Worum geht es?
Der Peugeot 208, Peugeots Konkurrent zum Fiesta und zugleich das meistverkaufte Modell der Marke, erhält zur Lebensmitte eine Überarbeitung.
Und was hat sich verändert?
Eine ganze Menge. Am stärksten fällt die neue Front auf, die nun etwas markanter gezeichnet ist. Hinzu kommen neue Motoren; die bisherigen Aggregate wurden zudem technisch überarbeitet, damit sie sauberer und effizienter arbeiten. Eben die üblichen Zutaten eines Facelifts.
Peugeot 208: Neue Motoren und ein zusätzlicher GTI
Was ist bei den Motoren neu?
An die Spitze der regulären Benzinerpalette des 208 rückt eine 109-PS-Ausführung des bekannten 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziners, die den bisherigen 81-PS-Motor ersetzt. In Verbindung mit dem serienmäßigen Fünfgang-Schaltgetriebe beschleunigt er in 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 190 km/h.
Gefahren sind wir außerdem den 118 PS starken 1,6-Liter-Diesel. Sein offizieller Verbrauch im kombinierten Zyklus liegt bei 3,6 l/100 km. Dabei ist er nicht einmal der sparsamste 208: Peugeot gibt für den 74 PS starken 1,6-Liter-Diesel 3,0 l/100 km an.
Der Diesel mit 118 PS sprintet einige Zehntelsekunden schneller auf 100 km/h als der Benziner, bei identischer Höchstgeschwindigkeit. Ohne zum GTI zu greifen, ist dies der schnellste verfügbare 208.
Und der GTI?
Genauer gesagt: die GTIs. Peugeot hat nämlich ziemlich geräuschlos einen neuen GTI eingeführt, der in der 208-Modellreihe über dem normalen Modell angesiedelt ist. Er heißt 208 GTI By Peugeot Sport und entspricht im Grunde dem 208 GTI 30th Edition – nur ohne Plakette. Gleiches Differenzial, gleiche Leistung, alles identisch. Wer sich kürzlich einen 208 30th gekauft hat: Pech gehabt.
Fahreindruck mit Benziner und Diesel
Wie fahren sie sich?
Den GTI durften wir nicht fahren. Entschuldigung. Der normale 208 zeigte sich dagegen unverändert: Er ist von Haus aus kein besonders unterhaltsames Auto, weil seine Abstimmung zu weich ist. Deshalb passt der kräftige und flexible große Diesel am besten zu seinem Charakter.
Das heißt keineswegs, dass der Benziner schlecht wäre. Er läuft leise, spricht gut an und ist für den alltäglichen Verkehr mehr als schnell genug. Wer ihn zügig bewegt, hat jedoch wenig Freude daran. Das Fünfganggetriebe wirkt schwammig und unpräzise, außerdem macht der Motor beim Ausdrehen weniger Spaß als Fords kleiner EcoBoost.
Wie beim EcoBoost werden auch die versprochenen Verbrauchswerte in der Praxis kaum erreichbar sein. Rechnen Sie eher mit rund 6,3 l/100 km. Peugeots Benziner holt zwar auf, ist aber noch nicht ganz auf dem Niveau der Konkurrenz. Auch fahrdynamisch liegt der lediglich ordentliche 208 weiterhin weit zurück.
Was gibt es sonst noch?
Strukturlack. Für einige hundert Pfund lässt sich der Kleinwagen nun in einem polarisierenden Farbton zwischen Satin und Matt bestellen. Peugeot hat diese Technik vier Jahre lang entwickelt, rechnet aber damit, dass nur zwei oder drei Prozent der Käufer das Extra ankreuzen. Möglicherweise, weil es keinen anderen Zweck erfüllt, als etwas weniger zu glänzen als gewöhnlicher Lack.
Innenraum und Preise des Peugeot 208
Wie sieht es im Innenraum aus?
Im Wesentlichen unverändert. Nach wie vor recht komfortabel, aber zugleich ziemlich unerquicklich.
Größere Fahrer müssen das winzige Lenkrad weiterhin ungewöhnlich tief einstellen, um die Instrumente darüber sehen zu können. Der Sitz lässt sich nicht weit genug absenken, und das Infotainmentsystem bleibt während der Fahrt genauso mühsam zu bedienen und zu programmieren wie zuvor.
Ab wann ist er erhältlich?
Sofort. Die Preise beginnen bei 11.695 £ für eine Version, die man nicht haben möchte, und steigen bis auf 21.995 £ für eine, die möglicherweise interessant wäre.
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