allradantrieb quattro ultra gehören: Er bevorzugt die Vorderachse und leitet Leistung nur bei Bedarf an die Hinterachse weiter.

Sollte sich dies bestätigen, wäre es eine bedeutende Änderung. Der frühere Macan verfügte ebenfalls über Allradantrieb, dessen Auslegung jedoch die Hinterachse bevorzugte, um ein Fahrverhalten zu ermöglichen, das eher den Erwartungen an einen Porsche entsprach.

Motoren und Abstimmung des Verbrenner-Nachfolgers

Bei den Antrieben gelten die für die PPC-Plattform verfügbaren Vierzylinder- und V6-Motoren als naheliegende Kandidaten, ebenso wie eine mögliche Plug-in-Hybridvariante.

Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass Porsche einfach Audis Rezept übernimmt. Der aktuelle SQ5 leistet 367 PS, während der letzte Macan GTS mit Verbrennungsmotor dank seines Biturbo-V6 auf 440 PS kam. Motoren, Fahrwerk und Abstimmung dürften daher angepasst werden, um genügend Abstand zwischen dem künftigen Porsche und seinem „Cousin“ aus Ingolstadt zu schaffen.

Wird er überhaupt Macan heißen?

Wahrscheinlich nicht. Obwohl dieser neue SUV die Lücke des früheren Verbrenner-Macan füllt, hatte Porsche bereits angekündigt, den Namen Macan künftig ausschließlich für das Elektrofahrzeug zu verwenden.

Statt von einem neuen „Verbrenner-Macan“ zu sprechen, ist es deshalb vorerst zutreffender, ihn als dessen Nachfolger zu bezeichnen. Die endgültige Modellbezeichnung wurde noch nicht bekannt gegeben.

Die engere technische Anbindung an Audi hat einen einfachen Grund: Kosten sollen sinken und die Entwicklung schneller vorankommen.

Für Porsche war 2025 ein äußerst schwieriges Jahr. Mehrere Faktoren kamen zusammen – eine schwächer als erwartete Nachfrage nach Elektroautos, ein deutlicher Absatzrückgang in China und die von den USA verhängten Zölle – und brachten den Hersteller gefährlich nahe an die Verlustzone.

Porsche befindet sich nun in einem tiefgreifenden Umbau, um zu den üppigen Margen und hohen Gewinnen zurückzukehren, an die man sich gewöhnt hatte. Der M1 steht damit sinnbildlich für diesen Wandel: mehr Gleichteile innerhalb des Volkswagen-Konzerns und eine erneut wichtigere Rolle des Verbrennungsmotors.

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