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Citroën C3 Aircross: Sieben Sitze zum Kampfpreis gegen den Dacia Duster

Grüner Citroën C3 Aircross SUV mit schwarzem Dach auf glänzendem Boden in heller Ausstellungshalle.

Platz für sieben Insassen und Kampfpreise: Mit dieser Formel will der Citroën C3 Aircross dem Dacia Duster Paroli bieten.


Neuwagen werden immer teurer. Dennoch lässt sich weiterhin ein SUV mit der wichtigsten Ausstattung und bis zu sieben Sitzplätzen für weniger als 20.000 Euro kaufen.

In Portugal startet der neue Citroën C3 Aircross bei 19.290 Euro. Damit tritt er direkt gegen den Dacia Duster an und dürfte sich als ernst zu nehmender Gegner erweisen.

Wir konnten ihn in Barcelona erstmals fahren und haben geprüft, welche Kompromisse für diesen Kampfpreis nötig waren. Sehen Sie selbst:

Das Geheimnis liegt in der Plattform

Entscheidend dafür, dass der neue Citroën C3 Aircross unter der Marke von 20.000 Euro bleibt, ist die neue globale Smart-Car-Plattform von Stellantis. Sie wurde mit Unterstützung des indischen Unternehmens Tata optimiert.

Auf dieser Architektur basieren auch der neue Citroën C3, der Opel Frontera und der FIAT Grande Panda. Sie ermöglicht ein Angebot verschiedener Antriebsarten und erlaubt zugleich besonders flexible Fahrzeugkonfigurationen.

Der C3 Aircross ist immerhin 38 cm länger als der Citroën C3. Deshalb kann er gegen einen Aufpreis von 700 Euro optional mit sieben Sitzen bestellt werden.

Bei der internationalen Präsentation standen allerdings keine Siebensitzer für Testfahrten bereit. Wie im hervorgehobenen Video zu sehen ist, überzeugte mich jedoch das Platzangebot der Varianten mit fünf Sitzen – insbesondere auf der Rückbank.

„Oli-eske“ Einflüsse

Verzeihen Sie dieses Wortspiel mit dem Namen des Citroën Oli. Den Prototypen konnten wir 2022 fahren, und sein Design prägt nach und nach das Erscheinungsbild sämtlicher neuer Modelle der französischen Marke.

Die senkrecht gestaltete Front mit dem neuen Citroën-Logo und der neuen Lichtsignatur in C-Form ist dafür ein gutes Beispiel, aber längst nicht das einzige. Markante Stoßfänger, ausgestellte Radhäuser mit Kunststoffschutz und geradlinige Karosseriekonturen tragen ebenfalls entscheidend zum robusten Auftritt dieses SUV bei.

Auch im Innenraum zeigt sich der Einfluss des Oli, denn dort steht Schlichtheit im Vordergrund. Ähnlich wie Dacia es seit mehreren Jahren sehr erfolgreich vormacht, konzentriert sich Citroën auf das, was für die große Mehrheit der Fahrer wirklich wichtig ist. Das fällt sofort auf, sobald man im C3 Aircross Platz nimmt.

Hartplastik findet sich zwar an vielen Stellen, doch die Verarbeitung wirkt solide und vertrauenerweckend. Stoffbezüge aus recycelten Materialien gleichen dies aus und steigern den wahrgenommenen Qualitätseindruck.

Auch ein 10,25-Zoll-Touchscreen fehlt nicht. Er ist ab der Ausstattung Plus erhältlich, ebenso wie eine Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera sowie die kabellose Einbindung von Android Auto und Apple CarPlay.

Darüber hinaus gehört stets ein Head-up-Display dazu, das oben auf dem Armaturenbrett projiziert wird und das herkömmliche Kombiinstrument ersetzt.

Selbstverständlich ist auch die umfangreiche Palette serienmäßiger Fahrerassistenzsysteme zu erwähnen. Dazu zählen Aufmerksamkeitswarnung für den Fahrer, Verkehrsschilderkennung für Geschwindigkeitsbegrenzungen, Spurhaltewarnung sowie Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer.

Citroën C3 Aircross mit Antrieben für fast alle Bedürfnisse

Citroëns Strategie für die kommenden Jahre setzt auf mehrere Energieformen. Der neue C3 Aircross macht diesen Ansatz deutlich, denn er wird mit drei unterschiedlichen Antrieben angeboten.

Den Einstieg bildet ein 1.2-Turbo-Dreizylinder mit 100 PS und Sechsgang-Handschaltung, der vollständig ohne Elektrifizierung auskommt.

Darüber rangiert eine Hybridversion: Hier kombiniert Citroën einen 1.2-PureTech mit 136 PS mit einem 48-V-Mild-Hybrid-System, einem 21-kW-Elektromotor (28 PS) – integriert in das e-DCT-Getriebe – sowie einer kleinen Batterie mit 0,89 kWh Kapazität.

Die größte Neuheit beim neuen C3 Aircross ist schließlich der erstmals angebotene vollelektrische Antrieb. Er nutzt dieselbe technische Basis wie der ë-C3: ein Elektromotor mit 83 kW (113 PS) und eine LFP-Batterie mit 44 kWh, die eine maximale Reichweite von bis zu 306 km ermöglichen soll.

Genau diese Variante konnte ich rund um Barcelona fahren. Schon nach wenigen Kilometern wurde deutlich, dass sie sich nicht wesentlich vom ë-C3 unterscheidet, den ich vor einigen Monaten in Österreich gefahren bin:

Komfort hat Vorrang

Bereits auf den ersten Kilometern wird klar, dass die französischen Ingenieure beim Entwicklungsprozess großen Wert auf Komfort gelegt haben. Zum Einsatz kommt das bekannte Citroën-Fahrwerk mit doppelten hydraulischen Anschlägen. Es begrenzt die vertikalen Bewegungen der Karosserie und verbessert den Fahrkomfort spürbar.

Die Lenkung arbeitet zwar leichtgängig, fühlt sich aber etwas unpräzise an. Das dürfte Fahrer, die ein dynamischeres Fahrzeug suchen, kaum begeistern. Wer dagegen Komfort bevorzugt, findet hier das passende SUV.

Die unkomplizierte Gestaltung von Karosserie und Innenraum setzt sich auch bei der Bedienung fort. Mit atemberaubenden Beschleunigungswerten sollte man nicht rechnen – dafür gibt es andere Elektroautos.

Im Stadtverkehr, wo dieses Elektroauto und seine Reichweite am sinnvollsten eingesetzt werden, zeigt es sich jedoch als wendig und ausgesprochen einfach zu fahren.

Apropos Reichweite: Bei diesem ersten Kontakt war es für mich nicht leicht, mit einem Tempo unterwegs zu sein, das die von der Marke angekündigten Reichweitenwerte ermöglicht hätte.

Um den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln, braucht es allerdings Papier, Stift und Taschenrechner. Zumindest so lange, bis die französische Marke das Update veröffentlicht, das Verbrauchswerte in Echtzeit im digitalen Instrumentendisplay anzeigen wird. Dies soll in den kommenden Monaten geschehen.

Eine rationale Wahl

Unabhängig von der gewählten Ausführung dominiert ein Begriff: Rationalität. Ganz gleich, welcher Antrieb oder welche Ausstattung gewählt wird, der C3 Aircross bietet stets eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse seines Segments.

Und beim Thema Preis folgt hier die Tabelle für Portugal:

Für Unternehmen und Selbstständige machen die steuerlichen Vorteile die Elektroversion zur einzig sinnvollen Wahl. Privatkunden sollten ihre Entscheidung dagegen von ihrem Nutzungsprofil sowie von der Möglichkeit abhängig machen, zu Hause oder am Arbeitsplatz laden zu können.

Ist das möglich, sind die Betriebskosten der elektrischen Variante unschlagbar. Wer hingegen auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist, dem erspare ich als Freund große Kopfschmerzen und sage: „Kaufen Sie kein Elektroauto.“

Damit fällt vor allem der Preis der 1.2-Turbo-Version sofort ins Auge – besonders für alle, die viel Platz benötigen. Denn für nur 700 Euro mehr gibt es ein SUV für sieben Personen. Dieses Argument wird dem C3 Aircross in Portugal sicherlich zum Erfolg verhelfen.

Urteil

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