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Tamandaré und Humaitá: Brasilien präsentiert moderne Schiffe in Argentinien

Zwei Marineoffiziere in Uniform besprechen Unterlagen auf einem Schiff mit U-Boot und brasilianischer Flagge im Hafen.

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Mit dem Abschluss der kombinierten Übung Fraterno XXXIX wurde ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit und im gegenseitigen Vertrauen zwischen Argentinien und Brasilien erreicht. Prägend war dabei die Anwesenheit zweier der modernsten und fortschrittlichsten Über- und Unterwassereinheiten der brasilianischen Flotte: der Fregatte Tamandaré (F200) und des U-Boots Humaitá (S-41), der zweiten Einheit der Riachuelo-Klasse.

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Tamandaré und Humaitá im Argentinischen Meer

Der Einsatz beider Einheiten im Argentinischen Meer erfolgte gemeinsam mit Schiffen der Flotte zur See und des Marinefliegerkommandos. Für die Angehörigen der argentinischen Marine bot dies eine wichtige erste Gelegenheit, die Systeme kennenzulernen und Erfahrungen mit ihnen zu sammeln. Zugleich diente der Besuch dazu, die beiden Erzeugnisse aus zwei der ambitioniertesten Programme der brasilianischen Verteidigungsindustrie in Argentinien vorzustellen.

Derzeit stehen sowohl die Fregatten der Tamandaré-Klasse als auch die U-Boote der Riachuelo-Klasse für die neue Generation, welche die Schiffe der Niterói-Klasse beziehungsweise die U-Boote der Tupi-/Tikuna-Klasse ablösen wird.

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Aus industrieller Sicht ermöglichen die von dem Nachbarland aufgebauten Fähigkeiten, diese Modelle auch anderen Marinen der Region und weltweit anzubieten, die ihre jeweiligen Flotten erneuern möchten.

Dies zeigte sich bei den offiziellen Besuchen auf beiden Schiffen im Marinestützpunkt Mar del Plata. Die Tamandaré und die Humaitá liefen dort nach ihrer Teilnahme an der Übung Fraterno ein, bevor sie nach Brasilien zurückkehrten.

Das MEKO-A-100-Programm der Tamandaré-Klasse

Nach Angaben der argentinischen Marine hielten Vertreter von EMGEPRON (Empresa Gerencial de Proyectos Navales) für die argentinische Marineführung eine Präsentation und einen Vortrag über „… das Programm der MEKO-A-100-Klasse, eine strategische Initiative der brasilianischen Marine zur Beschaffung technologisch hochkomplexer Fregatten durch den nationalen Bau in diesem Land. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit der Zweckgesellschaft Águas Azuis umgesetzt, die sich aus den Unternehmen TKMS, Embraer und Atech zusammensetzt, und von EMGEPRON geleitet“.

Ergänzend hieß es: „Während der Präsentation wurden technische und operative Aspekte, Management- und Governance-Systeme, Bau, Software und Hardware, Umfang und Einschränkungen, strategische Auswirkungen sowie Kosten behandelt. Die argentinischen Behörden konnten den Projektverantwortlichen Fragen stellen, wodurch ein Wissens- und Erfahrungsaustausch entstand, der auf die gemeinsame Analyse dieser Art von Vorhaben mit einer langfristigen Perspektive ausgerichtet war“.

Dieser Punkt ist keineswegs nebensächlich: Die argentinische Marine wird früher oder später den Ersatz ihrer Zerstörer der MEKO-360-Klasse angehen müssen. Von diesen befinden sich nur noch drei Einheiten im Dienst; die vierte, die ARA Heroína, wurde im vergangenen Jahr außer Dienst gestellt, nachdem sie mehr als ein Jahrzehnt nicht gefahren war. Zugleich sind keinerlei Fortschritte beim Modernisierungsprogramm erkennbar, das die Teilstreitkraft vorantreiben will.

PROSUB und die Bewertung von Scorpene-U-Booten

Anschließend besuchten die argentinischen Vertreter auch das U-Boot Humaitá. Dort „… erhielten sie eine Präsentation über die umfassende Modernisierung der brasilianischen U-Boot-Streitkräfte durch das U-Boot-Entwicklungsprogramm (PROSUB), ein strategisches Projekt mit langfristiger Ausrichtung, das nicht nur die Erneuerung der bestehenden Flotte vorsieht, sondern auch den Aufbau eigener technologischer und industrieller Fähigkeiten“.

Im Rahmen der Bewertung von Modellen zur Wiederherstellung der U-Boot-Streitkräfte hat Argentinien derzeit die Scorpene-U-Boote im Blick. Deren Entwurf diente als Grundlage für die brasilianische Riachuelo-Klasse, die aus der Partnerschaft mit Naval Group hervorgegangen ist.

Mit Blick auf die Zukunft verfügt der Marinekomplex Itaguaí nach Abschluss des Baus der vier konventionell angetriebenen U-Boote der Riachuelo-Klasse über die installierten Kapazitäten, die Fertigung neuer Einheiten für andere Marinen aufzunehmen. Dies ist insbesondere angesichts der Verhandlungen zwischen Argentinien und Naval Group von Bedeutung, zu denen die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zählt.

Dennoch müssen verschiedene Punkte berücksichtigt werden, damit sowohl Fregatten der Tamandaré-Klasse als auch das U-Boot Humaitá als Optionen zur Erneuerung der Flotte zur See der argentinischen Marine infrage kommen. Dazu zählen die Finanzierung und der erforderliche politische Wille, diese Programme nach Jahren von Bewertungen, Besuchen und Verhandlungen umzusetzen, die bislang noch nicht zum Erfolg geführt haben.

Über die Fregatten Tamandaré und die U-Boote Scorpene

Die verwendeten Fotografien dienen ausschließlich Illustrationszwecken.

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