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Mercedes GLS Facelift: Der riesige SUV erhält ein Update

Dunkelgrüner Mercedes SUV fährt auf Bergstraße mit bewaldeten Hügeln im Hintergrund.

Mercedes hat nicht genug damit, an einem einzigen Tag sämtliche GLE-Varianten zu überarbeiten, sondern kündigt nun auch eine Midlife-Crisis – Verzeihung, eine Modellpflege – für den riesigen GLS an.

Der aktuelle GLS hat bereits einige Jahre auf dem Buckel: Seine Einführung liegt im Jahr 2019. Wie sein kleinerer Bruder erhielt er allerdings schon 2023 neue Leuchten, Stoßfänger und einen überarbeiteten Kühlergrill. Damals kamen außerdem Anpassungen am Infotainmentsystem, zusätzliche Lackfarben und neu gestaltete Leichtmetallräder hinzu. Das jüngste Facelift liefert nun, ähm, exakt dasselbe.

Mercedes GLS: Leuchten, Lackierungen und Assistenzsysteme

Der „S-Klasse unter den SUVs“ – Mercedes’ eigene Bezeichnung – bietet künftig offenbar einen beleuchteten Dreizackstern auf der Motorhaube. In Deutschland wird diese Option allerdings nicht erhältlich sein; auf den ersten Enthüllungsbildern oben ist sie ebenfalls nicht zu sehen. Schade.

Jeder GLS erhält jedoch Sternmotive in Scheinwerfern und Rückleuchten. Hinzu kommt die neue „Digital Light“-Technik, die laut Mercedes ein um 40 Prozent größeres Sichtfeld erzeugt und dabei 50 Prozent weniger Energie benötigt. Die hinteren Leuchten werden nun durch eine schwarze Zierleiste verbunden, welche nach Angaben von Mercedes „die eindrucksvolle Breite des Fahrzeugs hervorhebt“.

Zur Auswahl stehen zwei neue Außenfarben: Dark Petrol Matt und Manufaktur Patagonia Rot Metallic. Außerdem gibt es neue Raddesigns in 21 und 22 Zoll. Ein gewaltiges Panorama-Glasdach gehört zur Serienausstattung. Zehn Außenkameras, fünf Radarsensoren und zwölf Ultraschallsensoren unterstützen die Fahrerassistenzsysteme. Auch das neue, KI-gestützte MB.OS ist an Bord. Wie die kürzlich aktualisierte S-Klasse Limousine kann der GLS ab Marktstart in China unter Aufsicht selbst fahren.

MBUX Superscreen und sieben elektrische Sitze im GLS

Über das Infotainmentsystem muss man allerdings noch sprechen: Der GLS erhält serienmäßig den MBUX Superscreen von Mercedes. Dahinter verbergen sich drei separate 12,3-Zoll-Displays unter einer gemeinsamen Glasfläche. Und als wäre das nicht genug, sitzen im Fond zusätzlich zwei 11,6-Zoll-Bildschirme.

Sieben elektrisch verstellbare Sitze sind serienmäßig eingebaut. Vorn hat Mercedes zudem das Lenkrad neu gestaltet und mit einem „vielgeliebten Bedienkonzept“ versehen. Gemeint sind die kleinen physischen Tasten am Lenkrad – aber waren sie wirklich besonders beliebt oder schlicht besser als die nutzlosen berührungsempfindlichen Scrollflächen des vorherigen Lenkrads? Wie auch immer: „Beech Brown“ ergänzt die Innenraumfarben, während zahlreiche Holz- und Aluminiumzierleisten die Individualisierung des großen SUV ermöglichen.

Überarbeitete Motoren und Luftfederung

Auch die Motoren wurden diesmal modernisiert. Die Reihensechszylinder-Diesel 350d und 450d besitzen nun einen elektrisch beheizten Katalysator, der den Betrieb effizienter machen soll. Beide sind Mildhybride mit 48-Volt-Technik, ebenso wie der GLS 450 mit Benzinmotor. Und wie beim GLE erhält der GLS 580 jetzt einen V8 mit Flatplane-Kurbelwelle und 530 PS. Mit einem Deutschland-Start sollte man bei dieser Variante allerdings nicht rechnen. Schade.

Sämtliche Versionen verfügen nun über zusätzliche Schalldämmung und serienmäßige Luftfederung. Optional ist Mercedes’ cloudbasiertes „E-Active Body Control“ erhältlich. Dieses Fahrwerk merkt sich die Position von Schlaglöchern und kann sogar andere Mercedes darüber informieren, wenn diese dieselbe Strecke befahren. Die Dämpfer sind dadurch bereits auf den Aufprall vorbereitet, bevor der Krater überhaupt sichtbar wird.

Die Preise dürften gegenüber dem Einstiegspreis des Vor-Facelift-Modells von 110.800 £ in Großbritannien leicht steigen. Zu besonders luxuriösen Maybach- oder lautstarken AMG-Ausführungen gibt es bislang keine Angaben. Für alle, die noch mehr Geld ausgeben möchten, dürften sie aber bald folgen.

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