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SoftBank überholt Toyota: Japans Börsenordnung gerät ins Wanken

Geschäftsmann zeigt Tablet mit Aktienchart, japanische und finnische Flagge, Eiffelturm im Hintergrund.

Die japanische Wirtschaft erlebt ein regelrechtes Erdbeben.

SoftBank überholt Toyota an der Börse

Der Vorgang hat historische Bedeutung: Erstmals seit 20 Jahren hat Toyota seine Position als wertvollstes japanisches Unternehmen gemessen an der Börsenkapitalisierung eingebüßt. Zum Ende des Handels am Montag, dem 1. Juni, zog SoftBank, der auf Technologieinvestitionen spezialisierte Konzern, am Autobauer vorbei.

Im Juni stieg die Aktie von SoftBank binnen weniger Tage um mehr als 14 %, nachdem das Unternehmen eine bedeutende Investition in ein umfangreiches Netzwerk von KI-Rechenclustern in Frankreich angekündigt hatte. Seit Jahresbeginn hatte der Kurs laut Financial Times sogar um 85 % zugelegt. Toyota übernahm später zwar wieder die Führung vor SoftBank, doch dieser Wechsel blieb nicht unbemerkt.

Jesper Koll, Geschäftsführer des Maklerunternehmens Monex Group, erklärte gegenüber unseren Kollegen:

„Japanische Unternehmen können sich dem Zeitgeist nicht entziehen: Charismatische Führung und mutige Risikobereitschaft setzen sich gegen einen zu starren Ansatz durch, der auf schrittweise Verbesserungen und allzu solide Bilanzen ausgerichtet ist.“

Eine viel beachtete Investition in Frankreich

Das wachsende Interesse großer amerikanischer Investmentfonds an Japan scheint SoftBank in den vergangenen Monaten zusätzlichen Rückenwind verschafft zu haben. Neben seiner Beteiligung an OpenAI handelt es sich um eine echte Marke, die bedeutende Namen der Technologiebranche kontrolliert, darunter ARM sowie fast 30 % des chinesischen Riesen Alibaba.

Zufällig zur selben Zeit kündigte das japanische Unternehmen im Rahmen des Gipfels „Choose France“ Investitionen von bis zu 75 Milliarden Euro in Frankreich an. Damit sollen Rechenzentren mit einer Leistung von 5 GW entwickelt und betrieben werden.

SoftBanks KI-Rechenzentren und Frankreichs Standortvorteile

Masayoshi Son, der prägende CEO des Unternehmens, erklärte, Frankreich könne wegen „seiner industriellen Kapazitäten, seines Talentpools und seines nationalen Ehrgeizes“ zu „einem führenden Standort für KI-Infrastruktur in Europa“ werden.

Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure betonte seinerseits, dass Frankreich Rechenzentren einen schnellen Zugang zu der benötigten Energie ermögliche und zugleich über ein solides digitales und industrielles Ökosystem verfüge. Weitere Informationen dazu finden sich in unserem vorherigen Artikel hier.

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