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Bugatti Destrier: Der 1.578-bhp-Bolide als Straßenkunstwerk

Eleganter schwarzer Supersportwagen in futuristischem Design in einem dunklen, minimalistischen Raum.

Ist das nicht einfach herrlich? Hier ist der Bugatti Destrier, das dritte Fahrzeug aus Bugattis „Solitaire“-Programm – nach dem Brouillard und dem F.K.P. Hommage. Sein Name verweist auf „die stärkste Art mittelalterlicher Ritterpferde“, und er verwandelt den verrückten, bösen und überwiegend beflügelten Bugatti Bolide für die Rennstrecke in ein 1.578 bhp starkes Kunstwerk.

Ja, genau: 1.578 bhp. Die Meldungen vom Tod des W16 waren also stark übertrieben, denn dieses 8,0-Liter-Kraftpaket … reitet wieder. Kein Grund also, ein langes Gesicht zu ziehen. Wuff wuff.

Bugatti Destrier: Bolide ohne Aerodynamik

Zugleich ist er lang – und wunderschön. Bugatti selbst bezeichnet den Destrier als eines der „bedeutendsten Designs“, die das Unternehmen je geschaffen habe. Die zugrunde liegende Aufgabe war denkbar schlicht: „Was wäre, wenn Bolide, aber ohne Aerodynamik?“ Eine Philosophie, die bei deutlich mehr Exoten Anwendung finden dürfte.

Unter der Karosserie sitzt derselbe Monocoque-Rahmen aus Carbonfaser, ergänzt um einen etwas breiteren Hufeisengrill. Da das Profil des Bolide ohnehin bereits „extrem“ ausfällt, steht der Destrier flach und breit auf der Straße. Eine herrlich ununterbrochene Linie fließt in Wellen von vorn nach hinten: hier breit, dort eingeschnürt, mal geschwollen, mal schlank – der Destrier trägt alles mit Würde.

Einzigartige Lackierung und edler Innenraum

Dieses Einzelstück ist zudem in einer exklusiven Farbe lackiert: „Sapphire Celeste“, was nach Kenntnis von TopGear.com ungefähr „mitternachtsviolettbläulich“ bedeutet. Der Ton funkelt, eingerahmt von poliertem Aluminium und sichtbarer Carbonfaser.

Die Räder fallen größer aus als beim Bolide: vorn und hinten 20/21 Zoll statt der vergleichsweise mickrigen 18-Zoll-Räder des Rennstreckenautos. Im Innenraum haben Bugatti – beziehungsweise der Besitzer des Wagens – ebenfalls keine Kosten gescheut, um aus dem Cockpit weniger ein „Wo ist meine feuerfeste Unterwäsche?“ und mehr ein „Wie wäre es mit einem Wochenendausflug in die Alpen?“ zu machen.

Materialien und historische Bugatti-Referenzen

Leder. Nubuk. 3D-gestricktes Textil. Auf diese drei Materialien konzentrierte sich Bugatti; alle sind in einem reizvollen warmen Braun gehalten. Dazu kommen zahllose weitere Details wie besondere Nähte, gehämmertes Metallzierwerk und eine winzige französische Flagge.

„Destrier ist kein Auto, das man mit dem Kopf versteht, sondern eines, das man mit dem Herzen fühlt“, sagte Bugattis Designchef Frank Heyl. „Der Bolide gab uns die extremsten Proportionen, die wir jemals geschaffen haben, und indem wir sie vom unerbittlichen Streben des Bolide nach Abtrieb befreiten, ließen wir sie als reine Skulptur sprechen.“

Heyl verweist auf das ehrwürdige Type-57-Chassis, das die Grundlage für zwei gleichermaßen köstliche Bugattis bildete: einen Sieger von Le Mans, den Type 57 „Tank“-Rennwagen, sowie den hinreißenden Type 57SC Atlantic. Als Anspielung auf diese Geschichte, in der aus einem Chassis zwei sehr unterschiedliche Fahrzeuge entstanden, befindet sich über der Windschutzscheibe eine lasergravierte – selbstverständlich handgravierte – Plakette mit dem 57G und dem 57SC.

„Ich glaube, dass der Destrier auch in 50 Jahren noch die Rasenflächen von Concours-Veranstaltungen schmücken wird“, ergänzte Heyl. Doch vergessen wir die nächsten 50 Jahre: Am 16. August wird er bei der Monterey Car Week und beim Pebble Beach Concours im Rampenlicht stehen. Herrlich.

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