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Alfa Romeo 33 Stradale: Die Evolution des 690T-Motors

Roter Alfa Romeo Giulia Sportwagen in Innenraum mit reflektierendem Boden und großer Fensterfront.

Manche Herzen schlagen kräftiger als andere. Doch bei Alfa Romeo schlägt keines so energisch wie die Weiterentwicklung des 690T, jenes Motors, der das exklusivste Modell aus Arese antreibt: den 33 Stradale.

Das unter der technischen Leitung von Gianluca Pivetti von Alfas Entwicklungsteam konstruierte Aggregat 690T debütierte 2016 im Giulia Quadrifoglio und leistete dort 510 PS.

Das war bereits ein beachtlicher Wert, stellte jedoch lediglich den Ausgangspunkt dar. Im Laufe der Zeit – und nach umfangreicher Abstimmungsarbeit – stieg die Leistung im kompromisslosen Giulia GTA/GTAm sowie im exklusiven Giulia SWB Zagato auf 540 PS.

Im neuen Alfa Romeo 33 Stradale erreicht dieser Motor nun die nächste Leistungsstufe. Mit 620 PS bei 7500 rpm ist er der stärkste Motor, den Alfa Romeo je eingesetzt hat – zumindest unter den Serienmodellen.

Wurzeln in Maranello

Die Konstruktion des 690T geht unmittelbar auf den F154-Motor von Ferrari mit acht Zylindern in V-Anordnung zurück. Der 690T wurde gezielt für Alfa Romeo entwickelt und bildete zugleich die Grundlage für den Nettuno, der den Supersportwagen aus Modena, den Maserati MC20, antreibt.

Daher teilen Nettuno und der Motor des 33 Stradale zahlreiche technische Lösungen, dennoch handelt es sich um unterschiedliche „Tiere“. Denn beim 33 Stradale verzichten die Ingenieure von Alfa Romeo auf das raffinierte Vorkammer-Verbrennungssystem des MC20 und setzen stattdessen auf einen konventionelleren Ansatz mit Direkteinspritzung.

Werte eines Alfa Romeo 33 Stradale-Ikonenstatus

Beim 33 Stradale steht der Fahrspaß im Mittelpunkt, während seine technischen Daten ihm den Rang einer Ikone sichern – auch wenn er gegenüber dem Aluminiumaggregat des ursprünglichen 33 Stradale zwei Zylinder eingebüßt hat.

Der Hubraum des V6 wuchs von 2,9 l auf 3,0 l. Optimierte Turbolader und Kolben gehören ebenso zum Paket wie ein Achtgang-Doppelkupplungsautomatikgetriebe.

Auch hier zeigen sich Unterschiede zum Maserati MC20: Während der Supersportwagen der Marke mit dem Dreizack sein Doppelkupplungsgetriebe von Tremec bezieht, stammt die Einheit des 33 Stradale von ZF.

Gemeinsam ist beiden Modellen, dass die 730 Nm Drehmoment (bei 3000 rpm) ausschließlich an die Hinterräder gelangen. Genau so ist es: Allradantrieb gibt es ebenso wenig wie irgendeine Form der Elektrifizierung, die das Erlebnis abschwächen könnte.

Die Höchstgeschwindigkeit? 333 km/h (könnt ihr erraten, warum? Ein Hinweis: dreihundert … und dreiunddreißig!). Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt er in 3s, wie Guilherme Costa auf der Teststrecke in Balocco selbst überprüfen konnte. Seht selbst:

Der letzte Tanz?

Ob dies „der letzte Tanz“ des Alfa Romeo 690T war oder ob der Motor künftig im Giulia und Stelvio Quadrifoglio weiterlebt, wissen wir nicht. Ebenso gut könnte er in weiteren limitierten Serien auf dem Niveau dieses 33 Stradale zum Einsatz kommen.

Falls es tatsächlich sein Abschied gewesen sein sollte, dann war es einer mit großem Auftritt. Nicht ohne Grund war der Giulia Quadrifoglio bei uns in der Redaktion von Razão Automóvel stets die bevorzugte Sportlimousine seines Segments.

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