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Kia XCeed PHEV im Test: Sparsam und vielseitig

Gelber Kia XCeed PHEV Elektro-SUV in modernem, lichtdurchfluteten Showroom mit Ladegerät neben dem Fahrzeug.

In den vergangenen Monaten standen Plug-in-Hybride etwas in der Kritik – zu Unrecht, wie angemerkt werden muss. Dennoch kommen sie in immer größerer Zahl auf den Markt, und der Kia XCeed PHEV ist ein weiterer Beleg dafür.

Die Plug-in-Hybridversion des XCeed war bereits bei der Vorstellung des Modells angekündigt worden. Wie für diese Antriebsart typisch, verspricht sie niedrigere Verbräuche und Emissionen sowie mehrere Dutzend Kilometer rein elektrisches Fahren. Zeit, das zu überprüfen.

Außen fast unverändert

Äußerlich lässt sich der Kia XCeed PHEV nur an zwei Merkmalen erkennen. Zum einen gibt es die unvermeidliche Ladebuchse im vorderen Kotflügel, zum anderen die speziell für diese Variante gestalteten Räder.

Sie sind aerodynamischer ausgeführt und merklich kleiner als bei den übrigen XCeed-Modellen: Statt der üblichen 18 Zoll messen sie 16 Zoll. Aufgezogen sind 205/60-Reifen, die sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schonen sollen.

Abgesehen davon bleibt die dynamische und gelungene Gestaltung des südkoreanischen CUVs (Crossover Utility Vehicle) unverändert. Selbst in einer zurückhaltenderen Lackierung wie beim getesteten Fahrzeug zieht es unterwegs Blicke auf sich.

Innenraum des Kia XCeed PHEV

Auch im Innenraum entspricht dieser XCeed PHEV weitgehend seinen Modellgeschwistern. Aufgrund des besonderen Antriebs gibt es allerdings einige Details: Ein zusätzlicher Schalter erlaubt die Wahl zwischen Hybrid- und Elektromodus (HEV/EV), das Infotainmentsystem bietet spezielle Menüs und das Kombiinstrument zeigt Informationen zum Hybridsystem an.

Ansonsten orientiert sich alles an den anderen XCeed- und Ceed-Versionen. Dazu zählen die gute Verarbeitungsqualität, die überzeugende Ergonomie – zu der die weiterhin vorhandenen physischen Bedienelemente wesentlich beitragen – sowie mehrere praktische Ablagefächer.

Gibt es neben den genannten Details einen wirklich entscheidenden Unterschied zwischen dem XCeed PHEV und den anderen XCeed? Ja: den Kofferraum beziehungsweise dessen Volumen.

Während der Platz im Fahrgastraum unverändert bleibt und vier Erwachsenen komfortable Reisebedingungen bietet, schrumpft das Kofferraumvolumen von 426 Litern auf 291 Liter. Der Grund dafür ist die unter dem Gepäckraum untergebrachte 8,9-kWh-Batterie, welche den Elektromotor versorgt.

Mehr Gewicht, weiterhin sportlich

In dynamischer Hinsicht ähnelt der XCeed PHEV seinen ausschließlich verbrennungsmotorischen Brüdern: Er fährt berechenbar, sicher und stabil. Die rund 200 kg Mehrgewicht gegenüber den anderen Varianten – verursacht durch Elektromaschine und Batterie – verarbeitet er souverän.

Die größere Bodenfreiheit ermöglicht es zudem, unebene Straßen etwas gelassener zu befahren, weil das Risiko sinkt, an einer schlecht erkennbaren Vertiefung aufzusetzen. Weder die Karosseriekontrolle noch der Komfort leiden darunter; von den Reifen mit höherem Querschnitt profitiert der Fahrkomfort sogar.

Der Verbrauch profitiert

Bis zu diesem Punkt zeigt der Test: Die Elektrifizierung beschert dem XCeed mehr Gewicht – er bringt 1594 kg auf die Waage, während der XCeed 1.4 T-GDi bei 1345 kg bleibt – und einen kleineren Kofferraum. Da stellt sich die Frage, was man dafür gewinnt.

Vor allem einen geringeren Verbrauch. Tatsächlich liegen die Werte unter denen der entsprechenden Benzinversion. Mit geladener Batterie und im Hybridmodus erreichte ich auf einer gemischten Strecke 2,6 l/100 km. Im Stadtverkehr erlaubt das effiziente Batteriemanagement sogar, über viele Kilometer mit ... 0 l/100 km unterwegs zu sein, weil ausschließlich der Elektromotor arbeitet.

War die Batterie erschöpft und der Benzinmotor überwiegend gefordert, lagen die Werte kaum über 5,5 l/100 km; in der Stadt bewegten sie sich zwischen 6,5 und 7 l/100 km.

Zum Vergleich mit dem ebenfalls getesteten XCeed 1.4 T-GDi mit 140 PS und 242 Nm: Bei ruhiger Fahrweise lag dessen Verbrauch bei 5,4 l/100 km, bei höherem Tempo zwischen 6,5 und 7 l/100 km. Im Stadtverkehr betrug der Durchschnitt 7,9 l/100 km.

Und die Fahrleistungen?

Sparsamkeit steht beim XCeed PHEV im Vordergrund, doch träge ist das südkoreanische Modell keineswegs. Mit einer kombinierten Höchstleistung von 141 PS und einem maximalen Systemdrehmoment von 265 Nm ist die Verbindung aus dem Elektromotor mit 44,5 kW (61 PS) und 170 Nm sowie dem 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS und 147 Nm für den Alltag mehr als ausreichend.

Im Modus „Normal“ reagiert das Gaspedal eher gelassen und priorisiert den Verbrauch. Im Modus „Sport“ scheint der XCeed dagegen aufzuwachen: Dank des unmittelbar verfügbaren Drehmoments des Elektromotors liefert er eine durchaus überzeugende Performance.

Das Beste daran: Trotz dieser „zwei Persönlichkeiten“ steigen die Verbrauchswerte beim südkoreanischen CUV nicht übermäßig an. Hinzu kommt, dass das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe deutlich angenehmer arbeitet als die CVT-Getriebe oder ähnliche Lösungen, die bei einigen Konkurrenten zum Einsatz kommen.

Ist er das richtige Auto für mich?

Gegenüber den Benzinvarianten – und auch gegenüber Dieseln, sofern das Plug-in-Hybridsystem richtig genutzt wird – ist dieser XCeed PHEV sparsamer. Damit zählt er zu den interessantesten Angeboten innerhalb der Baureihe.

Zu den bereits bekannten Stärken des XCeed – attraktives, robustes Design, umfangreiche Ausstattung und lange Garantie von sieben Jahren oder 150.000 Kilometern – kommt bei dieser Version eine potenziell beneidenswert günstige Nutzung hinzu.

Zwar hat die Batterie das Kofferraumvolumen reduziert, doch die Laufruhe und der niedrige Verbrauch lassen diesen Nachteil beinahe in Vergessenheit geraten.

Für gewerbliche Kunden verbindet der XCeed PHEV steuerliche Vorteile mit den im Stadtverkehr üblicherweise Elektroautos vorbehaltenen Einsparungen und der Vielseitigkeit, die derzeit nur ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor bieten kann.

Privatkäufer könnten den XCeed PHEV wegen seines hohen Preises zunächst ausschließen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass derzeit eine Aktion läuft, die ihn auf ein deutlich vernünftigeres Preisniveau bringt.

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