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Volkswagen Gruppe: 20 Neuheiten bis Ende 2026

Weißer Volkswagen Elektro-Sportwagen VW 2024 in modernem Showroom mit großen Glasfenstern.

2025 wurde für die Volkswagen Gruppe zu einer echten Belastungsprobe: Der Nettogewinn brach um nahezu die Hälfte auf 6,9 Milliarden Euro ein – einer der niedrigsten Werte des vergangenen Jahrzehnts.

Doch bekanntlich ist Angriff die beste Verteidigung. Der Volkswagen Konzern will deshalb mit einer umfangreichen Modelloffensive gegensteuern. Bis Ende 2026 sind insgesamt 20 Neuheiten bestätigt, die den Trend umkehren und zugleich neue Kundinnen und Kunden gewinnen sollen.

Viele dieser Neuheiten sind für die jeweiligen Marken völlig neue Angebote. Hinzu kommen neue Generationen bekannter Modelle sowie Überarbeitungen bereits erhältlicher Fahrzeuge. Die Vielfalt spiegelt die Größe des deutschen Konzerns wider: Sie reicht von einer neuen Generation elektrischer Kleinwagen über Luxus-SUV bis hin zu besonders leistungsstarken Modellen.

Einige Neuheiten wurden bereits teilweise oder vollständig vorgestellt, bei den übrigen dürfte es ebenfalls nicht mehr lange dauern. Das erwartet die Volkswagen Gruppe bis Ende dieses Jahres.

Volkswagen

Für Volkswagen, die absatzstärkste Marke des Konzerns, ist es ein wichtiges Jahr. Die Vorstellung und Markteinführung der wohl am meisten erwarteten Neuheit steht kurz bevor: der ID. Polo. Er ist ein weiterer Schritt hin zu bezahlbarer Elektromobilität und wird zum neuen Einstiegsmodell unter den Elektroautos von Volkswagen. Die Preise sollen bei rund 25.000 Euro beginnen.

Der Name ist vertraut, doch abgesehen von dem Anspruch, in seiner Klasse zum Maßstab zu werden, hat der ID. Polo kaum etwas mit dem seit Jahrzehnten bekannten Polo mit Verbrennungsmotor gemeinsam. Seine endgültige Enthüllung erfolgt im Frühjahr, gefahren sind wir ihn allerdings bereits. Hier sind unsere ersten Eindrücke.

Noch im Laufe dieses Jahres erhält der ID. Polo Gesellschaft vom ID. Cross, seinem SUV-Pendant, das wir ebenfalls bereits kennenlernen konnten. Beide Modelle teilen sich die technische Basis und den Großteil der Spezifikationen – von den Motoren mit 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS) bis zu den Batterien mit 37 kWh und 52 kWh. Der ID. Cross wird teurer, soll aber dennoch unter 30.000 Euro starten.

Eine Stufe höher in der elektrischen ID-Familie stehen umfassende Überarbeitungen für ID.3 und ID.4 an. Zuerst wird im April der ID.3 vorgestellt, der künftig den Zusatz Neo trägt. Der ID.4 steht ebenfalls vor einer tiefgreifenden Modellpflege und soll in ID. Tiguan umbenannt werden.

Abseits der Elektroautos dürfte 2026 ganz im Zeichen der zweiten Generation des Volkswagen T-Roc stehen. Der Verkauf hat bereits begonnen, und auf dem Kompakt-SUV lastet die Verantwortung, an den Erfolg seines Vorgängers anzuknüpfen, der in den vergangenen Jahren das meistverkaufte Volkswagen-Modell in Europa war. Seine Bedeutung sollte daher nicht unterschätzt werden. Noch in diesem Jahr könnte die neue, erstmals angebotene Hybridversion ohne Lademöglichkeit vorgestellt werden.

Wie zuvor wird auch die zweite T-Roc-Generation im Autoeuropa-Werk in Palmela, Setúbal, gebaut. Er ist ab 33 445 Euro erhältlich, zunächst allerdings ausschließlich mit Mild-Hybrid-Antrieben.

Skoda

Auch bei den erschwinglicheren Elektroautos geht es weiter: In den kommenden Monaten kommt der Skoda Epiq auf den Markt. Der B-SUV nimmt eine zentrale Rolle in der Elektrostrategie der tschechischen Marke ein und baut auf dem Erfolg des Elroq auf, der derzeit Europas meistverkauftes Elektroauto ist. Die Preise sollen bei etwa 25.000 Euro liegen.

Der Skoda Peaq zielt dagegen auf das andere Ende des Marktes. Er wird zum größten elektrischen SUV der Marke und bietet Platz für bis zu sieben Personen. Seine Weltpremiere ist für den Sommer geplant, die Markteinführung soll zum Jahresende folgen.

Audi

Audi steht seinerseits ein besonders ereignisreiches Jahr bevor. Eine neue Generation des Q7 sowie der völlig neue Q9 werden erwartet – beide mit Mild-Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antrieben. Letzterer dürfte zum neuen Flaggschiff der Marke mit den vier Ringen werden, nachdem der A8 kürzlich ohne erkennbaren Nachfolger aus den Konfiguratoren der Marke verschwunden ist. Auch der Audi Q4 e-tron wird noch in diesem Jahr überarbeitet.

Zudem plant die deutsche Marke mit dem A2 e-tron ein neues elektrisches Einstiegsmodell. Seine Enthüllung ist für Ende 2026 vorgesehen, der Marktstart soll 2027 erfolgen.

Damit kehrt eine Modellbezeichnung ins Elektrozeitalter zurück, die mit technischer Innovation und Sparsamkeit verbunden ist – Vergleiche werden kaum ausbleiben.

Nicht zuletzt erwartet die RS-Modelle ein großes Jahr. Der RS 5 wurde bereits enthüllt und ist der erste Plug-in-Hybrid-RS der Geschichte. Der Biturbo-V6 bleibt jedoch erhalten. Hier erfahren Sie alle Details:

Das gleiche Konzept kommt beim RS 6 Avant zum Einsatz, der ebenfalls nicht auf den Biturbo-V8 verzichten wird und die mächtige BMW M5 Touring ins Visier nimmt.

SEAT und CUPRA

Den Abschluss der Offensive bei kompakten Elektroautos der Volkswagen Gruppe bildet der CUPRA Raval, der seine technische Basis mit dem ID. Polo teilt. Er wird das günstigste Elektroauto der spanischen Marke, mit Preisen ab 26.000 Euro. Bis zur Vorstellung fehlen nur noch einige Monate.

Wie seinen „Cousin“, den ID. Polo, konnten wir auch ihn bereits aus nächster Nähe kennenlernen und fahren. Hier sind unsere ersten Eindrücke:

SEAT wirkte zuletzt etwas „eingeschlafen“, meldet sich nun aber mit der Modellpflege für Arona und Ibiza zurück. In Portugal sind beide bereits erhältlich, zu Preisen ab 22 398 Euro beziehungsweise 19 339 Euro. Die wichtigste Neuerung folgt allerdings erst 2027, wenn beide erstmals Mild-Hybrid-Antriebe mit 48 V erhalten.

Porsche

Porsche durchlebt eine schwierige Phase – 2025 rutschten mehrere Kennzahlen ins Minus –, doch ein Plan zur Trendwende ist bereits angelaufen. Obwohl dieser Kurswechsel einen Schritt zurück bei den Elektroambitionen bedeutet, wird 2026 von der Einführung zweier neuer Elektroautos geprägt sein.

Den Anfang macht der Cayenne Electric, der im vergangenen Jahr enthüllt wurde und bereits bestellt werden kann; die Auslieferungen beginnen in der zweiten Jahreshälfte. Es ist der erste vollelektrische Cayenne und zugleich der leistungsstärkste Serien-Porsche aller Zeiten: Das Spektrum reicht von 325 kW (442 PS) bis zu 850 kW (1156 PS) im Cayenne Turbo Electric.

Als Zweites folgen die elektrischen Porsche 718 Boxster und Cayman. Nachdem Gerüchte auf eine mögliche Einstellung der Sportwagen hingedeutet hatten, erscheinen sie nun auf der Neuheitenliste des deutschen Konzerns für 2026. Zusätzliche Bestätigung lieferten kürzlich Aussagen von Daniel Schmollinger, Geschäftsführer von Porsche Australien.

Bentley und Lamborghini

Bei den Elektroautos bleibt es: In diesem Jahr wird Bentley sein erstes Elektrofahrzeug enthüllen, das bislang lediglich unter dem Namen Urban SUV bekannt ist. Der Name sollte nicht täuschen: Es dürfte genauso groß wie der Cayenne Electric werden und dessen technische Basis teilen. Die Enthüllung erfolgt noch in diesem Jahr, die Markteinführung wird jedoch voraussichtlich nicht vor 2027 stattfinden. Alles, was wir bereits wissen:

Den Abschluss dieser Liste der Neuheiten der Volkswagen Gruppe für 2026 bildet zur Jahresmitte der Lamborghini Urus SE Performante. Wie die Bezeichnung vermuten lässt, wird er die leistungsstärkste Version des italienischen Super-SUV. Der aktuelle Urus leistet bereits insgesamt 800 PS … Wie weit könnte der Performante gehen?

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