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Citroën ë-C4: Mehr Leistung und größere Batterie im Test

Weißes Citroën E-C4 54KWH Elektroauto in modernem Showroom mit Ladestation im Hintergrund.

Stärkerer Motor und Batterie mit höherer Kapazität. Sind das die begehrtesten Eigenschaften eines Elektroautos?


Drei Jahre nach seinem Marktstart wurden vom vollelektrischen Citroën ë-C4 in seinen beiden Karosserievarianten, ë-C4 und ë-C4 X, bereits mehr als 175.000 Exemplare zugelassen. Bislang war die Auswahl allerdings eingeschränkt, denn es gab nur einen Antrieb und eine Batterie.

Die Entwicklung in der „Welt“ der Elektroautos läuft jedoch weiterhin auf Hochtouren. Entsprechend umfangreich sind die Neuerungen, die diese Fahrzeugklasse innerhalb von drei Jahren erlebt hat.

Bei Stellantis haben Ingenieure in den vergangenen Jahren an einer neuen „Rezeptur“ für Lithium-Ionen-Batteriezellen gearbeitet, um deren Effizienz zu steigern.

Die wichtigsten „Zutaten“ bleiben dabei identisch: Nickel, Mangan und Kobalt. Ihre Anteile wurden jedoch verändert. Nickel macht nun 80 % statt zuvor 60 % aus, während Mangan und Kobalt jeweils von 20 auf 10 % reduziert wurden. Laut Citroën erhöht sich dadurch die Energiedichte; die Batteriekapazität beträgt nun 54 kWh. Das soll einen Reichweitengewinn von rund 17 % ermöglichen, womit sie jetzt bei 420 km liegt.

Gleichzeitig erhält diese neue Ausführung des Citroën ë-C4 den neuen Elektromotor mit 115 kW (156 PS). Das sind 20 PS mehr als bisher, das maximale Drehmoment liegt bei 260 Nm. Außerdem ist Gleichstromladen mit einer Leistung von bis zu 100 kW möglich.

Warum etwas ändern?

Im Innenraum des Citroën ë-C4 gibt es keine erwähnenswerten Neuerungen. Doch wenn das bisherige Konzept gut funktioniert hat, warum sollte man es verändern? Die Sitzposition ist gelungen, und die Sitze mit einer zusätzlichen Schaumschicht in der Polsterung sorgen für ein hohes Maß an Komfort. An der Mittelkonsole ist die Verbindung zu Stellantis und den anderen Marken des Konzerns deutlich erkennbar: Bauteile wie der Wählhebel des Getriebes kennen wir bereits aus zahlreichen weiteren Modellen.

Das Armaturenbrett setzt eher auf praktische Lösungen. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, vor dem Beifahrersitz ein Tablet zu befestigen. Bei den Materialien hätte der Citroën ë-C4 allerdings inzwischen eine Weiterentwicklung verdient, da einige härtere Oberflächen das Gesamtbild etwas beeinträchtigen.

Direkt vor dem Fahrer wirkt das Kombiinstrument weiterhin zu kompakt. Seine Anzeigen lassen sich jedoch individualisieren, sodass nur die Bildschirme sichtbar bleiben, die tatsächlich benötigt oder bevorzugt werden.

Mittig oben im Armaturenbrett sitzt ein Touchscreen mit guter Größe. Seine Auflösung entspricht allerdings nicht dem Niveau aktuellerer Systeme. Hinzu kommt, dass die Benutzeroberfläche eine längere Eingewöhnung verlangt und viele Funktionen nicht auf Anhieb zu finden sind.

Begrenzte, aber aufschlussreiche Testfahrt mit dem Citroën ë-C4

Der erste mögliche Kontakt mit dieser neuen Version des Citroën ë-C4 war alles andere als ideal, um sämtliche Neuerungen ausführlich zu prüfen. Die von der Marke geplante Route umfasste etwas mehr als 30 km und führte durch Stadtgebiete sowie über Nebenstraßen. Fast die gesamte Strecke bestand aus Abschnitten mit Tempolimits – und Radarkontrollen – zwischen 30 und 50 km/h.

Dennoch starteten wir mit einem Batterieladestand von 100 %, während das System eine maximale Reichweite von 416 km anzeigte. Das liegt also sehr nahe an den von Citroën angegebenen 420 km.

Schon in den ersten Fahrminuten wurde deutlich, dass die zusätzlichen 20 PS durchaus auf sich aufmerksam machen wollen. Wir entschieden uns jedoch, den Pedalweg des Beschleunigers in einem Bereich zu halten, der sowohl den Führerschein als auch das Kontoguthaben schont. Der große Vorteil dieses „Spazierfahrt“-Tempos: Die ersten Verbrauchswerte des Bordcomputers wirkten wegen ihrer niedrigen Höhe beinahe fehlerhaft.

Als der Tageskilometerzähler fast 20 km erreichte, lag der Verbrauch bei nur 7,2 kWh/100 km, bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24 km/h. Der Batteriestand war auf 98 % gesunken, doch dank einiger Rekuperationsphasen zeigte die Reichweite weiterhin die anfänglichen 416 km an.

Danach erlaubte die Strecke für kurze Zeit ein weniger zurückhaltendes Tempo. Am Ende meldete der Bordcomputer 33 gefahrene Kilometer bei durchschnittlich 26 km/h. Der Verbrauch betrug 11,4 kWh/100 km, während die Batterie bei noch 93 % Ladung eine Reichweite von 396 km auswies.

Mehr Versionen und Ausstattungen

Die Preisliste des Citroën ë-C4 für den nationalen Markt steht inzwischen vollständig fest. Die neue Version mit 156 PS und 420 km Reichweite ergänzt das Angebot, anstatt die bisherige Variante zu ersetzen. Damit sind beide Elektroantriebe in beiden Karosserieformen verfügbar; zugleich wurden auch die Ausstattungslinien überarbeitet.

Angesichts eines Preisunterschieds von rund 1.000 Euro zwischen den beiden Antriebssystemen stellt sich jedoch die Frage, ob sich dieser Betrag nicht für die zusätzlichen 20 PS und die Freiheit von 60 km mehr Reichweite lohnt.

Am unteren Ende der Preisliste steht nun der Citroën ë-C4 350 You für 40.385 Euro. Das andere Ende markiert der ë-C4 X 400 Max mit einem Preis von 44.635 Euro. Alle Preise zwischen diesen beiden Varianten sind der Tabelle mit dem vollständigen Angebot zu entnehmen:

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