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8 elektrische Vierradfahrzeuge im Kaufberater

Weißes Elektroauto E-Urban16 mit blau-türkisfarbenen Akzenten in modernem Showroom.

Der 18. Geburtstag bedeutet weit mehr, als lediglich ein weiteres Lebensjahr zu markieren. Mit der Volljährigkeit werden Tätigkeiten möglich, die zuvor Erwachsenen vorbehalten waren – und für viele ist dies auch der Zeitpunkt, endlich den Führerschein zu machen.

Doch wer fahren möchte, muss nicht zwingend bis zum 18. Lebensjahr warten. Bereits ab 16 Jahren können die Führerscheinklassen AM und B1 erworben werden. Mit der Klasse AM dürfen Mopeds und leichte Vierradfahrzeuge der Klasse L6e gefahren werden, deren Höchstgeschwindigkeit auf 45 km/h begrenzt ist.

Die Klasse B1 berechtigt dagegen zum Fahren von Vierradfahrzeugen der Klasse L7e, die leistungsstärker sind und schneller als 45 km/h fahren können. Beide Fahrzeugarten dürfen weder Autobahnen noch für Kraftfahrzeuge und Motorräder reservierte Straßen nutzen.

Da die Elektrifizierung inzwischen auch dieses Segment erreicht hat, war die Auswahl noch nie so groß. Dieser Kaufberater stellt acht rein elektrische Vierradfahrzeuge vor, die derzeit in Portugal erhältlich sind.

Citroën Ami

Mit Preisen ab 8290 Euro hat der Citroën Ami entscheidend zur Wiederbelebung des Segments elektrischer Vierradfahrzeuge in Europa beigetragen. Schließlich handelt es sich um das günstigste leichte Vierradfahrzeug auf dem Markt.

Bei einer Länge von lediglich 2,41 Metern fällt seine symmetrische Karosserie auf: Front und Heck sind nahezu identisch, ebenso wie die Türen, die entgegengesetzt öffnen. Damit sollen die Kosten niedrig gehalten werden.

Unter der Karosserie arbeitet ein Elektromotor mit 6 kW (8 PS), der von einer 5,5-kWh-Batterie versorgt wird. Damit erreicht der Ami eine auf 45 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit und bis zu 75 km Reichweite nach WLTP. Geladen werden kann er ausschließlich an einer Haushaltssteckdose; der Vorgang dauert etwa vier Stunden.

Der Ami ist jedoch nicht nur als Einstiegsmodell erhältlich. Citroën bietet mehrere Varianten an, die nicht allein über den günstigen Preis überzeugen sollen, sondern mit einem lässigeren, eigenständigen und jugendlichen Auftritt werben. Dazu zählen der Ami Buggy und der Ami Rip Curl, die ab 9890 Euro beziehungsweise 9290 Euro angeboten werden.

Trotz des Aufpreises gegenüber der Basisversion gehören beide weiterhin zu den preiswertesten elektrischen Vierradfahrzeugen auf dem Markt und in dieser Auswahl.

FIAT Topolino

Auf den ersten Blick wirkt der FIAT Topolino wie ein völlig anderes Fahrzeug als der Citroën Ami. Tatsächlich basiert dieses elektrische Vierradfahrzeug jedoch auf exakt demselben „Rezept“, das hier mit „italienischen Zutaten“ umgesetzt wurde.

Konkret bedeutet das: Er nutzt ebenfalls einen Elektromotor mit 6 kW (8 PS) sowie eine Batterie mit 5,5 kWh. Die Reichweite beträgt bis zu 75 km nach WLTP. Wie bei allen leichten Vierradfahrzeugen ist die Höchstgeschwindigkeit auf 45 km/h limitiert.

Seine eigentliche Besonderheit ist das Design. FIAT nahm den historischen Topolino aus den 1930er- und 1940er-Jahren als Vorbild und schuf ein Modell mit eigenständigem Charakter. Karosserieform, Chromakzente und Retro-Details unterstreichen diese Identität.

Auch die Modellpalette verfolgt einen anderen Ansatz. Der Topolino kostet ab 9990 Euro, während die Variante Dolcevita etwas günstiger bei 9890 Euro startet. Bei ihr weicht das feste Dach einer Stoffhaube, und herkömmliche Türen werden durch seitliche Seile ersetzt.

Silence S04

Anders als die meisten elektrischen leichten Vierradfahrzeuge möchte der Silence S04 eher wie ein konventionelles Auto wirken. Das spanische Modell trägt ein futuristischeres Design, doch vor allem die Technik unter der Karosserie hebt es hervor.

Im Mittelpunkt steht die herausnehmbare Batterie. Dank eines integrierten Rollensystems lässt sie sich entnehmen und beinahe wie ein Handgepäckkoffer transportieren. Das ist besonders praktisch für Personen ohne Stellplatz mit Lademöglichkeit.

In Portugal wird der Silence S04 in drei Varianten angeboten, von denen zwei mit dem Führerschein AM gefahren werden dürfen. Daher sind beide bei 45 km/h abgeregelt; im Wesentlichen unterscheiden sie sich durch die Batteriekapazität.

Die Ausführung Unico verwendet eine 5,6-kWh-Batterie und soll bis zu 100 km weit fahren. Beim Vivo kommen zwei Batterien zum Einsatz, wodurch die Reichweite auf bis zu 162 km steigt. Entsprechend unterscheiden sich auch die Preise: 9990 Euro für die erste und 12 490 Euro für die zweite Variante.

Aixam Easy

Aixam zählt zu den erfahrensten Herstellern von Vierradfahrzeugen in Europa. Der Easy bildet den Einstieg in das Elektroangebot der französischen Marke und verfolgt einen konventionelleren Ansatz als die meisten Konkurrenten: unauffälliges Design und einfache Lösungen stehen im Vordergrund.

Wie die übrigen Modelle in dieser Auswahl nutzt auch er einen Elektromotor mit 6 kW (8 PS). Der Easy Access wird von einer 5,4-kWh-Batterie gespeist, die für eine Reichweite von bis zu 75 km ausgelegt ist. Das Angebot endet dort aber nicht: Der Easy Chic verfügt über eine größere Batterie mit 7,5 kWh und erreicht damit bis zu 113 km.

Diese Differenz zeigt sich selbstverständlich auch beim Preis. Der Aixam Easy Access ist ab 10 699 Euro erhältlich, der Easy Chic beginnt bei 13 799 Euro.

Eli Zero

Der Eli Zero gehört vermutlich zu den weniger bekannten Fahrzeugen dieser Liste, zählt jedoch auch zu den umfassender ausgestatteten. Er setzt nicht auf den niedrigsten Preis und bringt bei den technischen Daten weitgehend dieselben Argumente wie seine Wettbewerber mit.

Unter seiner Karosserie arbeitet ein Motor mit 6 kW (8 PS), der ihn auf … 45 km/h beschleunigt. Die Energie liefert eine etwas größere Batterie mit 8 kWh, die bis zu 100 km zwischen zwei Ladevorgängen ermöglichen soll.

Seine Stärke liegt vor allem in der Ausstattung. Klimaanlage, Schiebedach, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Parksensoren und Rückfahrkamera gehören zu den verfügbaren Merkmalen. Das ist bei Fahrzeugen dieser Art eher ungewöhnlich. Der Preis ist dafür weniger attraktiv: ab 12 990 Euro.

Ligier JS50

Wie Aixam ist auch Ligier eine traditionsreiche Marke im Segment der Vierradfahrzeuge. Der JS50 ist das erste rein elektrische leichte Vierradfahrzeug des französischen Herstellers.

Statt sich ausschließlich auf Preis oder Einfachheit zu konzentrieren, orientiert er sich stärker an einem klassischen Automobil. Zur Ausstattung zählen ein Zentraldisplay mit Apple CarPlay und Android Auto, Klimaanlage, induktives Laden für Smartphones sowie weitere in diesem Segment seltene Ausstattungsmerkmale.

Bei den technischen Daten setzt der JS50 auf einen Motor mit derselben Leistung wie die übrigen Fahrzeuge dieser Klasse und bleibt ebenfalls auf 45 km/h begrenzt. Auch die Reichweite gehört zu den Spitzenwerten im Segment: bis zu 123 km mit der 8,28-kWh-Batterie oder bis zu 192 km mit der 12,42-kWh-Batterie.

Diese Merkmale schlagen sich erwartungsgemäß im Preis nieder. Der Ligier JS50 startet bei 16 999 Euro und gehört damit zu den teuersten Angeboten dieser Liste.

Microlino

Der Microlino ist das teuerste elektrische leichte Vierradfahrzeug in dieser Auswahl. Er will allerdings weder das günstigste, technologisch fortschrittlichste noch geräumigste Modell sein. Sein wichtigstes Argument ist das Design.

Inspiriert vom BMW Isetta der 1950er-Jahre greift der Microlino die Idee klassischer Kleinstwagen auf und überträgt sie mit einem rein elektrischen Antrieb ins 21. Jahrhundert. Der Zugang zum Innenraum erfolgt wie einst durch die große Fronttür, eines der prägnantesten Merkmale dieses Modells.

Er wird in drei Versionen angeboten – Lite, Microlino und Spiaggina. Nur die erste darf ab 16 Jahren mit dem Führerschein AM gefahren werden. Für die beiden anderen Varianten, die bis zu 90 km/h erreichen, ist ein Führerschein der Klasse B1 oder B erforderlich.

Je nach Version liegt die Reichweite zwischen 95 km und 200 km. Preislich beginnt der Lite bei 17 990 Euro, der Microlino bei 19 990 Euro und die exklusive Spiaggina-Version bei 25 990 Euro.

XEV Yoyo

Der XEV Yoyo hebt sich sofort von den übrigen Fahrzeugen ab, weil er nicht als leichtes Vierradfahrzeug angeboten wird. Er ist als schweres Vierradfahrzeug der Klasse L7e homologiert. Deshalb reicht der Führerschein AM nicht aus; erforderlich ist die Klasse B1 oder B.

Trotz seiner weiterhin sehr kompakten und leicht manövrierbaren Bauweise verfügt er über einen stärkeren Elektromotor mit 15 kW (20 PS), der eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h ermöglicht. Die angegebene Reichweite beträgt bis zu 150 km im städtischen WLTP-Zyklus.

Trotz der höheren Höchstgeschwindigkeit bleibt der XEV Yoyo rechtlich als Vierradfahrzeug eingestuft. Deshalb darf auch er keine Autobahnen oder für Kraftfahrzeuge und Motorräder reservierten Straßen befahren.

Wie der Silence S04 verfügt auch der Yoyo über ein System zum schnellen Batteriewechsel. Nach dem Öffnen einer Klappe am Heck können die Batterien herausgenommen werden. Der Vorgang ist unkompliziert.

Auf dem portugiesischen Markt beginnt der Preis dieses Modells bei 17 250 Euro.

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