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Aston Martin Dreadnought: Der massive Kampftruck mit V12-Motor

Futuristisches, grünes Geländefahrzeug mit großen Reifen und leuchtenden Frontlichtern in Industriehalle.

Dieser riesige, militärtaugliche und zombie-sichere Kampftruck wird von einem V12-Motor angetrieben. Dazu trägt er ein Aston-Martin-Emblem – bemerkenswert für eine Marke, die für elegante Supersportwagen und Gran Turismo bekannt ist, nicht für Aufträge des Verteidigungsministeriums. Sicher, Aston baut bereits den SUV DBX, doch mit diesem Fahrzeug hat der nun wirklich nichts gemein.

Aston Martin Dreadnought: Kampftruck für die digitale Welt

Das Fahrzeug heisst Aston Martin Dreadnought. Das deutet erstens darauf hin, dass Aston möglicherweise die V-Namen ausgehen, und ist zweitens ausgesprochen cool: Der Name stammt von der wegweisenden HMS Dreadnought, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Regeln der Seekriegsführung neu definierte. Trotzdem lässt sich kaum übersehen, dass Aston eine Chance verpasst hat, ihn DBXXL zu nennen.

Der Dreadnought reiht sich in eine lange Tradition überzeichneter, von Herstellern entworfener Autos ein, die für digitale Welten geschaffen wurden und nicht den Grenzen der Physik unterliegen. Viele davon tauchten als Vision-Gran-Turismo-Konzepte auf und wurden häufig durch reale Modelle ergänzt. Dazu zählen etwa der Bugatti Vision GT als Vorbote des Chiron, der 400mph schnelle Dodge SRT Tomahawk X mit 2,500bhp, Adrian Neweys Red Bull X1 und der McLaren Ultimate Vision Gran Turismo. Der McLaren ging als Solus GT sogar tatsächlich in Produktion – für Aston besteht also durchaus Hoffnung auf einen ähnlichen Schritt.

Entstanden ist der Truck aus einer Zusammenarbeit zwischen den Entwicklern des neuen Spiels Call of Duty: Modern Warfare 4 und Astons eigener Designabteilung. Sobald das Spiel im Oktober erscheint, lässt er sich darin „fahren“. Bis dahin haben sie einfach ein physisches Modell gebaut – warum auch nicht.

Offroad-Technik und luxuriöse Aston-Martin-Details

Montiert sind gewaltige Offroad-Reifen, die Bodenfreiheit übertrifft die eines Unimog, und an Bord befinden sich ein Reservetank, ein massgeschneiderter Waffenspeicher, genügend Zusatzscheinwerfer, um das Wembley Stadium auszuleuchten, sowie Panzerplatten in Militärqualität und „adaptive intelligence systems for combat zones“ – was immer genau damit gemeint ist. Alles wirkt bereit für ein Kriegsgebiet, doch dann kommen Carbonfaserteile mit Fischgrätgewebe, ein Armaturenbrett aus hellbraunem Oxford-Leder und Türscharniere in satiniert eloxiertem Gold hinzu. Dieser Kontrast ist völlig verrückt.

Mit etwas zusammengekniffenen Augen erkennt man im Entwurf zudem echte Aston-DNA. Da wären die charakteristische hochgezogene Kante an der Vorderseite der Motorhaube, die eingezogene Taille, der Ducktail-Spoiler – unserer Einschätzung nach vom Victor inspiriert – sowie die gigantischen vier Endrohre. Daneben gibt es Elemente, die die Realität stärker strapazieren: Dakar-artige Doppelstossdämpfer an jeder Ecke, komplett frei liegende Hinterräder – was für jedes andere Auto im Umkreis von einer Meile Steinschläge bedeuten dürfte – und Kameras anstelle von Aussenspiegeln.

Innenraum des Dreadnought im Spiel

Das Modell besitzt zwar keinen echten Innenraum, doch einige In-Game-Renderings zeigen den überraschend luxuriösen Innenraum. Dort gibt es reichlich Leder, eine lange Bildschirmfläche für sämtliche taktischen Aufgaben sowie grosse physische Bedienelemente in der Mittelkonsole und herausnehmbare Staufächer.

Hinter dem Spass steckt zudem ein Gedanke: Mit diesem Projekt soll einer neuen Generation vermittelt werden, wie Aston Martin aussieht und sich anfühlt und wofür die Marke steht. Heute sitzen diese Menschen vielleicht als Teenager mit Cheetos vor der Xbox in ihrem Schlafzimmer, morgen könnten sie KI-Milliardäre sein. Welche Marke löst dann wohl wohlige Erinnerungen aus? Genau: jene, mit der sie stundenlang vergnügt durch Minen und Raketen in ihrem Zimmer powerslideten.

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