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Hyundai IONIQ 5 2025 im Test: größere Batterie und bessere Bedienung

Silberner Hyundai Ioniq 5 Elektroauto, Modell 2025, in modernem Ausstellungsraum abgebildet.

Neben der neuen und größeren Batterie erhielt der Hyundai IONIQ 5 2025 wichtige Verbesserungen, die seine Bedienung spürbar erleichtern.


Optisch dürfte es schwerfallen, jemanden davon zu überzeugen, dass es sich hier um den „neuen“ Hyundai IONIQ 5 handelt – zumal die größte Neuerung unter dem Innenraum verborgen ist. Dennoch stimmt das. Der Eindruck entsteht, weil außen nur wenige Änderungen ins Auge fallen. Was sich alles geändert hat, folgt in den nächsten Abschnitten.

Den Anfang machen die Stoßfänger. Auf den ersten Blick wirkt es nicht so, doch im direkten Vergleich mit dem Vorgänger zeigt sich, dass einige Linien geglättet und optimiert wurden. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Der IONIQ 5 behält sein charakteristisches, elegantes Erscheinungsbild.

Die beiden Ausstattungslinien lassen sich an der Farbe der Kunststoffverkleidungen im unteren Karosseriebereich unterscheiden: Helle Elemente kennzeichnen den besser ausgestatteten Vanguard, dunkle die Premium Plus, die hier getestet wurde.

Mit dieser Ausstattung kommen außerdem serienmäßige 19-Zoll-Räder mit neuem Design hinzu. An den bekannten Merkmalen ändert sich dagegen nichts: Dazu zählen die bündig eingelassenen Türgriffe und der Heckspoiler mit darunterliegender Luftdurchführung zur Verbesserung der Aerodynamik.

Auch die Leuchten mit Parametric-Pixels-Technologie bleiben erhalten und zählen weiterhin zu den prägenden Elementen des eleganten IONIQ-5-Designs.

Fast wäre noch eine weitere Neuerung untergegangen: Ist Ihnen der Heckscheibenwischer aufgefallen? Den gab es bislang nicht, obwohl er durchaus vermisst wurde. Dieses Problem ist nun gelöst.

Platzangebot bleibt das größte Plus

Wenn ein Argument besonders von den drei Metern Radstand profitiert – die nötig sind, um die Batterie unterzubringen –, dann ist es das Raumangebot im Innenraum. Sowohl vorn als auch hinten fällt der Platz sehr großzügig aus, während für den Kofferraum weiterhin 520 Liter bleiben.

Nach dem Öffnen der Heckklappe erscheint der Abstand zwischen Ladeboden und Kofferraumabdeckung zunächst gering. Das wird jedoch durch die große Fläche und das Fach unter dem Ladeboden ausgeglichen. Dort finden sämtliche Kabel sowie verschiedene weitere Gegenstände Platz. Sollte das noch nicht reichen, steht unter der Fronthaube weiterhin der Frunk zur Verfügung: Er bietet zusätzliche 57 Liter Volumen.

Was hat sich im Innenraum geändert?

Im Innenraum des Hyundai IONIQ 5 2025 unterscheidet sich optisch zwar nicht grundlegend vom Vorgänger, doch wichtige Änderungen verbessern die Bedienbarkeit deutlich.

Die neue Mittelkonsole verfügt beispielsweise über zusätzliche physische Bedienelemente – ja, mehr Tasten – für Funktionen wie Sitz- und Lenkradheizung sowie weitere Hilfen beim Rangieren und Einparken. Zuvor waren diese Funktionen in den zahlreichen Menüseiten des Infotainmentsystems versteckt. Auch dieses wurde aufgeräumt und lässt sich nun einfacher bedienen.

Ebenfalls neu in der Mittelkonsole ist eine induktive Ladefläche für das Smartphone, die sich direkt in Griffweite befindet. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren zudem inzwischen ganz ohne Kabelverbindung.

Das Lenkrad des Hyundai IONIQ 5 erhielt ebenfalls ein neues Dreispeichen-Design und integriert den Fahrmodus-Wähler. Das erinnert stärker an den deutlich leistungsstärkeren und sportlicheren N.

Bei den Materialien im Innenraum ergibt sich insgesamt ein guter Eindruck, sowohl optisch als auch haptisch. Einige Bereiche können jedoch nicht ganz überzeugen und passen weniger gut zum übrigen Niveau.

Mit dem Hyundai IONIQ 5 2025 noch weiter fahren

Damit kommen wir zur wichtigsten Neuerung des Hyundai IONIQ 5 2025: einer neuen 84-kWh-Batterie, die die bisherige Variante mit 77,4 kWh ersetzt. Das Ergebnis: Die maximale Reichweite steigt im gemischten WLTP-Zyklus auf bis zu 570 km, also um mehr als 60 km gegenüber zuvor. Für diese Premium-Plus-Version gibt die Marke einen Verbrauch von 16 kWh/100 km an.

Trotz der höheren Reichweite und des wettbewerbsfähigen angegebenen Verbrauchs konnte ich diese Werte nicht annähernd erreichen. Die während der Testtage herrschende intensive Hitze verlangte der Klimaanlage beispielsweise „Überstunden“ ab.

Zusammen mit mehreren Autobahnkilometern lag der am Ende gemessene Wert eher bei 19 kWh. Angesichts der Nutzung ist das dennoch ein respektabler Verbrauch, der nicht einmal den geringsten Anflug von Reichweitenangst aufkommen lässt.

Zum einen ist die Gesamtreichweite sehr komfortabel, zum anderen ermöglicht die 800-Volt-Architektur des IONIQ 5 Schnellladen mit einer maximalen Leistung von bis zu 260 kW.

Der IONIQ 5 fährt nicht, er gleitet

Dank an Boss A.C. für diese Formulierung, denn sie beschreibt die Fortbewegung des Hyundai IONIQ 5 treffend. Schon zuvor war sie gut, doch die Art, wie er über den Asphalt gleitet, ist noch besser geworden. Selbst auf Straßen mit schlechtem Belag bleibt der Komfort sehr hoch, ohne abrupte Reaktionen des Fahrwerks. Beim Komfort erreicht er ein hohes Niveau und man möchte mit dem IONIQ 5 einfach weitere Kilometer fahren.

Wer diesen Elektrowagen hingegen auf einer kurvenreicheren Strecke fordert, stellt fest, dass die konsequente Komfortausrichtung etwas Präzision kostet und die Karosserie sich stärker bewegt als gewünscht.

Für Fahrer, die ein engagierteres Fahrverhalten schätzen, kann der technisch identische Kia EV6 eine Alternative sein, falls der bereits hier bei Razão Automóvel getestete IONIQ 5 N ein zu großer Schritt ist. Er nutzt dieselbe Batterie, denselben 168-kW-Motor (229 PS) und Hinterradantrieb, zeigt sich im Fahrverhalten jedoch entschlossener.

Noch teurer? Nicht wirklich

Der Hyundai IONIQ 5 2025 startet nun bei 43.000 Euro für die Version mit 63-kWh-Batterie. Für die getestete Premium-Plus-Ausführung, die bereits die 84-kWh-Batterie besitzt, beträgt der Preis 49.900 Euro.

Die Serienausstattung fällt umfangreich aus und umfasst beheizbare, elektrisch verstellbare Sitze mit Leder- und Stoffbezug, ein beheizbares Lenkrad, ein Navigationssystem sowie 19 Zoll große Leichtmetallräder. Das einzige Extra des Testwagens ist die Lackierung Gravity Gold Matte, die den Endpreis des getesteten Fahrzeugs um 850 Euro erhöht.

Urteil

Technische Daten

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